Thomas Baier Vorsitzender

Ortsverband anerkannt: „Die PARTEI“ jetzt mit Gliederung in Sulingen 

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Thomas Baier, Ortsverbands-Chef von „Die PARTEI“. 

Sulingen - Grund zum Feiern für Thomas Baier – und seine Mitstreiter Pascal Gerdes, Fred Arndt und Christopher Ostermann: Baier, der nach den Kommunalwahlen im Herbst vergangenen Jahres auf Wahlvorschlag für „Die PARTEI“ in den Rat der Stadt Sulingen eingezogen war, hatte im April die Gründung eines Ortsverbandes angeschoben; des laut Internetseiten des Kreisverbandes ersten und bis heute einzigen im Landkreis Diepholz. „Jetzt liegt die Anerkennung vor“, erklärte der 53-Jährige am Mittwoch.

Die Aufgaben im Vorstand des Ortsverbandes sind längst verteilt. Vorsitzendem Baier steht Kreisvorstandsmitglied Pascal Gerdes als Stellvertreter zur Seite. Die Finanzen behält Fred Arndt im Blick. Christopher Ostermann übernimmt die Funktion eines „Cooperative Operator“.

Wird die Ernsthaftigkeit von „Die PARTEI“, die 2004 von Redakteuren des Satiremagazins Titanic gegründet worden war, gelegentlich noch in Frage gestellt, nimmt Baier seine Aufgaben nach wie vor ernst; als Vorsitzender des Ortsverbandes, aber genauso als ordentliches Mitglied im Rat der Stadt Sulingen.

Heute, Donnerstag, etwa, trifft man sich um 19.30 Uhr im Sulinger Lindeneck. Gäste sind dann Bundestagskandidatin Sarah Ellen Herfort und Landtagskandidat Torsten Kobelt. Thomas Baier: „Wir besprechen die letzten Schritte im Bundestagswahlkampf.“ Unter anderem werde sich Sarah Ellen Herfort am Vortag der Bundestagswahl, am Sonnabend, 23. September, im Bereich des Sulinger Wochenmarktes den Sulingerinnen und Sulingern vorstellen.

„Satire kommt dann auf die Agenda, wenn es passt.“

Der Vorsitzende des Sulinger Ortsverbandes, im Hauptberuf Landesbediensteter im Amt für regionale Landesentwicklung, ist im (kommunal-)politischen Alltag längst angekommen. „Ich nehme die Kommunalpolitik ernst. Satire kommt dann auf die Agenda, wenn es passt.“ Er selbst sei vor „drei bis vier Jahren“ „Die PARTEI“ beigetreten. „Definitiv aus Frust über die Tagespolitik im Bund; zunächst nur als zahlendes und lachendes Mitglied. Das ist jetzt auch noch der Grund, warum ich dabei bin.“

Dass die politische Gruppierung landauf und landab in die Kategorie „Satire“ eingeordnet wird, stört den Sulinger weniger. Im Gegenteil: „Satire kann ein nettes Mittel sein, Meinungen und Ansichten zu vertreten – und auf Missstände hinzuweisen.“

War er im Herbst vergangen Jahres vereinzelt im Bekanntenkreis für seine Kandidatur für „Die PARTEI“ für den Rat der Stadt Sulingen belächelt worden, freue er sich heute, fast genau ein Jahr später, über die Akzeptanz. Auch über die des politischen Mitbewerbers: „Es ist doch eine Menge Arbeit, wenn man das ernst nimmt. Aber man kann auch eine Menge bewegen – am Ende, egal ob mit Satire oder ohne.“ 

 oti

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