Sonnabend „Tag der offenen Tür“ 

Palliativstützpunkt: „Wir sind angekommen“

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Auf gute Nachbarschaft: Bianca Sengün, leitende Koordinatorin des Palliativstützpunktes Landkreis Diepholz (links), und Petra Brackmann, Leiterin des Hospizes Zugvogel.

Sulingen - „Wir sind angekommen. Jetzt können wir in angenehmer Atmosphäre unserer Arbeit nachgehen“, sagt Bianca Sengün, leitende Koordinatorin des Palliativstützpunktes Landkreis Diepholz, der nach dem Umzug aus dem beengten Domizil im Gebäude Lange Straße 96a seinen Standort in einem neuen Bürogebäude am Wiesenweg gefunden hat. Für Sonnabend, 27. Oktober (11 bis 16 Uhr), bitten die Mitarbeiter zu einem Tag der offenen Tür (wir berichteten).

Die Mitarbeiter des Palliativstützpunktes bieten Patienten aus dem Landkreis Diepholz in der letzten Phase ihres Lebens eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) an. Wer einer besonders aufwendigen Versorgung bedarf, weil er an einer nicht heilbaren, fortschreitenden Erkrankung leidet, hat darauf seit 2007 einen Rechtsanspruch.

„Wir schenken den Bedürfnissen dieser Patienten, aber auch ihren Angehörigen besondere Aufmerksamkeit“, sagt Bianca Sengün. Ziel der Palliativversorgung ist, schwerkranken Menschen einen weitgehend schmerzfreien und zugleich würdevollen Abschied zu ermöglichen und ihnen bis zum Ende einen Verbleib in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Die SAPV ergänzt die Versorgung durch den Hausarzt.

Laut Bianca Sengün hat der Palliativstützpunkt in den vergangenen Jahren über 1400 Patienten versorgt. Bislang standen den Mitarbeitern der als gemeinnützig anerkannten Einrichtung 70 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung, im Neubau am Wiesenweg sind es an die 250. Der Palliativstützpunkt vis-à-vis dem Hospiz „Zugvogel“ nutzt das Obergeschoss des Gebäudes, das Erdgeschoss hat im September die Sozialstation Sulinger Land bezogen.

Schulungen und Weiterbildungen sind geplant>

Neben Büros für die hauptamtlichen Mitarbeiter – Bianca Sengün, Anke Stirnat und Lena Witte (Koordinatorinnen), Psychoonkologin Brigitte Meyer, Palliativmediziner Gerd Altrogge und Bärbel Sandmann (Verwaltung) – verfügt es über Sanitärräume, Küche, einen Aufenthaltsraum und einen Schulungsraum.

„Wir können künftig interne und externe Schulungen durchführen“ sagt Bianca Sengün. Auch die Mitarbeiter des Hospizes werden die Räumlichkeiten für Weiterbildungsangebote nutzen: Zwischen dem Palliativstützpunkt und dem Hospiz besteht nicht nur eine räumliche Nähe: Der Verein Palliativstützpunkt im Landkreis Diepholz ist Träger beider Einrichtungen, sie arbeiten eng zusammen.

Eine feste Anlaufstelle im Verwaltungsgebäude am Wiesenweg hat auch der „Ambulante Hospizdienst Sulingen und umzu“. Er ist ebenso Teil des im Stützpunkt gebündelten Hilfs- und Informationsangebots von Kooperationspartnern, die Hand in Hand die medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Behandlung und Begleitung von Schwerstkranken und ihren Familien sicherstellen. - mks

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