Gabriele Weiher mit halber Stelle am Amtsgericht in Sulingen

Nordlicht auf dem Richterstuhl

Die Stadt gefällt ihr, „natürlich vor allem das Amtsgericht“. Gabriele Weiher lacht. Seit Anfang des Jahres wirkt sie als Richterin am Amtsgericht. - Foto: Schlotmann

Sulingen - Die Stadt gefällt ihr, „natürlich vor allem das Amtsgericht“. Gabriele Weiher lacht. Seit Anfang des Jahres wirkt sie als Richterin am Amtsgericht. Sie ist zuständig für Erwachsenen-Strafsachen. Land und Leute hat die 30-Jährige schnell kennen gelernt. „Was mir nicht schwer gefallen ist. Schließlich komme ich aus einer Gegend, die von ihrer Struktur mit der Region vergleichbar ist.“

Geboren ist Gabriele Weiher in Heide in Holstein, der Kreisstadt des Landkreises Dithmarschen. Sie wuchs in Tönning auf der Nordsee-Halbinsel Eiderstedt in Schleswig-Holstein auf, besuchte weiterführende Schulen in Husum in Holstein. Das Studium absolvierte die Richterin wie das Rechtsreferendariat in Kiel.

Unmittelbar nach dem zweiten Staatsexamen wurde sie im Mai 2014 als Assessorin bei der Staatsanwaltschaft in Verden tätig, wechselte dann mit Beginn des Jahres auf den Richterstuhl.

Am Amtsgericht Sulingen besetzt sie eine halbe Stelle, ist genauso am Amtsgericht Nienburg tätig. Kirsten Grabowski, Direktorin des Amtsgerichtes Sulingen: „Die Stelle wurde bei uns für die Zeit eingerichtet, in der Richter Alexander Goette mit einer halben Stelle im Zentralen Bereitschaftsdienst unterstützt.“

Grabowski macht keinen Hehl daraus, dass sie die 30-Jährige, die in Steimbke im Landkreis Nienburg sesshaft geworden ist, gerne in Sulingen halten würde. „Das hat von Anfang an gepasst.“

Gabriele Weiher verhandelt donnerstags in Sulingen, dienstags in Nienburg. Zur ihrem Aufgabengebiet in Sulingen zählt alles, was das Strafgesetzbuch hergibt: „Etwa Betrug, Einbruch, Diebstahl, Körperverletzung...“ Im Durchschnitt leite sie vier bis fünf Sitzungen an einem Verhandlungstag.

Neben dem Amtsgericht und dem Zusammenspiel mit den Mitarbeitern („Ein sehr schönes Gericht mit kollegialen Mitarbeitern. Da fühlt man sich wohl.“) hat sie genauso das Umfeld schätzen gelernt. „Sulingen ist eine Stadt mit einer gut aufgestellten Infrastruktur.“ Unter anderem gefalle ihr der Wochenmarkt am Mittwoch, „vor allem der Stand mit dem Trockenobst“.

oti

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