Kreisausschuss stimmt Gesprächen zu

Grundstücksübertragung als Perspektive für ehemalige Sulinger Grundschule

Vertieft in die Pläne des Gebäudes: Landrat Cord Bockhop (links) und Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb.
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Vertieft in die Pläne des Gebäudes: Landrat Cord Bockhop (links) und Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb.

Sulingen – Gute Nachrichten im Gepäck hatte Landrat Cord Bockhop, als er am Freitag – mit dem gebührenden Abstand – in der Pausenhalle der ehemaligen Sulinger Grundschule auf Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb traf: Der Kreisausschuss habe beschlossen, mit der Stadt Gespräche aufzunehmen über eine Rückübertragung des Grundstücks.

Im Jahr 2015 hatten sich Stadt und Landkreis Diepholz darauf verständigt, zwei Grundstücke zu tauschen: Der Landkreis erhielt die Fläche an der Schmelingstraße, in unmittelbarer Nähe zum Gymnasium und zur Klinik, während die Stadt dafür das Grundstück der früheren Realschule an der Straße „Am Deepenpool“ bekam, um darauf den Neubau der Grundschule errichten zu können. Inzwischen aber ist das frühere Grundschulgebäude, in dem immer noch die Stadtbücherei ansässig ist, in den Fokus gerückt bei den Planungen für die Sanierung Sulingen-Mitte.

„Wenn man ein Sanierungsgebiet auflegt, kann man das am Reißbrett und mit Experten machen, aber man sollte es nicht ohne den Eigentümer machen“, so Bockhop. Der Landkreis sei immer wieder damit konfrontiert, dass Bürgermeister ihre Kommunen entwickeln wollen, und bereits im Vorjahr habe man mit den Bürgermeistern der drei bisherigen Klinik-Standorte Gespräche über eine Nachnutzung der Grundstücke geführt. Im Nachgang sei aber schnell festgestellt worden, dass der Landkreis einen Großteil des Geländes für eine mögliche Erweiterung des Gymnasiums reservieren wolle. „Das eilt aber auch nicht“ – eine Nachnutzung der Klinik sei ja erst in sieben Jahren ein Thema.

Das mehr als 11 000 Quadratmeter große Grundschulgelände, inklusive der früheren Hausmeisterwohnung, werde dafür nicht benötigt. „Ich kann mir aber vorstellen, dass der Landkreis beim Stichwort sozio-kulturelles Zentrum mitentwickelt, wenn das gewünscht ist“, sagt der Landrat. Drei Zielrichtungen seien da für ihn denkbar: eine dauerhafte Ansiedlung von Kreismusik- und Volkshochschule in der Nähe des Gymnasiums, eine Nutzung der Sporthalle als Ausweichmöglichkeit für das Gymnasium und das Thema Gesundheit. „Das wird hier am Standort weiterhin eine Rolle spielen.“

Vorstellbar sei beispielsweise ein medizinisches Versorgungszentrum, das eine Lösung biete für die Wochenenddienste, oder in dem sich Arztpraxen an einem gemeinsamen Standort Medizintechnik oder ein Eingangsportal teilen könnten. Die Ideen dazu müssten aus dem Sulinger Land selbst kommen: „Wir brauchen die örtlichen und regionalen Kenntnisse.“

„Wir werden zur Sicherstellung der Versorgung ein regionales Versorgungszentrum benötigen“, ergänzte Dirk Rauschkolb. Dazu werde man mit den ansässigen Ärzten sprechen, aber es gebe auch schon konkrete Ideen. Der Arbeitskreis medizinische Versorgung habe bereits einige entwickelt, „aber wir nehmen gerne noch Hilfe von Partnern an.“

Noch sammelt sich das Laub im Haupteingang der ehemaligen Sulinger Grundschule.

Das gelte auch für andere Bereiche, merkte der Landrat an: „Was hier am Standort für das Schulsystem passiert ist, ist bemerkenswert.“ Neben dem Grundschulneubau gelte das auch für die Bauten am Gymnasium und am Berufsbildungszentrum sowie bei der Sanierung der Förderschule – hier gebe es eine hohe Dynamik für das Mittelzentrum und das Sulinger Land. „Man darf das Geleistete nicht vergessen: Wir haben das gemacht, weil wir den Bedarf erkannt haben.“

Die Details für die Übertragung des Grundstücks sollten nun besprochen werden, damit sie zeitnah umgesetzt werden können, wenn die Sanierung anläuft. Es sei aber schön, dass schon in Gespräche eingestiegen werde, noch bevor die Tinte trocken ist. Die werde aber dank der vertrauensvollen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit ohnehin kaum benötigt. „Hier ist etwas in Gang gekommen, und es zeichnet sich eine positive Entwicklung ab für das Mittelzentrum“, so der Bürgermeister.

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