Noch graben nur Archäologen

Erschließung des Sulinger Gewerbegebiets „Vorwerker Heide“ verschiebt sich

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Aus der Vogelperspektive wirkt es, als ob im östlichen Teil des künftigen Gewerbegebietes (rechts) bereits die Erschließungsarbeiten begonnen haben – tatsächlich wird das Gelände derzeit archäologisch untersucht.

Sulingen – Es tut sich was im künftigen Sulinger Gewerbegebiet Vorwerker Heide: Von der Bundesstraße 214 aus sind zahlreiche Erdhügel zu sehen. Eine Luftaufnahme, die Konrad Leymann vom Helikopter aus gemacht hat, zeigt im östlichen Teil, der zuerst vermarktet werden soll, per Bagger ausgehobene Trassen. Haben die Erschließungsarbeiten begonnen? „Nein, es laufen archäologische Untersuchungen“, klärt Bürgermeister Dirk Rauschkolb auf.

„Im Rahmen der Planung beteiligt man ja auch die Denkmalpflege, und da dieses Gebiet aufgrund der Erfahrung dafür prädestiniert ist, dass man Funde machen könnte, haben die Archäologen die Arbeit aufgenommen.“ Kleine Fähnchen würden tatsächlich Funde markieren – „meines Wissens geht es wohl im Wesentlichen um Verfärbungen im Erdreich, nichts, was die Bauarbeiten stark hinauszögern könnte, aber das Ganze wird eben eine Terminverschiebung von einigen Wochen nach sich ziehen.“ Eigentlich habe man noch im Mai mit dem Bau der Erschließungsstraßen beginnen wollen.

Im Bauamt hat man von den Archäologen Konkreteres gehört: „Gefunden wurden offenbar Spuren von Fundamenten eines Siedlungs- oder Siedlungsrandgebietes“, berichtet Christoph Nitsche. „Die archäologischen Untersuchungen dauern wohl noch bis Mitte/Ende nächster Woche, und dann wird von der ausführenden Firma ein Kurzbericht verfasst, für die zuständige Denkmalschutzbehörde. Die entscheidet, ob im Zehn-Meter-Radius um die Fundstellen noch weiter gesucht werden soll – voraussichtlich Mitte Juni, bis dahin sind uns die Hände gebunden.“

Der östliche Teil des Gewerbegebietes „Vorwerker Heide“ umfasst 75.000 Quadratmeter, „inklusive Straßen und Regenrückhaltung, zu verkaufen sind davon circa 60.500 Quadratmeter“, erläutert Bauamtsmitarbeiter Joachim Bengsch. Der Preis variiert nach Lage (in vier Zonen) zwischen 22,50 und 30 Euro pro Quadratmeter. Im Gewerbegebiet „Mühlenkamps Feld“ sind nur noch kleinere Restflächen verfügbar, die „Vorwerker Heide“ ist aktuell die Hauptoption für die Gewerbeansiedlung, die die Stadt Sulingen zu bieten hat. Wie groß ist die Nachfrage? 

„Acht Interessenten sind notiert, die sich im Laufe der Zeit gemeldet haben – bei einigen ist das Kaufinteresse sehr konkret“, weiß Bengsch. Namen beziehungsweise Firmen nennt er verständlicherweise nicht. Vielleicht Branchen? „Tankstelle, Waschanlage, Fast-Food-Restaurant und auch Baugewerbe, das sind Interessen, die es gab oder gibt.“ Man werde da eine Abfrage starten, Genaueres lasse sich noch nicht sagen, „auch, weil wir ja noch nicht wissen, wann wir mit dem Grundstücksverkauf beginnen können.“ 

Neben der inneren Erschließung, in Form einer Ringstraße, müsse der Kreuzungsumbau erfolgen: Für das Gewerbegebiet ist eine Zufahrt im Bereich des Knotenpunktes der Bundesstraßen 214 und 61 geplant, dafür wird, in Abstimmung mit dem Straßenbauamt, eine zusätzliche Abbiegespur von der B 214 gebaut. „Im Spätsommer oder Frühherbst, denke ich, da ist man dabei, die Ausschreibung vorzubereiten.“  

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