Wechsel in Sulinger Verwaltung: Neuer Fachbereich für Andreas Nordloh

Planung, Projekte, Pandemie

Andreas Nordloh leitet jetzt das Sulinger Bauamt und ist Wirtschaftsförderer des Mittelzentrums.  
Foto: S. Wendt
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Andreas Nordloh leitet jetzt das Sulinger Bauamt und ist Wirtschaftsförderer des Mittelzentrums. Foto: S. Wendt
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Sulingen – In Sachen Sulingen macht Andreas Nordloh so schnell keiner was vor: Schule, Ausbildung, Arbeitsstelle – alles im Mittelzentrum. „Ich kenne alles in Sulingen“, sagt der 47-Jährige und muss lachen ob der Frage, was er denn noch nicht frequentiert hat. Nach dem Ausbildungsende im Jahr 1995 wechselte Nordloh gleich in den Fachbereich Finanzen der Stadtverwaltung, den er seit 2006 leitete. Um die Finanzen kümmert sich jetzt Stefanie Backhaus, Nordloh leitet nun den Fachbereich Bauen, Planung und Ordnung – und ist überdies Wirtschaftsförderer.

Schon sonst ein hübsches Paket an Aufgaben, aber mit dem Zusatz der Corona-Pandemie eine besondere Herausforderung, oder? Nordloh zeigt sich als Teamplayer und verweist auf seine Teamleiter, versierte Kollegen, die für die Bereiche Planung (Wiebke Blohm), Bauen (Christoph Nitsche) und Ordnung (Nicole Kossinna) zuständig sind. In der Wirtschaftsförderung wird Nordloh unterstützt durch Christina Hollmann.

Nordlohs Tür steht ständig offen, weil ständig eine Frage zu klären ist. Außerdem klingelt das Telefon. In Zeiten von Corona hat das Rathausteam zunächst im Schichtbetrieb gearbeitet, es gab Homeoffice – denn trotz allem sind Projekte, die bereits angelaufen waren, weitergeführt worden, erklärt Nordloh.

Auch die bereits angeschobenen Planungen habe man weiterverfolgt. Aber natürlich stecke manches nicht mehr im Zeitplan.

Alles runterzufahren sei einfacher gewesen, als jetzt alles wieder raufzufahren, sagt der Fachbereichsleiter. Die mitunter täglich wechselnden Vorgaben sind zu kommunizieren, ihre Einhaltung zu kontrollieren und gleichzeitig gilt es, Planungen weiterzutreiben: Einzelhandelsentwicklungskonzept, Masterplan Stadtentwicklung, Sanierungsverfahren Sulingen-Zentrum. Bei Letztgenanntem wäre man gerne weiter, die coronabedingten Auflagen haben jedoch gebremst: „Uns fehlen noch die Bürgerbeteiligung und die Arbeitskreissitzungen“, sagt Nordloh. Die sollen in der zweiten Jahreshälfte folgen. Als besondere Beispiele nennt der Fachbereichsleiter die Bereiche der Kirchenkreuzung und der Schmelingstraße. „Baustelle“, die Fachbereichsleiter und Wirtschaftsförderer gleichermaßen fordert, ist auch die Stadtkernsanierung.

Die sonst gerne persönlich erfolgte Kontaktaufnahme zu den Akteuren aus Handel, Handwerk und Wirtschaft unterliegt derzeit ebenso Auflagen, gleichwohl seien Briefe und Mails rausgegangen, die ihn als Ansprechpartner ausweisen, berichtet Nordloh. Die einzelnen Berufsverbände würden sich sehr gut um die speziellen Anforderungen an ihre Mitgliedsbetriebe kümmern. Dass die Verwaltungsmitarbeiter dabei natürlich ebenso immer wieder als Ansprechpartner dienen, liegt in der Natur der Projekte, die angeschoben wurden. Laufende Maßnahmen rund um die Erschließung von Gebieten für Wohnbau (etwa hinter dem ehemaligen Autohaus Langhang) oder für gewerbliche Zwecke (für „Mühlenkamps Feld“ etwa wird eine weitere Zuwegung geplant) stehen dabei ganz vorne. Dazu gesellen sich Maßnahmen in den Ortsteilen, beispielsweise rund um die Sportstätten in Groß Lessen.

Mit der Ernennung von Andreas Nordloh als Leiter soll in dem Fachbereich, der in den vergangenen Jahren mehrere Personalwechsel und Vakanzen erlebt hat, Ruhe einkehren.

Das Thema Finanzen wird Nordloh indes nicht gänzlich los: Es wird dann wieder aktuell, wenn es etwa um Fördermittel geht bei Projekten in der Sulinger City. Zum Beispiel um alte oder marode Bausubstanz umzuwandeln in nachgefragte Innenstadtimmobilien. Und im Hinblick auf die Finanzierung kündigt Nordloh an, dass keines der angeschobenen Projekte abgesetzt werde (darunter die Erschließung „Im Langel“ oder die Bauarbeiten an der Lönsstraße). „Die Frage ist aber, ob wir einzelne Maßnahmen schieben müssen.“

Welche Chancen sieht Nordloh für jene, die sich selbstständig machen wollen in Sulingen? „Die sind immer da. Aktuell aber bleibt die Frage, gerade auch für den Einzelhandel und die Gastronomie: Wie verhält sich der Verbraucher? Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit sorgen für Zurückhaltung bei den Kunden. Die Innenstadt ist nicht so stark frequentiert derzeit.“

Dorfmensch Nordloh schätzt derweil die Zeit mit Ehefrau und Tochter, die umso großzügiger ausfällt, weil die sonst noch anstehenden Vereinsaktivitäten in der Freizeit derzeit allesamt gestrichen sind. Und die umso mehr Möglichkeiten bietet, doch noch unbekannte Ecken in Sulingen und umzu zu entdecken.

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