Feuerwehr-Neubau auf Mühlenkamps Feld: Ab Juli legen die Kameraden Hand an

Noch sind Handwerker am Zug

In der Fahrzeughalle sind bereits die Absauganlagen für die Abgase der Einsatzfahrzeuge montiert; im hinteren Teil der Halle, der noch als Lager räumlich abgeteilt wird, ist der künftige Technikraum zu sehen. - Fotos: Behling

Sulingen - Nackter Beton bestimmt derzeit noch das Bild im Inneren des künftigen Domizils der Ortsfeuerwehr Sulingen im Gewerbegebiet Mühlenkamps Feld. Aber: „Nach und nach geht es in die Endphase“, stellt Ortsbrandmeister Ralf Schröder am Mittwoch bei einem Rundgang durch den Neubau fest. Am 1. Juli, so der Plan, wollen Feuerwehrkameraden die Handwerker ablösen und mit dem Part der Eigenleistungen beginnen.

Der große Unterrichts- und Veranstaltungsraum für die Orts- und der kleine (links) für die Jugendfeuerwehr bekommen eine Trennwand, die sich bei Bedarf öffnen lässt. An dieser Gebäudeseite möchten die Feuerwehrmitglieder später eine Terrasse anlegen.

„Seit letzter Woche sind der Hallenfußboden und der Estrich drin, jetzt kommt unter anderem noch die Lüftungsanlage rein.“ Dicke blaue Schläuche zieren seit Montag die Decke der Fahrzeughalle, sie gehören zur Abgasabsauganlage. „Die ist vorgeschrieben bei Fahrzeugen mit Luftdruckbremsanlage“, erläutert Schröder. Denn bei denen läuft Motor vor dem Losfahren, um den benötigten Druck aufzubauen. Die Absauganlage springt automatisch beim Anlassen des Motors an, setzt sich das Fahrzeug in Bewegung, koppelt sich der Schlauch selbsttätig ab. „Es kommt auch noch eine extra Anlage, die den Fahrzeugen zusätzlich Luftdruck zuführt.“ Montag und Dienstag nahm der gemauerte Versorgungsraum im hinteren Bereich der Halle Form an, „für die Steuerungstechnik von Heizung, Wasser- und Stromversorgung. Dieser Hallenteil wird noch räumlich abgetrennt und dient dann als Lager.“

An die Fahrzeughalle schließt sich einer kleiner „Desinfektionsraum“ an: Hier wird künftig die Ausrüstung der Atemschutzgeräteträger aller Ortsfeuerwehren der Stadt Sulingen gereinigt, kommt anschließend steril in Behälter und wird dann wieder in den Fahrzeugen verstaut. „Wir haben in Rathlosen eine kleine Atemschutzwerkstatt, die wird dann aufgelöst. In diesem Raum prüfen wir auch die Dichtigkeit der Atemmasken, die dafür auf eine Art Plastikkopf und unter Druck gesetzt werden und können die medizinischen Geräte aus den Notfallkoffern desinfizieren, das haben wir bislang bei der Rettungswache oder im Krankenhaus gemacht.“

Auch die Kleiderkammer im Feuerwehrhaus ist zentral für alle Ortsfeuerwehren der Stadt da, die sich zurzeit noch selbst um Einsatzkleidung und Uniformen für ihre Mitglieder kümmern. Die der Ortsfeuerwehr Sulingen müssen sich künftig nicht mehr in der Fahrzeughalle umziehen, es gibt eine für 45 Herren und eine für zehn Damen ausgelegte Umkleidekabine, an die sich direkt die Duschen und Toiletten anschließen. Für Besucher werden gesonderte Toiletten vorhanden sein. Der Haupteingang liegt im rückwärtigen Teil des Gebäudes am groß dimensionierten Parkplatz: Feuerwehrkräfte, die bereits zum Einsatz fahren und die, die später eintreffen, kommen sich künftig nicht mehr ins Gehege.

Es gibt ein Büro, einen kleinen Sitzungsraum – so ausgelegt, dass hier bei Großschadenslagen die Einsatzleitung operieren kann, erklärt der Ortsbrandmeister. Der große Unterrichts- und Veranstaltungsraum für die Orts- und der kleine für die Jugendfeuerwehr bekommen eine Trennwand, die sich bei Bedarf öffnen lässt. An dieser Gebäudeseite möchten die Feuerwehrmitglieder später eine Terrasse anlegen – mit direktem Blick auf den künftigen Übungsplatz.

Eigenleistungen erbringen die Ortsfeuerwehrmitglieder zum Beispiel im Bereich des Trockenbaus, bei der Deckenverkleidung, Malerarbeiten, beim Aufbau der EDV- und Telefonanlage sowie Anpflanzungen im Außenbereich. Und natürlich beim Umzug auf Mühlenkamps Feld, geplant für September. 

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