Sulinger entscheiden am 12. September 2021 über ihr Stadtoberhaupt

Rauschkolb tritt an zur Wiederwahl

Seine erneute Kandidatur für das Amt des Sulinger Bürgermeisters kündigt Dirk Rauschkolb an.
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Seine erneute Kandidatur für das Amt des Sulinger Bürgermeisters kündigt Dirk Rauschkolb an.

Sulingen – Wagenfelds Bürgermeister Matthias Kreye preschte voran, kündigte vergangene Woche seine erneute Kandidatur für das Amt an. Wie sieht es in Sulingen aus? Auf Anfrage unserer Zeitung äußert sich Bürgermeister Dirk Rauschkolb zu seinen Plänen.

„Für mich steht fest, dass ich als Amtsinhaber mich am 12. September 2021 zur Wahl stelle“, macht es Rauschkolb offiziell, auch wenn er dies eigentlich zuerst den Parteien habe mitteilen wollen. Es sei kein spontaner Entschluss, die Absicht habe sich in seiner Amtszeit gefestigt. „Es ist ein Prozess: Man merkt im Laufe der Wahlperiode, wie man wahrgenommen wird, wie die Arbeit verläuft und wie das Verhältnis zum Rat, zu den Mitarbeitern und zu den Bürgern ist.“ Als Bürgermeister befinde er sich immer in einem Spannungsverhältnis zwischen diesen drei Parteien – „die Kunst ist, trotzdem nach vorne zu arbeiten, denn man kann es nie allen recht machen.“

Bei der Rückschau auf seine bisherige Tätigkeit als Sulinger Stadtoberhaupt sei ihm wichtig feststellen zu können, dass Entscheidungen getroffen werden und sachorientiert an den Themen gearbeitet wird. Kernpunkt sei gewesen, die mehr als 20 Einrichtungen der Stadt zukunftsfähig zu gestalten: „Das ist sehr gut gelungen, aber wir sind noch nicht am Ende angelangt.“ Der Neubau der Grundschule sei dabei das Vorzeigeobjekt, obwohl es zwischendurch schwierig gewesen sei. „Wie gut die Akteure zusammenarbeiten, zeigt sich gerade in Krisen, das schweißt auch zusammen.“ Das gelte ebenso auch für Enttäuschungen – wie dem Beschluss über den Standort der geplanten Zentralklinik des Landkreises.

Auch der Bürgerbeteiligungsprozess habe die Stadt weitergebracht, und es sei ein Leitbild erarbeitet worden, das auf die Themen Klimaschutz, Lebensqualität und Infrastruktur ausstrahle.

Er selbst habe anfangs „mit einem relativ ungetrübten Blick von außen“ Dinge anders angepackt, aber mit wachsender Kenntnis der Zusammenhänge könnten Entscheidungen treffsicherer gefällt werden, blickt der Wahl-Sulinger zurück, „und die Identifikation mit der Stadt wächst auch.“

Für die kommenden Jahre sei nach wie vor die Fortentwicklung der Einrichtungen das vorrangige Thema – „es gibt noch viel zu tun.“ Dabei gehe es um die Ausstattung der Feuerwehren, aber auch um eine Nachnutzung für das Klinikgebäude und das frühere Gelände der Grundschule. „Wir müssen in vielen Bereichen eine höhere Aufenthaltsqualität schaffen.“ Dazu zählten auch die Verbesserung der Infrastruktur sowie die Kultur: „Das Reload Festival liegt mir am Herzen, und auch der Kulturverein ist ein Aushängeschild für unsere Stadt.“

Reaktionen aus im Stadtrat vertretenen Parteien und Gruppen

Unterstützen die im Sulinger Stadtrat vertretenen Parteien und Gruppen die erneute Kandidatur von Amtsinhaber Dirk Rauschkolb? Stellen sie eigene Bürgermeisterkandidaten auf?

Stefan Meyer (Vorsitzender CDU-Stadtverband Sulingen): „Wir schauen uns nach guten Kandidaten für den Stadtrat und die Ortsräte um und hoffen, dass ein geeigneter Bürgermeisterkandidat gewählt wird – wir unterstützen den, den wir für am geeignetsten halten.“

Wiebke Wall (Vorsitzende SPD-Ortsverein Sulinger Land): „Wir haben schon darüber gesprochen, aber noch keine abschließende Entscheidung getroffen, ob wir Dirk Rauschkolb unterstützen oder einen eigenen Kandidaten aufstellen. Das entscheiden wir aber zeitnah.“

Carsten Ranck (Vorsitzender Freie Wähler Sulingen): „Dazu haben wir uns noch nicht positioniert, aber es sieht nicht so aus, dass wir einen eigenen Kandidaten aufstellen. Eine Unterstützung machen wir davon abhängig, wer sich zur Wahl stellt.“

Hermann Schröder (Vorsitzender Ortsverband Sulingen Bündnis 90/Die Grünen): „Wir werden keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufstellen. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir die Kandidatur von Dirk Rauschkolb unterstützen, aber wir müssen im Ortsverband noch darüber reden.“

Henning Jürgens (Vorsitzender FDP Sulinger Land): „Wir haben noch gar nicht darüber gesprochen, sondern wegen Corona alle Treffen zurückgestellt.“

Thomas Baier (Die Partei): „Die Zusammenarbeit zwischen dem Bürgermeister und der Gruppe Die Partei/ Grüne habe ich in dieser meiner ersten Wahlperiode im Rat der Stadt Sulingen als überwiegend sehr positiv empfunden. Grundsätzlich sind wir von der Partei „Die Partei“ der Meinung, dass der beste Kandidat/die beste Kandidatin unterstützt werden sollte. Da wir aber selber nächstes Jahr voraussichtlich keine(n) eigene(n) Bürgermeisterkandidaten/-kandidatin stellen werden, ist Dirk Rauschkolb der zurzeit beste Kandidat, den wir natürlich unterstützen.“

Walter Legler (Bürger erreichen): „Wir stellen keinen eigenen Kandidaten auf. Wenn sich jemand präsentiert, der unterstützungswürdig wäre, könnte man darüber nachdenken. Wenn sich Dirk Rauschkolb zur Wahl stellt, denken wir darüber nach, ob wir ihn unterstützen, aber ich sehe derzeit auch keine Alternative.“

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