Projektarbeit zum Thema „Compliance“ wird für Mitarbeiterschulungen genutzt

Lloyd-Azubis drehen Kurzfilm

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Die Auszubildenden skizzierten die Entstehung ihres Werkes, bevor es im Sulinger Filmpalast auf die Leinwand kam.

Sulingen - Das Schlagwort „Compliance“ – etwa: Regeltreue – gewinnt in größeren Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Es geht darum, sich an Gesetze, Richtlinien, aber auch den von einer Firma selbst gesetzten Verhaltenskodex zu halten. Sieben Auszubildende des Sulinger Schuhherstellers „Lloyd Shoes“ stellten sich der Herausforderung, das Thema für ihr Unternehmen in einem Kurzfilm zu beleuchten – und präsentierten das Ergebnis jetzt einem ausgewählten Kreis der Belegschaft im Filmpalast auf großer Leinwand.

Geschäftsführer Thomas Wahle: „Es war ein Experiment, mit den jungen Leuten dieses Projekt zu machen – und wir sind ganz stolz auf das Ergebnis, ein toller Film!“ Sich mit Organisation, Planung und Teamarbeit vertraut zu machen, darum geht es bei den Azubi-Projekten von „Lloyd“. Wahle unterstrich aber auch, wie wichtig es ist, die Mitarbeiter für das Film-Thema zu sensibilisieren. Dass Corporate Responsibility, die Unternehmensverantwortung, große Bedeutung hat, sehe man ganz aktuell an der Volkswagen-Abgasaffäre, die zu heftigen Kurseinbrüchen der VW-Aktie führte. Wahle: „Man sagt, eine Marke baut man über 40 Jahre auf. Zerstören kann man sie an einem Tag.“ Compliance sei bei „Lloyd“ seit jeher eine Selbstverständlichkeit, der Ansatz des Films sei, das Thema in der Sprache der Kollegen darzustellen. „Wir wollen das, was wir ohnehin tun, beschreiben“, ergänzte Geschäftsführer Poul Haugaard Petersen.

Knapp sieben Monate arbeiteten sieben Auszubildende an dem Projekt, Titel: „LLOYDpliance“, für das zehn Arbeitstage und sechs Workshoptage mit dem externen Unternehmensberater Dennie Kemker angesetzt waren – die angehenden Industriekaufleute Tjorven Schultes, Kilian Hoffmann und Anja Gösele im dritten Lehrjahr, Philine Vienenkötter, Lena Grewe und Jannik Pieper im zweiten Lehrjahr sowie der angehende Fachinformatiker Björn Assling (zweites Lehrjahr). Sie erläuterten den aufwändigen Prozess vor der Filmvorführung: Das Projektteam befragte die Lloyd-Mitarbeiter zu ihrem Wissen über das Thema „Compliance“, beauftragte nach Gesprächen mit drei Filmdienstleistern die Bremer Agentur „Deichblick“. Es galt unter anderem, ein Drehbuch zu entwickeln, Drehorte und firmeninterne Darsteller auszuwählen. Und festzustellen, dass die tatsächlichen Dreharbeiten sich oft durch Unplanbares verzögern. Jannik Pieper: „Das Kreieren von Filmideen gestaltete sich oft spaßig, überwog eindeutig den Frust über im Laufe des Projektes zu verwerfende Ideen.“

Das Werk hat einen professionellen Look und ist trotz des sperrigen Themas – das war den Azubis besonders wichtig – unterhaltsam. Konkrete Handlungsoptionen in kritischen Situationen gibt es kaum, eine Spielszene zeigt etwa, wie mit größeren Geschenken von Geschäftspartnern umzugehen ist. Die Botschaft: Wenn man nicht sicher ist, wendet man sich an Vorgesetzte oder den Betriebsrat. In Statements von Lloyd-Mitarbeitern kommt zum Ausdruck, welche Werte im Unternehmen ihnen wichtig sind: Respektvoller Umgang mit den Kollegen, Ehrlichkeit und Teamgeist werden am häufigsten genannt. Der Film soll bei „Lloyd“ für Schulungszwecke genutzt werden.

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