Kein Nummernautomat im Bürgerservice

Rathaus Sulingen: Totgesagte Online-Terminvergabe boomt wegen Corona-Pandemie

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Nur mit Termin: Marina Dombrowski vom Bürgerservice der Stadt Sulingen kümmert sich um das Anliegen von Ayhan Uzma.

Sulingen – Im Wartebereich des Bürgerservices im Sulinger Rathaus eine Nummer ziehen und sich gedulden, bis das neue Auto angemeldet oder der Personalausweis verlängert werden kann: Damit ist es vorbei, der Nummernautomat ist außer Betrieb.

Darüber freut sich unter anderem Ayhan Uzma. Der Siedenburger sitzt Verwaltungsmitarbeiterin Marina Dombrowski in einer Kfz-Angelegenheit gegenüber: „Das ist super, ich bin gleich drangekommen.“ Die Wartezeit entfiel – weil er zuvor einen Termin vereinbart hatte.

Eine Folge der Corona-Pandemie: Aufgrund des bestehenden Kontaktverbotes hat die Verwaltung alle Bereiche mit Publikumsverkehr so organisiert, dass sie nur noch mit Termin zugänglich sind, erläutert Bürgermeister Dirk Rauschkolb. Erst, wenn das Kontaktverbot aufgehoben ist, werde es wieder den normalen Dienstbetrieb geben.

Dabei kam auch ein Angebot zu neuen Ehren, dass eigentlich bereits als Fehlschlag eingestuft worden war: „Wir haben schon vor Corona als zusätzlichen Service für die Bürger die Online-Terminvergabe eingeführt. Wir mussten aber feststellen, dass sie gar nicht in Anspruch genommen wurde und haben sie deswegen wieder eingestellt“, berichtet der Bürgermeister. „Jetzt läuft es aber gut, und wir erhoffen uns, dass dieses Angebot auch ,nach Corona‘ weiter genutzt wird.“

Corona-Pandemie: Rathaus Sulingen setzt auf Online-Terminvergabe

Termine lassen sich aber nicht nur online über die Internetseite der Stadt Sulingen, sondern auch telefonisch oder per E-Mail vereinbaren. „Die Bürger reagieren sehr verständnisvoll und einsichtig“, lobt Rauschkolb. Er appelliert jedoch an die Besucher, die verabredeten Termine auch einzuhalten oder zumindest rechtzeitig abzusagen, denn „wenn jemand nicht erscheint, entsteht eine Lücke, die wir nicht spontan füllen können.“ Zudem ruft er dazu auf, Dokumente frühzeitig zu überprüfen und vorausschauend einen Besuch im Rathaus zu planen: „Wir können nicht mehr kurzfristig einen Tag vor der Abreise den Reisepass verlängern“, nennt er ein Beispiel.

Bereits bis Mitte Juni seien zahlreiche Termine vergeben, obwohl „wir praktisch die Öffnungszeiten wie vor Corona haben.“ Neben den Vormittagen sei auch dienstags und donnerstags am Nachmittag geöffnet, und ab dem 19. Mai gebe es zusätzlich einen „Händlertag“ für Kfz-Angelegenheiten. Voraussichtlich ab Juli stehe, wenn die Prüfungen für die Auszubildenden abgeschlossen sind, auch wieder mehr Personal für den Bürgerservice zur Verfügung, und es gebe bereits Gespräche, ob auch über Mittag oder an weiteren Nachmittagen geöffnet werden kann.

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