Neue „Sprach-Kita“ in Klein Lessen

Kindergarten „Weltentdecker“: Noch mehr Aufmerksamkeit für Spracherwerb

Oxana Schmidt (links) und Birgit Dullin auf dem Spielplatz der Kita Weltentdecker..
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Über die Förderung für die „Weltentdecker“ freuen sich Leiterin Oxana Schmidt (links) und Birgit Dullin von der Sulinger Stadtverwaltung.

Klein Lessen – Gute Nachricht für das Team, die Eltern und vor allem die Kinder: Der städtische Kindergarten „Weltentdecker“ in Klein Lessen gehört zu den Einrichtungen, die über das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ gefördert werden.

Wie der heimische Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig in einer Pressemitteilung bekannt gibt, wird der Kindergarten aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums bis Ende 2022 mit 40 000 Euro gefördert. Mit dem Geld werde vor allem eine Stelle für eine Fachkraft für sprachliche Bildung eingerichtet, erläutert Oxana Schmidt, die Leiterin der „Weltentdecker“. Die Sprachbildung sei grundsätzlich wichtig in der täglichen Arbeit, deswegen werde die Fachkraft flexibel und nicht an einzelne Gruppen gebunden eingesetzt. „Ihre Aufgabe ist auch, dass sie den Spracherwerb optimiert und guckt, dass sie die Kollegen dabei mitnimmt – denn das Förderprogramm läuft irgendwann aus, aber die Arbeit soll nachhaltig sein.“ Dabei solle sie sich alle Kinder ansehen, egal, ob in Krippe, Waldgruppe oder integrativer Gruppe – im Unterschied zu einer Sprachförderkraft, die sich speziell um Vorschulkinder kümmert. „Sie kann uns mit dem Blick von außen unterstützen und mit uns zusammen ein Gerüst aufbauen“, so Oxana Schmidt, wobei sie selbst mit der Sprachförderkraft quasi als Tandem arbeite.

Eine hohe Bedeutung habe aber auch die Arbeit mit den Kindern: „Wir legen großen Wert auf ganzheitliche Bildung, Ernährung und Wohlbefinden – das soll alles im Einklang miteinander sein.“ Dabei solle die Sprachbildung nicht punktuell eingesetzt werden, sondern so in den Alltag einfließen, dass die Kinder es gar nicht mitbekommen – anders als in einer Therapie, die einzeln oder in kleinen Gruppen geschehe: „Das ist immer eine besondere Situation für die Kinder, aber der Spracherwerb soll in den Tag integriert sein.“

Förderprogramm des Bundes seit 2015

Ein weiteres Themenfeld ist die Mediennutzung: Im vergangenen Jahr sei durch Corona verstärkt unter anderem mit Tablets gearbeitet worden, und nun solle es darum gehen, wie Kinder daran herangeführt werden könnten, ohne sie zum Konsum zu verführen – „viele Kollegen sind da unsicher“, weiß Oxana Schmidt. Auch die Videoarbeit solle ausgebaut werden: „Das ist auch gut, um die eigene Arbeit zu reflektieren. Denn wenn ich beispielsweise ein Elterngespräch führe, sehe ich mich selbst ja nicht.“

Im Rahmen des Bundesprogramms gebe es seit 2015 eine Kooperation mit dem Landkreis bei einer Fachberatungsstelle, blickt Birgit Dullin zurück, Leiterin des Fachbereichs I – Allgemeines und Soziales – der Sulinger Stadtverwaltung. In das Programm aufgenommen worden seien zunächst die Kindertagesstätten „Zauberland“ und „Villa Kunterbunt“, 2016 seien entsprechende Fachkräfte gefunden worden. Später sei noch die Kindertagesstätte „Ratz und Rübe“ hinzugekommen, und mit den erweiterten Aufnahmekriterien hätten sich im vergangenen Herbst auch die „Weltentdecker“ beworben. Diese Förderung sei auch wichtig, um die Kindertagesstätten weiterentwickeln zu können.

Beginn nach Möglichkeit schon Mitte April

Dabei helfe auch die Zusammenarbeit der Einrichtungen: „Das Netzwerk ist ein großer Vorteil“, betont Birgit Dullin, denn bei den sonstigen Treffen sei Sprache nur am Rande ein Thema. „Das ist eine große Ressource, von der wir alle profitieren“, stimmt Oxana Schmidt zu. Die übrigen städtischen Kindertagesstätten hätten schon viele Erfahrungen gesammelt und seien bereit, die „Weltentdecker“ zu unterstützen. „Bei den Treffen können wir sehen, was bei den anderen schon gut lief, und hier sehen wir mit der Fachkraft, was wir erreichen wollen.“ Sie sei optimistisch, dass die Arbeit schon Mitte April beginnen kann: „Dann haben wir bis zu den Sommerferien eine Kennenlernphase und können danach richtig starten – ich bin darauf sehr gespannt.“

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