Ortsfeuerwehr Lindern übernimmt Fahrzeug / Stadt investiert 100722 Euro

Schnellere Einsatzbereitschaft

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Fahrzeugübergabe am Freitag in Lindern: Stellvertretender Ortsbrandmeister Dirk Mohrmann, Erich Schlamann, Irma Gerdes, Heinfried Melloh, Dirk Rauschkolb, Stephanie Schulz (Firma Meyer), stellvertretender Stadtbrandmeister Jens Warner und Uwe Stubbemann.

Lindern - Die Ortsfeuerwehr Lindern hatte das neue TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank), aber auch das Vorgängerfahrzeug festlich geschmückt. „Das zeigt die enge Verbundenheit“, stellte Bürgermeister Dirk Rauschkolb bei der Übergabe am Freitagabend fest. Nach 28 Jahren waren Ersatzbeschaffungen für das TSF und die defekte Tragkraftspritze – ebenfalls Baujahr 1987 – unumgänglich. Stadtbrandmeister Heinfried Melloh dankte Rat und Verwaltung für die Investition in die Sicherheit der Bürger. Mit dem TSF-W habe als letzte Ortsfeuerwehr im Stadtgebiet nun auch Lindern ein wasserführendes Fahrzeug zur Verfügung: „Das bedeutet eine schnellere Einsatzbereitschaft – jedes Feuer fängt klein an“, sagte Heinfried Melloh.

Das Fahrzeug (Fahrgestell MAN, Aufbau Meyer) sei technisch auf dem neuesten Stand: ausgestattet mit einer hydraulisch absenkbaren Tragkraftspritze, mit einem „ÖlTiger“ zum bequemen Abstreuen längerer Ölspuren, mit Digitalfunk und mit während der Fahrt ausrüstbaren Atemschutzgeräten. Eine weitere Entscheidung mit Weitsicht: Das TSF-W, Gesamtgewicht von 7,49 Tonnen, darf von Kameraden mit Führerscheinklasse Klasse B mit Zusatzausbildung bewegt werden.

Mellohs Dank galt der Firma Feuerwehrbedarf Meyer (Rehden) für die kurzfristige Umsetzung der individuellen Wünsche: „Die kurzen Wege haben sich bewährt, zumal Arbeitsplätze und Steuern in der Region bleiben.“

Bürgermeister Dirk Rauschkolb nannte Daten und Fakten. Im August 2014 war die Ausschreibung erfolgt, im Oktober erhielt Firma Meyer den Auftrag. Die Stadt habe 100722 Euro investiert – im Vergleich zu seinem Vorgänger, der seinerzeit mit 45370 Mark zu Buche schlug, eine stolze Summe. Ungeklärt sei die Frage nach der Zukunft des alten Fahrzeugs. „Die Verwaltung geht von einem Verkauf aus, um eine kleine Einnahme zu erzielen“, sagte Rauschkolb. Die im Raum stehenden „Ideen und Pläne“ der Feuerwehr werde man diskutieren.

Uwe Stubbemann, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, machte in den Reihen der Linderner Ortsfeuerwehr „strahlende Gesichter“ aus. Eine Fahrzeugübergabe sei ein erfreuliches Ereignis, das die meisten nur einmal während ihrer aktiven Dienstzeit erleben. „Das ist ein besonderer Tag. Wir sind sehr zufrieden“, bestätigte Ortsbrandmeister Erich Schlamann.

Im Namen des Ortsrates gratulierte Irma Gerdes. Sie unterstrich die Notwendigkeit eines flexibel einsetzbaren Fahrzeugs. Sie sei sicher, dass die Ortsfeuerwehr sorgsam mit der ihr anvertrauten Technik umgehen werde. Heinz Meyer (Feuerwehrbedarf Rehden) bedankte sich für das Vertrauen und die Lobesworte. Aus seinen Händen nahm Ortsbrandmeister Schlamann ein „einmaliges Kindergeld“ in Empfang – für den jüngsten Spross aus dem Hause Meyer.

mks

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