„Positive Entwicklung“

Region Sulingen: Arbeitslosenquote unverändert 4,2 Prozent

Sulingen - Die Arbeitslosigkeit ist im Zuständigkeitsbereich der Mitarbeiter der Geschäftsstelle Sulingen der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden im Monat Dezember geringfügig um drei auf aktuell 720 Personen gestiegen. „Das waren 131 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr“, heißt es in einer Pressemitteilung der Agentur. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug demnach mit Ende des Monats Dezember 4,2 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf exakt fünf Prozent.

Im letzten Monat des vergangenen Jahres meldeten sich 226 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 14 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 221 Personen ihre Arbeitslosigkeit (plus 44).

Seit Beginn des Jahres 2017 hatten die Sulinger Arbeitsvermittler insgesamt 2 806 Arbeitslosmeldungen registriert. „Das ist ein Plus von 108 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum“, heißt es in der Pressemitteilung.

Dem hätten 2 904 Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit (plus 240) gegenübergestanden.

Bestand an freien Stellen gesunken

Der Bestand an freien Arbeitsstellen in der Stadt Sulingen sowie in den Samtgemeinden Kirchdorf, Schwaförden und Siedenburg ist im Dezember 2017 um zwei auf 215 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 39 Meldungen freier Arbeitsstellen weniger.

Arbeitgeber meldeten im vergangenen Monat 42 neue freie Arbeitsstellen, eine weniger als vor einem Jahr.

Seit Januar gingen 607 Meldungen freier Arbeitsstellen bei den Mitarbeitern der Agentur in Sulingen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von neun.

„Positive Entwicklung auf dem örtlichen Arbeitsmarkt“

Die Arbeitslosigkeit hat sich im Dezember im Rechtskreis des Sozialgesetzbuches III (Arbeitslosenhilfe) um acht auf 276 Personen verringert. „Das waren 27 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat“, melden die Arbeitsvermittler.

Für den Bereich des Rechtskreises des Sozialgesetzbuches II (Hartz IV) sprechen sie von einer Zunahme der Arbeitslosigkeit um elf auf jetzt 444 Personen. Aber: „Das sind 104 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr“, heißt es in der Mitteilung.

Christoph Tietje, Leiter der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden, spricht von einer „positiven Entwicklung auf dem örtlichen Arbeitsmarkt“. Begünstigt worden sei die Entwicklung durch den milden Start in die Winterzeit. Das anhaltend gute Wetter habe dazu beitragen, dass in witterungsabhängigen Branchen weiterhin gearbeitet werden konnte.

Mit dem Beginn der Vorweihnachtszeit habe zusätzlich der Handel vermehrt Arbeitskräfte nachgefragt.

Jobchancen im Handel

„Das Vorweihnachtsgeschäft orientiert sich nicht am Thermometer. Und das ist gut so, denn davon profitieren die Menschen hier“, so Tietje. „Gerade der Handel bietet gute Möglichkeiten, auch längerfristig in neue Jobs einzusteigen.“

Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, aber beispielsweise gerade an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im Agenturbezirk im Dezember vergangenen Jahres bei knapp 16.000 Personen. Das waren 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr.

Als unterbeschäftigt gelten auch viele Flüchtlinge, die in Kursen Sprach- oder Berufskenntnisse erwerben, um ihre Chancen auf dem örtlichen Arbeitsmarkt zu erhöhen.

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