Neunte Auflage des Mühlenfestes in Labbus ein Besuchermagnet

Erlöse für die Kappe

Neunte Auflage des Mühlenfestes in Labbus ein Besuchermagnet.

Labbus - Die neunte Auflage des Mühlenfestes erwies sich am Pfingstmontag erneut als Anziehungsmagnet: „Müllerin“ Aileen Hansing sprach am Nachmittag von einem neuen „Rekordjahr“.

Freude des Galerieholländers kamen mit dem Fahrrad, per Auto oder zu Fuß – viele von ihnen pünktlich zu Beginn.

Unter schützenden Pavillons versammelten sich rund 150 Besucher zum ökumenischen Gottesdienst, der erstmals Auftakt der Traditionsveranstaltung war.

Die Predigt hielt Pastorin Juliane Worbs (Ev. Kirchengemeinde St. Nicolai), beteiligt an der Gestaltung waren Claudia Rolke, pastorale Mitarbeiterin der kath. Kirchengemeinde St. Marien, sowie die J-Day-Band der evangelischen Jugend.

Unglücklich gewählt waren Zeit und Ort für den Auftritt der Theatergruppe Gaue direkt im Anschluss: Ihre Vorführung erreichte nur wenige Zuschauer.

Am Nachmittag riss der Besucherstrom nicht ab. Bauern- und Handwerkermarkt, Abenteuerspielplatz und Rallye für Kinder, Mittagessen und Kaffeetrinken im Grünen, fachkundige Mühlenführungen: Den meisten Gästen waren die Eckpfeiler des Programms bekannt, ihr Besuch vielmehr ein Zeichen von Anerkennung der Bemühungen des Mühlenvereins. Rund 20 seiner Mitglieder war am Montag im Dauereinsatz.

Der Erlös des Festes sichert den Erhalt des Sulinger Wahrzeichens.

Nicht zu übersehen war die auf dem Mühlenvorplatz deponierte marode Kappe. „Sie soll schnellstmöglich saniert werden, aber wir haben die Summe noch nicht zusammen“, erklärte Aileen Hansing: „Wir rechnen mit Kosten in Höhe von 190000 Euro“.

Etabliert hat sich die Veranstaltung in den letzten Jahren als Treffpunkt von Freunden historischer Traktoren – angeregt und organsiert durch die Oldtimer-Sparte des Mühlenvereins. „Wir erwarten Teilnehmer aus dem Sulinger Land, aus Eydelstedt, Barnstorf und Holzhausen“, sagte Henning Traemann.

Vorbereitet war ein Stück Land, auf dem die stolzen Besitzer ihre antiquarischen Vehikel in Aktion zeigen konnten.

Beim Schau-Pflügen waren alle Generationen im Publikum vertreten. Für die Jüngeren war es ein kurzweiliges Spektakel, für die Älteren eine Zeitreise nach Anno dazumal, die sie fachkundig kommentierten.

Mühlenfest in Labbus

Im Eingangsbereich hatten sich wieder die Sulinger Amateurfunker (DARC I40) eingerichtet. Erstmals konnten sie an drei Plätzen gleichzeitig unterschiedliche Betriebsarten des Amateurfunks demonstrieren. Unter anderem nahmen sie an einer Station Marke Eigenbau Verbindungen auf – weltweit. „Wir hoffen auf Nachwuchs für unseren Verein“, erklärte Andreas Richter. Traditionell tauscht sich der Ortsverein auch mit Funkern aus, die am Pfingstmontag auf anderen Mühlenfesten präsent sind: „Über die Besucherzahlen und die Qualität der Schnitzel hier und da“, scherzte Andreas Schrader.

Der Mühlentag endete erstmals mit einem Rock-Konzert: Ab 16 Uhr stand die Twistringer Coverband „Funnybone“ auf der Bühne – diese Entscheidung wirkte sich auf die Besucherzahlen positiv aus.

mks

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