„EP:Technikhaus Krauß“: Andy Dreyer, Daniel Schwier und Robin Ahrens bündeln Kräfte

Punkten mit Serviceleistungen

Übernehmen das „EP: Technikhaus Krauß“ (von links): Daniel Schwier, Robin Ahrens und Andy Dreyer.
+
Übernehmen das „EP: Technikhaus Krauß“ (von links): Daniel Schwier, Robin Ahrens und Andy Dreyer.

Sulingen – Was, wenn der Geschäftsinhaber plötzlich stirbt? Vor dieser Frage stand Robin Ahrens, 24 Jahre jung und Angestellter im Elektronikhaus „EP:Technikhaus Krauß“ in Sulingen nach dem plötzlichen Tod des bisherigen Inhabers Jürgen Krauß im November 2020.

Er spricht mit seinem zukünftigen Schwager darüber –  Andy Dreyer, 38-jähriger Landwirt und Geschäftsmann aus Scharringhausen, und dessen Kompagnon Daniel Schwier, 37 Jahre alt (beide haben sich 2015 mit der Firma „sds-tec“ in Scharringhausen selbstständig gemacht), hört mit. Das Trio überlegt und entscheidet: Als Dreierteam könnten wir die Zukunft des Hauses angehen. Seit dem 1. September führen Schwier, Dreyer und Ahrens das Technikhaus, gemeinsam.

Das Gesicht vor Ort ist Robin Ahrens als gelernter Einzelhandelskaufmann, der sich mit dem Sortiment zwischen USB-Stick und Side-by-Side Kühlschrank bestens auskennt. Schwier ist als Elektromeister beruflich zwar nah am Fach, aber beide, Dreyer und Schwier, wollen eher im kaufmännischen Bereich und im Hintergrund agieren.

Ahrens, Schwier und Dreyer planen Veränderungen, ja, aber vieles bleibt auch, etwa die neun Mitarbeiter, die übernommen wurden. Ein neuer Auszubildender startete gerade in seine berufliche Zukunft, insgesamt sind es aktuell drei. Was ebenso bleibt: In der Werkstatt reparieren die vier Techniker weiter, was sich reparieren lässt.

Keine Konkurrenz zu großen Märkten

Das Tagesgeschäft als Einzelhandel vor Ort in der Konkurrenz zum Online-Click und dem Riesenangebot der Medien-Märkte: Wie soll das Geschäft da bestehen? „Durch unsere Serviceleistungen.“ Soll heißen: Es werde nicht allein zum passenden Fernseher beraten, sondern der auch nach Hause geliefert, aufgestellt – und so programmiert, wie der Käufer die Kanäle platziert haben möchte. „Andere liefern nur bis zur ersten Tür – und das kann sogar eine Gartenpforte sein –, wir auch in die oberen Stockwerke, wenn der Kunde dort wohnt“, erklärt Robin Ahrens. Er verweist darauf, dass der langjährige Firmenpartner, Metz, auch in der Coronapandemie, als viele Firmen Lieferschwierigkeiten hatten, immer Ersatzteile liefern konnte. „Da entstehen dann keine langen Wartezeiten.“ Als weitere Pluspunkte für den Einkauf vor Ort genannt werden Abholservice und Notdienst, der, wenn es geht, noch vor Ort repariert.

Umbauarbeiten geplant

Serviceleistung in der Reparatur von Kaffeevollautomaten oder Laptops – da ist die Bandbreite genauso groß wie die Auswahl im Geschäft: Multimedia (und die dazu passenden Multi Room Lautsprecher) , weiße Ware und E-Kleingeräte. Apropos weiße Ware: Ausgerechnet die schwersten Geräte werden im Obergeschoss präsentiert. Diese Abteilung mit Waschmaschine, Geschirrspüler, Kühlschrank und Trockner soll erweitert werden. Bislang stehen um die 650 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung, führt nur eine geschwungene Treppe nach oben – auch der Zugang solle möglichst barrierefrei gestaltet werden. Alles rund ums Homeoffice werde geboten, „wir haben von allem was und bestellen, was nicht vorhanden ist.“ Die Serviceleistungen hier: „Wir richten den PC ein.“

Neues im Sortiment

Und was ist neu im Sortiment? „Groß im Kommen sind die Side-by-Sides“, sagt Ahrens. Und das Trio führt den Super-Kühlschrank mit zwei Türen gleich mal vor. „Tovie-Boxen haben wir jetzt auch“, weist Familienvater Daniel Schwier auf Angebote für die jüngere Kundschaft hin. Es wird deutlich, dass Schwier, Ahrens und Dreyer den Servicegedanken ernst meinen und so verstehen: Sie sind hier selbst ansässig, man trifft sich. „In der Konkurrenz zu den großen E-Märkten, wo die Verkäufer anonym sind, können wir uns schlechten Service nicht erlauben. Und damit sind wir grundsätzlich konkurrenzfähig“, erklärt Ahrens. Das, was vor Ort mehr zu zahlen sei, sei sozusagen eine Investition in passgenaue Beratung und Service.

Beim Sulinger Herbstfest mit verkaufsoffenem Sonntag am 10. Oktober, öffnet das Geschäft, das seit der Eröffnung im Jahr 2010 und auch weiterhin unter dem Namen „EP: Technikhaus Krauß“ an der Langen Straße 36 firmieren wird, seine Tore. Das neue Geschäftsführer-Trio lädt ein, sich umzuschauen, ins Gespräch zu kommen.

Von Sylvia Wendt

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Karpfen werden umgesiedelt

Karpfen werden umgesiedelt

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Dampftag im Kreismuseum

Dampftag im Kreismuseum

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Meistgelesene Artikel

Glimmender Grill in Wohnung: Sulinger Feuerwehren rücken zur Buchenstraße aus

Glimmender Grill in Wohnung: Sulinger Feuerwehren rücken zur Buchenstraße aus

Glimmender Grill in Wohnung: Sulinger Feuerwehren rücken zur Buchenstraße aus
Stadtrat Sulingen: SPD, Grüne, „Die Partei“ und Ibrahim koalieren

Stadtrat Sulingen: SPD, Grüne, „Die Partei“ und Ibrahim koalieren

Stadtrat Sulingen: SPD, Grüne, „Die Partei“ und Ibrahim koalieren
OLB schließt Filiale in Sulingen zum 17. November

OLB schließt Filiale in Sulingen zum 17. November

OLB schließt Filiale in Sulingen zum 17. November
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Schlachtbetrieb wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Schlachtbetrieb wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Schlachtbetrieb wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Kommentare