Aus für Plan an der Südstraße

Lebenshilfe Grafschaft Diepholz überdenkt inklusives Wohnprojekt

+
Annette Lüneburg ist Geschäftsführerin der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz.

Sulingen - Vorstand des Vereins Lebenshilfe Grafschaft Diepholz und Geschäftsführung der gleichnamigen gemeinnützigen Gesellschaft verabschieden sich von den Planungen eines inklusiven Wohnprojektes an der Sulinger Südstraße; nicht zuletzt aus Kostengründen. Das wurde am Mittwochabend während der Jahreshauptversammlung des Vereins im Café Delsul deutlich.

Alternativ beschäftige sich man derzeit mit kleinteiligeren Alternativen, nicht nur am Standort Sulingen, wie Geschäftsführerin Annette Lüneburg am Donnerstag ergänzend mitteilte. Grundlage ist eine Umfrage, die jetzt unter möglichen zukünftigen Nutzern starte.

Die Idee der Schaffung eines inklusiven Wohnprojektes in unmittelbarer Nachbarschaft des von der Deutschen Telekom genutzten Grundstückes an der Südstraße hatte Annette Lüneburg gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Axel Knoerig und dem Architekten Gunter Koop erstmals im August 2017 öffentlich gemacht. Im März dieses Jahres sprach Architekt Gunter Koop davon, dass bereits ein Bauvorbescheid vorliege.

Mittwochabend bestätigte die Geschäftsführerin auf Nachfrage aus den Mitgliederreihen das Aus der Planungen für den Standort Südstraße. Die Vorstellungen des Kaufpreises des Anbieters decke sich bei weitem nicht mit denen der Lebenshilfe. Zusätzlich erschwerten die Rahmenbedingungen eine Umsetzung der bisherigen Planungen: Das vorhandene Gebäude auf dem Grundstück müsse bestehen bleiben, weil sich darin „noch Fernmeldetechnik befindet“. Der Sendeturm wird weiter benötigt.

Annette Lüneburg mit Blick auch in die Nachbarschaft: „Was ist mit Wohnen in Diepholz?“ In der Kreisstadt sei der Unternehmensbereich „Wohnen“ unterrepräsentiert. Auch dort gelte es den Status quo zu verbessern. Die Geschäftsführerin wörtlich: „Wir müssen auch an die Zukunft denken.“ Aktuell favorisiere man kleinteiligere Lösungen; an den Standorten Diepholz und Sulingen.

Die Überlegungen, das Wohnheim der Lebenshilfe am Schwafördener Weg in Sulingen zu modernisieren, blieben von den aktuellen Überlegungen unberührt. „Am Schwafördener Weg können wir uns aber auch nicht weiter ausbreiten.“

Bürgermeister Dirk Rauschkolb, selbst Teilnehmer der Versammlung: „Von dem Kurswechsel war mir bisher nichts bekannt. Unsere Haltung war und ist, soziale Einrichtungen und deren Träger nach besten Möglichkeiten zu unterstützen; wenn das denn gewünscht wird und wir gefragt werden.“

Noch gestern sagte er Annette Lüneburg bei der Suche nach Alternativen in einem Telefonat die Unterstützung der Stadtverwaltung zu.

Ursprünglich hatte die Lebenshilfe den Bau eines Mehrparteienhauses mit zehn Wohnungen für Menschen mit und fünf für Bewohner ohne Behinderung vorgesehen. Zusätzlich Möglichkeiten der Begegnung. Zentraler Aspekt war die Erreichbarkeit von Behörden, Bildungseinrichtungen, Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten, ohne öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrdienste in Anspruch nehmen zu müssen. 

oti

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Queen am 93. Geburtstag beim Ostergottesdienst

Queen am 93. Geburtstag beim Ostergottesdienst

Osterrallye im Verdener Stadtwald

Osterrallye im Verdener Stadtwald

Osterfeuer in der Gemeinde Kirchlinteln - die Fotos

Osterfeuer in der Gemeinde Kirchlinteln - die Fotos

„So ein Kackei kann man Pavlenka nicht antun“: Die Netzreaktionen zur Partie #FCBSVW

„So ein Kackei kann man Pavlenka nicht antun“: Die Netzreaktionen zur Partie #FCBSVW

Meistgelesene Artikel

Feuer zerstört rund 250 Jahre alten Reetdach-Hof in Wöpse

Feuer zerstört rund 250 Jahre alten Reetdach-Hof in Wöpse

Osterfeuer greift auf 180 Rundballen und einige Autoreifen über

Osterfeuer greift auf 180 Rundballen und einige Autoreifen über

Elterntaxis im Kreis Diepholz: Ein Problem mit vielen Gefahren

Elterntaxis im Kreis Diepholz: Ein Problem mit vielen Gefahren

Heimat und Geborgenheit: Warum unsere Region für viele attraktiv ist

Heimat und Geborgenheit: Warum unsere Region für viele attraktiv ist

Kommentare