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Impfzentrum Sulingen: Nutzung gut, aber ausbaufähig

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Von: Harald Bartels

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Eine Frau klebt ein Pflaster auf den entblößten Oberarm eines Mannes.
Nach der Impfung klebt DRK-Mitarbeiterin Heike Albers vorsorglich ein Pflaster auf die Einstichstelle. © Bartels

Sulingen – Seit dem 17. Januar ist das Impfzentrum in Sulingen in Betrieb, ebenso wie seine Pendants in Barnstorf und Syke. Mit dieser ersten Woche sei man grundsätzlich zufrieden, sagt Christian Brauer, der die Zentren vonseiten des Landkreises Diepholz betreut.

Der Start sei sehr gut verlaufen. „Kleine Holprigkeiten“ habe es gegeben, etwa Lücken in der Beschilderung oder fehlende Abstandsmarkierungen an der Anmeldung, aber das sei alles im laufenden Betrieb sehr schnell behoben worden. Die Planung und Vorbereitung, für die er gemeinsam mit Frank Diephaus vom Kreisverband Diepholz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) verantwortlich ist, habe sich als sehr gut erwiesen – nicht zuletzt dank der Erfahrungen, die schon mit dem Impfzentrum in Bassum gesammelt werden konnten.

Weiter gut sei auch die Zusammenarbeit vor Ort: Fünf der sechs Impfteams an den drei Standorten stelle das DRK, das auch die Organisation und Planung der Impfungen übernehme, und das sechste Team werde in Sulingen von der Rettungsdienst Landkreis Diepholz GmbH gestellt. Zudem sei er in regem Austausch mit der Sulinger Stadtverwaltung, und von dort sei ihm berichtet worden, dass die Verkehrssituation rund um die ehemalige Grundschule an der Schmelingstraße sehr entspannt sei: „Die Zeitfenster sind gut getaktet, und es gibt genügend Parkplätze – auch in Kombination mit dem Schulbetrieb ist das sehr harmonisch.“

Noch mehr Impfungen sind möglich

Luft nach oben gebe es dagegen noch bei der Zahl der Impfungen: „Die Inanspruchnahme ist generell gut, aber noch ausbaufähig.“ In der ersten Woche habe es von Montag bis Donnerstag im Schnitt täglich 300 Impfungen in Sulingen gegeben, für Freitag, als keine Terminbuchung erforderlich war, lägen ihm noch keine Zahlen vor. „Wir planen aber mit bis zu 450 Impfungen pro Tag.“ Letztlich sei es jedoch nur ein Angebot, aber es gebe bereits Überlegungen, wie es noch stärker beworben werden könne.

Ein Erfolg sei der erste Impftermin für Kinder von fünf bis elf Jahren am Mittwoch in Barnstorf gewesen. Dabei hätten die Organisatoren zunächst nur 60 Impfungen eingeplant, um genügend Zeit für Fragen der Eltern zu haben. Das habe sich bewährt, und dass ein Kinderarzt vor Ort war, sei „Gold wert“ gewesen: „Er hat die Situation aufgelockert und konnte aufgrund seiner Erfahrung gut mit den Leuten umgehen.“ Daher werde der Landkreis am Wochenende weitere Kinderimpftermine für Barnstorf und Sulingen freischalten. Insgesamt lasse sich sagen: „Wir sind in einem guten, ruhigen Fluss“, so Christian Brauer.

Termine online buchen

Impftermine in Sulingen können online gebucht werden (www.terminland.eu/impfen-diepholz) für die Zeiträume Montag von 12 bis 19.30 Uhr sowie Dienst, Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 15.30 Uhr. Freitags werden von 8 bis 15.30 Uhr Impfungen ohne Terminvergabe angeboten. Mitzubringen sind der Personalausweis, der Impfausweis, die ausgedruckte Terminbestätigung, der Anamnesebogen und die Einverständniserklärung sowie das Aufklärungsmerkblatt. Im Impfzentrum ist eine FFP2-Maske zu tragen.

Informationen zu den Impfungen und den Impfstoffen

Die drei Impfzentren weisen jeweils zwei Impfstrecken auf: eine für das Vakzin „Cormirnaty“ von Biontech und eine für „Spikevax“ von Moderna. Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) erhalten alle unter 30-Jährigen das Biontech-Präparat, während für Ältere Moderna vorgesehen ist. Menschen, die einmal das Vakzin „Janssen“ von Johnson & Johnson erhalten haben, benötigen nach der aktuellen STIKO-Empfehlung nun eine Impfung mit einem mRNA-Vakzin, um ihre Grundimmunisierung zu vervollständigen, und vier Wochen später eine Auffrischung.

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