Neugestaltung des Groß Lessener Schulhofes nimmt Formen an

Kein Platz fürs Rendezvous

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Und da ist er weg: Im Zuge der Neugestaltung des Schulhofes haben Eltern den Fahrrad-Unterstand abgebaut (großes Bild).

Gross Lessen - Tagtäglich gehen derzeit die Mitarbeiter des Landschaftsarchitekten Thomas Menzel auf dem Schulhof der Grundschule Groß Lessen ein und aus. Schulleiterin Maren Sieck-Oetker: „Die Zusammenarbeit klappt prima; nicht nur die mit den Landschaftsgärtnern.“ Eingeleitet worden war das von der Bingo-Umweltstiftung mit knapp 10000 Euro geförderte Projekt Schulhofneugestaltung durch einen Arbeitseinsatz der Elternschaft und von Mitgliedern des Grundschul-Fördervereins „Mach mit!“.

Sieck-Oetker freut sich schon heute auf die Rückkehr der Schülerinnen und Schüler aus den Osterferien und deren Blicke: „Sie werden den Schulhof kaum wiedererkennen.“

Der versandete Bolzplatz, antiquierte Spielgeräte und die fehlende Attraktivität des Schulhofes in Gänze waren Schulleiterin, Lehrerkollegium und Elternschaft schon länger Dornen in den Augen. Im Herbst vergangenen Jahres hatten sie mit den Planungen begonnen, die jetzt – unter anderem durch die Zuwendung der Bingo-Umweltstiftung und mit Unterstützung von Sponsoren – umgesetzt werden können.

Konkret sahen die Ursprungsplanungen vor, dass Schule und Förderer mit Unterstützung des Landschaftsarchitekten Menzel auf dem stark versandeten Gelände im Zentrum der Schulhoffläche einen neuen Oberboden für ein optimiertes Pflanzenwachstum aufbringen; unter anderem war ein Weidentunnel auf dem Schulhof vorgesehen (wir berichteten). „An diesen Planungen halten wir auch fest“, sagt Maren Sieck-Oetker.

In einem ersten Arbeitseinsatz Mitte des Monats hatten Eltern und Förderer mit der Baufeldfreimachung begonnen. Der Spielgeräteturm wurde in Einzelteile zerlegt, die jetzt unter anderem der örtlichen Jägerschaft zum Bau von Hochsitzen dienen.

„Komplett verschrottet“ (O-Ton Sieck-Oetker) habe man den überdimensionierten Fahrrad-Unterstand. Wohl zum Leidwesen des einen oder anderen Elternteils: Überliefert sei, laut Schulleiterin, dass der Unterstand nicht wenigen Lessenern als Treffpunkt für das erste Rendezvous gedient habe.

Weichen musste auch die Tischtennisplatte, die bis vor kurzem noch den Schulhof geziert hatte.

Anfang dieser Woche begannen die Mitarbeiter der Firma Menzel damit, Drainage in das Erdreich einzusetzen, neuen Boden aufzubringen – und Hügel aufzufahren. Die Rutsche, die bisher an einem Holzturm angebracht war, wird zukünftig über einen Sandhügel erschlossen. Eine Einfassung aus Robinienhölzern ist auch in das Erdreich eingebracht. Sie soll 25 Kubikmeter Sand aufnehmen.

Laut Maren Sieck-Oetker werden Ende kommender Woche die Arbeiten weitgehend abgeschlossen sein. Auf einen der Hügel wird ein Spielhaus aufgesetzt. Mit einem Balancierbalken und einem Baumstammmikado werden neue Spielgeräte angeliefert. Die Firma Menzel transportiert Rindenmulch an, der im Bereich der Spielgeräte abgeladen wird. Zum Abschluss der Maßnahme stehen noch Pflanzarbeiten an. „Wieder mit Hilfe der Eltern und unserer Förder“, erklärt Schulleiterin Sieck-Oetker. „Ich habe nicht daran geglaubt, dass wir alles so schnell umsetzen können.“ Die offizielle Einweihung sei für Anfang Juni geplant.

oti

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