„Nicht nur ein Projekt“

Dörte Knake und Shambel Seyfu stellen die „Sulebon-Kaffeerösterei“ vor

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Shambel Seyfu wurde am Sonntag nicht müde, den Besuchern des „Tags der offenen Tür“ im Museumscafé am Stadtsee die Funktion des gusseisernen Rösters zu erklären.

Sulingen - Dörte Knake und Shambel Seyfu stellten am Sonntag im Zuge eines „Tags der offenen Tür“ in den Räumen des Museumscafés am Stadtsee erstmals die „Sulebon-Kaffeerösterei“ öffentlich vor. Shambel Seyfu wurde nicht müde, den Besuchern die Funktion des gusseisernen Rösters zu erklären. Mitarbeiter des Cafés verköstigten derweil verschiedene Kaffeesorten; unter anderem aus Indonesien, aus Äthiopien und aus Kenia.

Insgesamt stehen in der „Sulebon-Kaffeerösterei“ aktuell Kaffeebohnen aus 14 Ländern zur Auswahl. Schon am Samstagmorgen hatte Inhaberin Dörte Knake vor geladenen Gästen von der Entstehungsgeschichte der Rösterei gesprochen; dabei auch darüber, dass sie, Knake, mit dem Verkauf des Kenovo aus Kenia Entwicklungsprojekte in Ostafrika fördere. 35 Cent pro verkauftem Kilogramm gehen direkt dorthin.

Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb lobte am Samstagmorgen das Engagement der Unternehmerin. „Das ist nicht nur ein Projekt, sondern schon etwas mehr.“ Dass sie in die Gesamtkonzeptionen ihrer Vorhaben auch andere Unternehmen der Region mit einbinde, etwa für das Backen von Kaffee-Brot oder der Herstellung von Kaffee-Butter, spräche für die Unternehmerin und ihre Vorstellungen von regionaler Wertschöpfung.

2014 nach Deutschland gekommen

Rauschkolb würdigte genauso das Engagement Knakes um die Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft. Erst im Sommer 2014 war der Eritreer Shambel Seyfu, der im Sudan mehrere Jahre im Gastronomiegewerbe gearbeitet hatte, als Flüchtling nach Deutschland gekommen, absolvierte zunächst ein Praktikum im Museumscafé am Stadtsee und gilt heute mit als treibende Kraft des Vorhabens „Sulebon-Kaffeerösterei“. Dirk Rauschkolb: „Das zeigt mir, dass aus Ideen von Menschen aus fremden Ländern bei uns durchaus Geschäftsideen erwachsen können.“

Dörte Knake bestätigte das: „Shambel hat mir, als er zu uns kam, schnell zu verstehen gegeben, dass unser Kaffee gut schmeckt; aber noch besser schmecken könnte. Shambel hat dann nicht mehr lockergelassen.“

Hat der Röster der „Sulebon-Kaffeerösterei“ aktuell seinen festen Platz in den Räumen des Museumscafés gefunden, scheint Dörte Knake sich schon heute mit Expansionsgedanken zu beschäftigen.

Knake mit Blick auf die sich an das Museumscafé anschließende Scheune, die noch bis Ende kommenden Jahres vom Heimatverein genutzt wird: „Vielleicht bekommen wir so wieder Leben in die Räume.“

Dem Nechtelser Landwirt Henry Siemering bot sie noch am Samstagmorgen eine Kooperation an. Zum „Einstieg“ überreichte sie dem Landwirt eine Kaffeepflanze. „Meine Beteiligung für unsere eigene Plantage“, sagte Knake. 

oti

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