23. Hilfstransport rollt in der Nacht zum Sonntag 

60 Pflegebetten huckepack

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Letzte Vorbereitungen für den Hilfstransport: Initiator Friedhelm Hartkamp mit Torsten Breiter und Peter Schnabel beim Beladen des Lkw (von links).

Sulingen - Am Mittwoch hatten die Helfer mit dem Laden begonnen, Donnerstagmorgen standen noch Restarbeiten an. Gegen 12 Uhr meldeten Peter Schnabel und Torsten Breiter: „Nichts geht mehr.“

Friedhelm Hartkamp nahm das zufrieden zur Kenntnis. Mit zwei Lkw der Spedition Gerdes und Landwehr und einem Van setzt sich in Sulingen in der Nacht zum Montag erneut ein Hilfstransport in Richtung Litauen in Bewegung; der 18., der von dem Groß Lessener Friedhelm Hartkamp initiiert wird. Begleiten werden den Transport neben Hartkamp und Breiter Jens Buscher, John-Henrik und Theo Landwehr, Gerd Röttger und der Hobby-Filmemacher Uwe Kordes.

Für Kordes ist der Hilfstransport der erste, den er mit der Filmkamera begleitet. „Eine spannende Geschichte“, sagt er. „Ich bin gespannt auf die Leute in Litauen; wie die wohnen und wie die leben.“ Kordes mit Blick auf die Filmausrüstung: „Da wird sich einiges ergeben, was interessant ist.“

Speziell vorbereitet habe er sich auf die Begleitung des Transportes nicht. „Klar, man muss eine Art Drehbuch im Kopf haben. Man muss wissen, was soll gezeigt werden, welche Informationen sind wichtig für das Video, damit sich die Leute, die sich nachher den Film angucken, sich auch vorstellen können, was da eigentlich los ist.“ Kurzum: „Am Ende sollen sich Außenstehende ein Bild machen können: Was läuft da eigentlich ab? Was ist vor Ort tatsächlich los? Was sind das für Leute, die auf Hilfsgüter, wie wir sie nach Litauen bringen, tatsächlich warten?“

Voll beladen sind die beiden Auflieger unter anderem mit Inventar, das bis dato den Bewohnern der Sulinger Senioreneinrichtung „Haus am Suletal“ treue Dienste leistete. Friedhelm Hartkamp spricht unter anderem von 60 Betten, die mit spezieller Elektrotechnik für den Einsatz in Senioren- und Pflegeheimen ausgestattet sind, von Stühlen, Tischen und Schränken, die nach dem Bezug des Neubaus des „Hauses am Suletel“ für die Mitarbeiter und Bewohner der Einrichtung an der Memelstraße entbehrlich geworden waren.

Nutznießer sind unter anderem die 50 Bewohner und Mitarbeiter eines Seniorenheims in der Nähe der litauischen Gemeinde Jurbarkas. Hartkamp: „Der Kontakt ist über Pfarrer Virginijus Kelertas zustande gekommen, den ich von früheren Besuchen her kenne.“ Laut Kelertas verfüge die Senioreneinrichtung bei Jurbarkas kaum über Pflegebetten. „Für die Bewohner und die Pfleger ist das eine Zumutung.“

Erste Station in Litauen ist für die Gruppe, wie in den Vorjahren, Sakiai. Die örtliche Kirchengemeinde unterhält in der 6 .000 Einwohner zählenden Kleinstadt ein Kinderheim. „Von dort fahren wie nach Silute, zwei Autostunden von Sakiai entfernt.“ Dort wird die Gruppe aus der Region Sulingen von den Mitarbeitern des Projektes „Gabrielius“ erwartet. In dem Projekt werden von Drogen abhängige junge Männer betreut.

Drittes Etappenziel ist die Diakoniestation „Sandorra“ in Klaipeda, wo die übrigen zehn Betten abgeladen werden; an einer Einrichtung für Tuberkulose-Patienten.

Für Friedhelm Hartkamp, der vor den Hilfstransporten nach Litauen bereits welche nach Kaliningrad organisiert hatte, ist der insgesamt 23. Transport schon wegen der Art und Menge der Hilfsgüter ein besonderer: „Wir haben bereits vor anderthalb Jahren mit den Planungen begonnen; nachdem Hanna Albers an mich herangetreten war, ob wir Verwendung für das Inventar hätten.“ Hanna Albers ist Pflegedienstleiterin des Hauses am Suletal in Sulingen. „Problematisch war eigentlich nur, dass wir den Zeitpunkt des Transportes mit den Umzug in den Neubau abstimmen mussten. Aber auch das haben wir geschafft.“ - oti

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