Neues Ziel: Einzug zu Ostern

Bauarbeiten am Feuerwehrhaus Groß Lessen sind weit fortgeschritten

Das Feuerwehrhaus in Groß Lessen von außen.
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Deutlich verändert zeigt sich das Feuerwehrhaus in Groß Lessen bereits von außen.

Groß Lessen – Wer noch etwas vom alten Feuerwehrhaus in Groß Lessen sehen möchte, muss sich Mühe geben: Die Bauarbeiten sind bereits so weit fortgeschritten, dass sich allenfalls ein Blick hinter die Kulissen noch Erinnerungen an den früheren Bestand ermöglicht. Kein Wunder, sagt der stellvertretende Ortsbrandmeister Christian Schulz: „Im Großen und Ganzen haben wir schon alles einmal angefasst.“

Vom bisherigen Gebäude, immerhin seit 1974 Heimat der Ortsfeuerwehr Groß Lessen, sind tatsächlich vor allem noch die Außenwände erhalten geblieben – allerdings verborgen hinter der neuen Fassade, die den Altbau auch optisch mit dem neuen Anbau verbindet. Vor allem die Abbrucharbeiten, aber auch sonst fast alles sei bisher im Bestandsgebäude in Eigenleistung von der Feuerwehr und ihren Helfern ausgeführt worden, berichtet Christian Schulz. In der früheren Fahrzeughalle entstehen derzeit in Trockenbauweise getrennte Umkleiden samt Duschräumen für Herren und Damen sowie ein Büro.

Die neue Fahrzeughalle, Hauptzweck des Anbaus, ist bereits weitgehend fertig. Lediglich die Abstellräume, ebenfalls in Trockenbauweise, seien noch zu errichten, so Christian Schulz. Außerdem fehlten sowohl im Alt- als auch im Neubau noch die Heizung, Elektro- und Sanitärinstallationen. In der Fahrzeughalle müsse zudem noch durch eine Fachfirma eine Absauganlage für die Abgase installiert werden.

In der neuen Fahrzeughalle (von links): Stadtbrandmeister Jens Warner, stellvertretender Ortsbrandmeister Christian Schulz, Ortsbrandmeister Willi Mohrlüder und Bürgermeister Patrick Bade.

„Wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Fortschritt“, bekräftigt er, „wenn man bedenkt, was alles mit Corona gewesen ist.“ Seit März seien rund 30 Helfer im Einsatz gewesen, zumeist in kleinen Gruppen: „Immer so, wie es passte und nötig war.“

„Dabei war viel einzuhalten, worüber man vorher gar nicht nachgedacht hat“, ergänzt Ortsbrandmeister Willi Mohrlüder und nennt die Abstände zwischen den Helfern als Beispiel.

Christian Schulz in der künftigen Herrenumkleide, die – ebenso wie die Damenumkleide – in der früheren Fahrzeughalle entsteht. Beide verfügen über eigene Duschräume.

Corona habe aber für viele Verschiebungen gesorgt, gibt Stadtbrandmeister Jens Warner zu bedenken. Die Ämter seien kaum mit den Genehmigungen hinterher gekommen, auf Unterlagen wie statische Berechnungen habe man warten müssen, und schließlich habe sich auch die allgemeine Knappheit bei den Baustoffen Holz und Metall sich ausgewirkt. Alleine die Fassadenplatten hätten zehn Wochen Lieferzeit gehabt – „so kam eins zum anderen.“

Hinzu kamen allerdings auch noch Maßnahmen, die vorher nicht eingeplant waren, denn „Beim Altbau muss man immer mit Überraschungen rechnen“, stellt Claudia Miklis aus dem Team Bautechnik der Sulinger Stadtverwaltung fest. Eine dieser Überraschungen war, dass ein Teil des Dachstuhls des Bestandsgebäudes erneuert werden musste. Grund dafür seien jedoch keine Schäden gewesen, erläutert Jens Warner, sondern statischen Anforderungen: Weil sich an bestimmten Stellen durch das neue, höhere Dach des Anbaus eine größere Schneelast bilden könne, habe hier nachgebessert werden müssen.

Alle Helfer sind hoch motiviert

„Wir konnten bisher alle ,Extras‘ in Eigenleistung auffangen“, betont Christian Schulz, und die Stadt habe das Material dafür gestellt. „Es klappte alles problemlos: Alle, die mithelfen, sind hoch motiviert, das ist sehr positiv.“

„Man kann die Arbeit gar nicht hoch genug einschätzen“, lobte Sulingens Bürgermeister Patrick Bade, zumal gut ein Viertel der Baukosten durch Eigenleistung getragen werde.

Fahrzeuge sollen zu Ostern in der neuen Halle stehen

Die Zusammenarbeit mit der Stadt sei nach wie vor gut, gab Willi Mohrlüder das Kompliment zurück, und auch der Baufortschritt bereite ihm Freude: „Jedes Mal, wenn man herkommt, sieht man, wie es weitergeht.“

Davon werde es bald noch mehr zu sehen geben, ist sich Christian Schulz sicher, denn bei einigen der Helfer hätten bereits Weihnachtsurlaub oder Betriebsferien begonnen. Geplant sei etwa, dass nun bereits die Arbeit an den Außenanlagen beginne, solange das Wetter es zulasse, damit möglichst bald die Fahrzeuge der Feuerwehr die neue Halle beziehen können – derzeit sind sie in einem privaten Gebäude untergestellt. Wann das jedoch soweit sein werde, lasse sich noch nicht sagen: „Wir wollten Weihnachten mit den Fahrzeugen hier drin sein, das hat nicht ganz geklappt, aber jetzt ist Ostern das neue Ziel.“

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