Osterfeuer in Sulingen 

Rauchwolke weist den Weg

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Blick aus dem Korb der Drehleiter auf den Osterfeuerplatz, das Informa-Gelände am Hasseler Weg.

Sulingen - Zahlreiche Osterfeuer zogen am Wochenende im Sulinger Land die Besucher an – auf eines wies am frühen Samstagabend eine dicke Rauchwolke hin, die vom Informa-Gelände gen Osten zog. „Das Holz ist nass geworden. Und es ist viel Nadelholz dabei“, erklärte Ortsbrandmeister Ralf Schröder. Eine halbe Stunde später löste sich der Qualm auf, die Besucher rückten näher ans Feuer.

Seit fünf Jahren lädt die Ortsfeuerwehr Sulingen zum Osterfeuer auf den Platz am Hasseler Weg ein – ein passendes, zentrumsnahes Gelände: Einwohner hatten hier in den letzten Tagen Baum- und Strauchschnitt angefahren, das die Feuerwehrkräfte am Samstagmorgen aufschichteten. Die Veranstaltung begann mit der traditionellen Ostereiersuche, zu der sich um 18.15 Uhr schon knapp 60 Kinder einfanden. Schröder rechnete mit „300 bis 500 Besuchern“: Erfahrungswerte.

Dass Familien Lust hatten zu kommen und zu bleiben, lag unter anderem an den Angeboten für Kinder. Jugendfeuerwehrwartin Natascha Meyer-Gaumann und ihr Helferteam waren auf einen großen Ansturm eingerichtet. Sie hatten 50 fingerdicke Ruten geschnitten, um die die Kinder Stockbrotteig wickeln und über den Feuerkörben selbst rösten durften. Um 20 Uhr hatte die „Kundschaft“ bereits 35 der 50 Kilogramm Teig, den Bäckermeister Geert Teerling vorbereitet hatte, zu leckerem Ostergebäck verarbeitet.

Das Stockbrotbacken über Feuerkörben kam bei den Kinder sehr gut an. 

Gefragt war das Angebot von Maschinist Andre Kehlbeck: Er kutschierte kleine und große Gäste mit dem Löschgruppenfahrzeug „um den Pudding“, bei den Kindern kam der Einsatz von Martinshorn und Blaulicht besonders gut an. An der Haltestelle bildeten sich zeitweise lange Warteschlangen. Das Feuerwehrhaus auf Mühlenkamps Feld stand am Samstagabend leer, die Feuerwehr hatte ihre ganze Fahrzeugflotte auf dem Informa-Gelände geparkt. Einerseits zu Demonstrationszwecken, anderseits, um von dort zu möglichen Einsätzen zu fahren.

Auch die Bewirtung der Osterfeuerbesucher übernahm die Feuerwehr in Eigenregie. „Die Sache bringt Spaß. Und auch ein bisschen Geld in die Kasse“, sagte Ralf Schröder. 26 aktive Kameraden und zwölf Mitglieder der Jugendfeuerwehr hatten sich am Samstag in den Dienst der guten Sache gestellt. Während die Jugendlichen um 21 Uhr in den Feierabend geschickt wurden, waren die Erwachsenen auf einen langen Abend eingestellt.

Schröder: „Damit wir am dann Sonntag in Ruhe Ostern feiern können, wird heute noch abgebaut und abgeräumt. Ich schätze, vor 3 Uhr nachts kommen wir nicht ins Bett.“ 

mks

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