Auch Berufsschüler nutzen Auto-Check der Dekra in Sulingen für junge Fahrer

Plakette bleibt in jedem Fall dran

Der Wagen von Annabell Siemers ist technisch topfit, das bekommt sie von Johann Morasch auch schriftlich. - Fotos: Behling

Sulingen - Mehr Sicherheit für junge Autofahrer ist das Ziel der Aktion „Safety Check“ der Dekra, die derzeit zum zweiten Mal auch in der Außenstelle Sulingen der Niederlassung Vechta angeboten wird: 18- bis 24-Jährige können ihren Wagen kostenlos auf Mängel prüfen lassen – ohne fürchten zu müssen, dass ihnen die Hauptuntersuchungs-Plakette vom Nummernschild gekratzt wird.

Die Gefahr, bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen, „ist für Autofahrer in dieser Altersgruppe fast doppelt so groß wie für den Durchschnitt der Bevölkerung“, weiß Niederlassungsleiter Uwe Hildebrand. Das liege nicht allein an höherer Risikobereitschaft und mangelnder Fahrpraxis: „Fahranfänger sind sehr häufig mit alten, oft unzureichend gewarteten Autos unterwegs.“ 2015 hätten beim Safety Check 74,4 Prozent der vorgestellten Fahrzeuge sicherheitsrelevante Mängel aufgewiesen – „vor allem an den Bremsen, dem Fahrwerk und den Reifen.“

Es sind die typischen Verschleißerscheinungen, die er an den zumeist zwischen zehn und 15 Jahre alten Wagen feststellt, bestätigt Dekra-Mitarbeiter Johann Morasch. Am Montag hat er es vor allem mit Vehikeln von Schülern am Standort Sulingen des Berufsbildungszentrums Dr. Jürgen Ulderup zu tun. Hier wirbt Oberstudienrat Gerhard Tripp über die Klassenlehrer für die Teilnahme, koordiniert mit der Dekra die Zeiten, zu denen die Schüler gruppenweise mit ihren Autos vorstellig werden: „65 machen insgesamt mit. Es ist schön, wenn sie kostenlos eine Rückmeldung bekommen, was an ihren Fahrzeugen gemacht werden sollte – und es kann ihnen ja nichts passieren.“ Tripp befürwortet die Aktion nachdrücklich: „Allein aus meinen Klassen kamen in den vergangenen 25 Jahren drei junge Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben.“

Der Wagen von Annabell Siemers ist technisch topfit, das bekommt sie von Johann Morasch auch schriftlich. - Fotos: Behling

Nicht eben der typische Kandidat beim Safety Check ist der BMW X1, mit dem Annabell Siemers (22) vorfährt: Mit Baujahr 2011 ist der Wagen der Auszubildenden zur Groß- und Außenhandelskauffrau aus Rehden noch ein „junger Hüpfer“, entsprechend gelassen sieht sie der Prüfung entgegen. „Ich muss bald zur Inspektion, zeigt das Display an. Das mache ich auch auf alle Fälle.“ Johann Morasch nimmt den BMW unter die Lupe: Er ist technisch topfit. Noch bis zum 1. Juli gibt es den Safety Check für Autofahrerinnen und -fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren – einen Termin müssen sie laut Morasch nicht vereinbaren, „sie können einfach während unserer Öffnungszeiten vorbeikommen.“

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