„Priorität, Transparenz zu schaffen“

Zentralklinik: Rauschkolb wünscht Erläuterungen zu Standortauswertung

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Das ursprünglich als Gewerbegebiet „Vorwerker Heide“ vorgesehene Areal hatte die Stadt Sulingen als Standort für die Zentralklinik angeboten.

Sulingen – Den Schuh, sich als „schlechter Verlierer“ zu zeigen, zieht sich Dirk Rauschkolb nicht an. Angesichts einiger Reaktionen auf den Facebook-Post von Sulingens Bürgermeister nach Bekanntwerden der Rangfolge, die das Fachunternehmen Andree Consult für die Bewerbungen als Standort der Zentralklinik im Landkreis Diepholz ermittelte, stellt er klar: „Für mich hat absolute Priorität, Transparenz zu schaffen – vor allem für die Bürger.“

Im sozialen Netzwerk hatte Rauschkolb seine Enttäuschung geäußert, dass die Sulinger Grundstücksofferte für die Zentralklinik nur an dritter Stelle liegt, nach dem Areal in Twistringen-Borwede auf Platz eins und dem in Twistringen-Mörsen auf Platz drei. Die Bewertung sei in verschiedenen Punkten nicht nachvollziehbar: „Für mich und die Mitglieder des Stadtrates sind Fragen geblieben – und ich denke, die darf man stellen und sich wünschen, darauf Antworten zu bekommen. Und ich glaube, dass ich nicht nur für Sulingen spreche, wenn ich sage, dass die acht Kommunen, die Angebote gemacht haben, gerne verstehen würden, warum sie an welcher Stelle liegen.

Eine Zusammenfassung der Auswertung durch Andree Consult wurde am Freitag als Anhang des Beschlussvorschlags für die Standortentscheidung in der Kreistagssitzung am 22. Juni veröffentlicht. Zu den Hauptkriterien der Bewertungsmatrix sind Prozentangaben genannt, die zeigen sollen, in welchem Umfang die drei bestbewerteten Flächen die Anforderungen erfüllen – allerdings ohne Erläuterungen. Genau die wünsche man sich seitens der Stadt Sulingen, erklärt Rauschkolb. Konkret gehe es um die Punkte „Grundstücksbeschaffenheit“, „Regionalität, Wohnortnähe, Anbindung“, „Einzugsgebiet, Patientenwanderung, Abdeckung im Landkreis“ und „Öffentliche Erschließung: Anbindung an das Ver-/Entsorgungsnetz sowie an das ÖPNV- und Straßen-/Wegenetz im Landkreis“.

„Wenn wir eine fertig erschlossene Fläche haben, wo im Prinzip alles abgearbeitet ist, und auf der anderen Seite Flächen auf Rang eins und zwei, wo bauleitplanerisch außer einem Aufstellungsbeschluss noch nicht viel passiert ist, stellt man sich ja schon die Frage: Warum können die besser dastehen?“ Der Bürgermeister betont: „Es kann absolut sein, dass es dafür stichhaltige Begründungen gibt, die wir einfach nicht sehen. Aber das sind einfach Dinge, die uns umtreiben.“ Anhand der objektiven Bewertungsmatrix, die der Kreistag beschlossen hat, sei die Wertung erfolgt – „nur: Die verstehen wir eben nicht.“

Dirk Rauschkolb erhofft sich Antworten, etwa seitens Andree Consult. Vielleicht gebe es die ja schon am Dienstag in Stuhr: Das Thema Zentralklinik-Standort finde sich auf der Tagesordnung der Bürgermeisterkonferenz der Hauptverwaltungsbeamten im Landkreis Diepholz.

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