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Dienstbeginn auf der Baustelle Lindenschule in Sulingen

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Von: Harald Bartels

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Ein Mann steht vor einem an der Wand befestigten Bauplan.
Rot markiert sind auf dem Bauplan die Erweiterungen und Umbauten für die Lindenschule, auf die sich Schulleiter Hans Albrecht freut. © Bartels

Hans Albrecht ist seit dem 1. April der neue Leiter der Lindenschule in Sulingen.

Sulingen – Die Lindenschule in Sulingen hat einen neuen Schulleiter: Seit dem 1. April führt Hans Albrecht die Förderschule mit Schwerpunkt geistige Entwicklung. Ralf Gutendorf, der in den vergangenen Jahren als kommissarischer Schulleiter hier tätig war, übernimmt die Aufgabe des Konrektors.

Dem neuen Leiter ist die Schule nicht unbekannt: Mit seiner vorigen Schule, der Gutenbergschule in Hoya, sei er häufiger in Sulingen gewesen für das Fußballturnier der Förderschulen. Nachdem seine bisherige Dienststelle aber schließen musste, stand eine Versetzung an.

In der künftigen Mensa steht Schulleiter Hans Albrecht inmitten von Baumaterial.
In der künftigen Mensa steht Schulleiter Hans Albrecht inmitten von Baumaterial. © Bartels, Harald

Die Lindenschule war einst entstanden als Förderschule Lernen mit dem Zweig Sprache, doch inzwischen deckt sie für den ganzen Landkreis den Schwerpunkt geistige Entwicklung ab – mit aktuell je einer 1., 2., 5. und 6. Klasse. Knapp 80 Kinder – inklusive der drei Sprachheilklassen und der Kooperationsklassen im Nordkreis – werden hier beschult. Das Kollegium umfasst 42 Förderschullehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter. „Es ist eine dezentrale Schulform“, erklärt Albrecht. Die Kooperationsklassen seien Bestandteil der Schule.

Das Ziel der Schule definiert er so: „Wir wollen die Kinder nach Möglichkeit dazu befähigen, dass sie später selbst am Leben teilnehmen können.“ Geplant sei die Einzügigkeit, auch wenn aufgrund des umfangreicheren Anmeldeverfahrens die genauen Zahlen erst kurz vor Beginn der Sommerferien feststünden. Albrecht: „Wir gehen von einer neuen 1. und einer neuen 5. Klasse aus.“

Im Rohbau stehen die Wände für die neuen Räume bereits.
Im Rohbau stehen die Wände für die neuen Räume bereits. © Bartels, Harald

Der neue Schulleiter, Jahrgang 1963, nimmt einen langen Weg zum Arbeitsplatz in Kauf, denn wohnhaft ist er weiterhin im Landkreis Verden. Das machen die Umstände jedoch wett: „Ralf Gutendorf hat super Arbeit geleistet und die Schule konzeptionell so vorangetrieben, dass ich hier die besten Bedingungen antreffe“, lobt er. Die Schule sei „super ausgestattet“, und „der Werkraum ist ein absolutes Aushängeschild.“ Begeistert zeigt er sich auch vom Kollegium: Die einzelnen Schwerpunkte „arbeiten megagut“ zusammen, und das sei für die meisten mit hoher Arbeitszufriedenheit verbunden.

Vor allem angesprochen habe ihn aber, dass die Lindenschule eine Schule im Wiederaufbau sei, nachdem er zehn Jahre lang eine Schule habe abwickeln müssen. Dazu tragen auch die laufenden Baumaßnahmen bei, mit denen das Gebäude in nahezu allen Bereichen um- und ausgebaut wird. So ist unter anderem eine Mensa geplant, die knapp 100 Plätze bietet, denn bisher nehmen die Kinder das Mittagessen, das fest zum Ganztagsbetrieb gehört, noch in ihren Klassenräumen ein. Angrenzend entstehen therapeutische Räume, zu denen auch ein Snoezelraum für die Sinneswahrnehmung gehört. Physiotherapie und Logopädie gebe es schon im Haus, aber der Wunsch sei, auch Ergotherapie anbieten zu können. Die räumlichen Voraussetzungen dafür würden bereits geschaffen.

Landkreis investiert 4,9 Millionen Euro in Ausbau

„Es ist toll, dass der Landkreis so kräftig ausbaut und alles auf gute Füße stellt“, so Albrecht: „Man sieht an den Plänen, dass man sich definitiv mit den Wünschen auseinandergesetzt hat.“

Laut Mischa Flaspöhler vom „Fachdienst 65 – Liegenschaften des Landkreises“ investiert der Landkreis als Schulträger insgesamt 4,9 Millionen Euro in die Erweiterung. Dabei handele es sich um mehrere Maßnahmen, die sukzessive bis 2028 abgeschlossen sein sollen. Allgemeine Unterrichtsräume, Fach- und Therapieräume, ein neuer Gemeinschafts- und Freizeitbereich mit Mensa sollen entstehen. Zudem wird der Verwaltungsbereich erweitert.

In Summe kämen rund 700 Quadratmeter neu nutzbarer Fläche hinzu. Bislang habe es bei der Umsetzung keine nennenswerten Lieferschwierigkeiten oder Verzögerungen gegeben, stellt Flaspöhler fest.

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