Sulingen: „Reinrassige französische Orgel“mit drei manualen Tastenreihen gewünscht

Neuer Förderverein für Neubau einer Orgel

Blumen für den Vorstand, mit, von links, Volker Scheland, Ulrike Lindemann, Vorsitzendem Christian Jost und seinem Stellvertreter, Konrad Leymann. Foto: SKN

Sulingen - Von Sven Knoop. Sulingen ist um einen neuen Verein reicher: 20 Interessierte kamen zusammen, um über die Gründung eines Fördervereins zum Neubau der Orgel in der evangelisch-lutherischen Sankt-Nicolai-Kirche zu diskutieren – am Ende des Abends waren sie die Gründungsmitglieder.

Hans-Rudolf Kalus präsentierte das Ziel des Abends: „Mitstreiter zu finden, die das Projekt des Orgelneubaus unterstützen und zu Ende bringen“. Von einer „Orgel über Sulingen hinaus“ sprach Juliane Worbs, Pastorin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde.

Für die Finanzierung seien 80 Prozent Großspender und 20 Kleinspender angedacht – bei Kosten von 995 000 Euro, von denen 250 000 Euro bereits von der Landeskirche Hannover zugesichert worden seien.

Mit dem Förderverein sei es möglich, Aktionen zu planen und Kontakte zu knüpfen: „In zwei Jahren wollen wir schauen, wo wir sind“, erklärte die Pastorin.

Unter einer neuen Orgel könne sich aber niemand was vorstellen, schloss Worbs und übergab das Wort an den Kantor Kai Kupschus, der die Pläne für das neue Musikinstrument präsentierte: „Eine reinrassige französische Orgel“ solle es sein mit „drei manualen Tastenreihen“. Letzteres gäbe es im näheren Umfeld nur in Nienburg, Loccum, Bremen, Hannover und Osnabrück, weiß Kupschus: „Aber eine solche Orgel gibt es so noch nicht.“

Die Überlegungen hierfür starteten im Herbst 2016 mit einer Sachverständigenkommission der Landeskirche, sagte der Kantor. Für den Neubau habe man sich vier Angebote eingeholt: Die Wahl fiel auf eine Orgelbaufirma in der Nähe von Bad Nenndorf. Für die Fertigung der Zungenregister würde der Anbieter für einen authentischen Klang mit einem französischen Orgelbauer zusammenarbeiten, erläuterte Kupschus.

Neben der Begleitung der Gottesdienste stelle er sich die Ausbildung von Organisten aus umliegenden Kirchengemeinden und Orgelkonzerte vor – „um Begeisterung für Orgelmusik zu schaffen.“ Begeisterung, die, laut Aussage von Kupschus, zudem Professoren der Hochschule für Künste in Bremen für das Projekt verspüren, da eine solche Orgel einzigartig sei und Überlegungen für eine Kooperation im Raum stehen. „Die Orgel wird für Furore sorgen“, zitiert der Kantor die Orgelexperten. Den Vorteil eines Fördervereins sehe er darin, auch Menschen fernab der Kirchengemeinde zu erreichen. Rechtsanwalt und Kirchenvorstandsmitglied Lars Brettschneider stellte die Vereinssatzung vor. Danach hatten die Anwesenden Zeit, Fragen zu stellen und zu bedenken, ob sie dem Förderverein beitreten wollen.

Ein Diskussionspunkt war die Finanzierung und Machbarkeit des Projekts. Pastorin Juliane Worbs sprach von einem Finanzierungsplan, einem Projekthandbuch und dass das Projekt nur umgesetzt werde, wenn die Finanzierung gesichert sei. „Von vielen Erfahrungen der Landeskirche“ in ähnlichen Projekten berichtet Kantor Kupschus, die Mittel durch Zuschüsse der Landeskirche, Stiftungen oder Bundes- und Landesmittel erhalten hätten. Nächster Tagespunkt waren die Vorstandswahlen: Die 20 neuen Mitglieder wählten als Vorsitzenden Christian Jost, stellvertretender Vorsitzender ist Konrad Leymann, Kassenwart Volker Scheland und Ulrike Lindemann Schriftführerin.

Weitere Vorstandsmitglieder sind der Vereinssatzung nach der Kantor (Kai Kupschus) sowie ein Delegierter des Kirchenvorstandes.

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