Projekt „Tapetenwechsel“

Partner rühren schon den Kleister an

Gastgeber und Moderator: Philipp Leymann, Vorsitzender der Initiative Sulingen (links), und Horst Heinicke, Produktmanager Städtebau der Planungsgesellschaft Sweco. - Foto: Schlotmann

Sulingen - Mitglieder des Vorstandes der Initiative Sulingen und der Arbeitsgruppe „Wohlfühlstadt“ des Bürgerbeteiligungsprozesses „Wir sind Sulingen 2.029“ sind am Mittwochabend in das Projekt „Tapetenwechsel“ eingestiegen. Ziel des Prozesses: die Entwicklung von Ideen, die mittel- bis langfristig zu einer Attraktivitätssteigerung der Langen Straße und damit der Sulinger Einkaufsmeile führen sollen. Moderiert wird der Prozess durch Horst Heinicke, Produktmanager Städtebau der Planungsgesellschaft Sweco.

15.000 Euro stellt die „Initiative“ laut Philipp Leymann für den Prozess zur Verfügung, der gemeinsam mit Rita Mohrmann, Sprecherin der Arbeitsgruppe „Wohlfülstadt“, zum ersten von noch mindestens fünf folgenden Erörterungsterminen eingeladen hatte. Am Ende soll dann, nach Vorschlag von Moderator Horst Heinicke, eine öffentliche Ergebnispräsentation stehen; gegebenenfalls als Kick-off für folgende Maßnahmen.

Projektpartner und Moderator zusammengeführt hatte Helmut Weiß, Mitarbeiter der Arbeitsgruppe „Wohlfühlstadt“, der im Juni während der Jahreshauptversammlung der „Initiative“ vor deren Mitgliedern für die Beteiligung an dem Projekt geworben hatte. „Mit kleinen Ausnahmen ist die Lange Straße seit 25 Jahren nicht mehr angefasst worden. Es ist zwar nichts verloddert, aber eine Aufwertung sollte doch jetzt mal Thema sein“, sagt Helmut Weiß.

Identifiziert haben die Veranstaltungsteilnehmer, neben Vertretern der Initiative und des Bürgerbeteiligungsprozesses auch welche aus Rat und Verwaltung sowie der Stadtentwicklungsgesellschaft und des Kulturvereins, am Mittwoch drei Handlungsfelder, auf denen sie sich in den kommenden neun Monaten bewegen wollen: Neben Inszenierungen des öffentlichen Raumes das Leerstandsmanagement sowie planerische Gestaltungsmaßnahmen, die auch Illuminationen beinhalten sollen. Die Ursprungsidee, auch Fragen der Verkehrsplanung im Rahmen des Prozesses zu erörtern, verwarf die Gruppe am Mittwoch. Bürgermeister Dirk Rauschkolb: „Das ist Aufgabe der Arbeitsgruppe Verkehr des Ausschusses für Planung und Bau, die auch öffentlich tagt.“

Horst Heinicke hat die zuerst formulierte Absicht, die von der Gruppe festgelegten Handlungsfelder in der Form von Ideenwettbewerben abzuarbeiten, verworfen, regte am Mittwoch alternativ ein Dialogverfahren mit ausgewählten Experten an.

In die Dialogphase einsteigen wollen die Projektpartner voraussichtlich im Februar kommenden Jahres.

Die Auswertung der Expertengespräche und die Vorbereitung der öffentlichen Präsentation sollen dann im Juni folgen.

Die Erwartungen, die die Prozessteilnehmer an sich selbst stellen, sind groß. Philipp Leymann für die „Initiative“: „Die Mitglieder haben mit großen Hoffnungen das Geld in den Ring geworfen.“ Bürgermeister Dirk Rauschkolb mit dem Blick auf die erwarteten Ideen und Maßnahmenvorschläge: „Ich hoffe, dass das Papier reicht.“

Erste Wünsche wurden schon am Mittwochabend laut; angefangen bei gezielten Illuminationen über Wasserspiele und die Bespielung des öffentlichen aber auch gewerblichen Raumes mit unterschiedlichen Aktionen bis zu hin zu gestalterischen Maßnahmen.

oti

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