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Neue Zugangswege zum Glauben im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz

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Von: Harald Bartels

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Eine Frau steht im Sonnenschein und zeigt ein Plakat.
Für die erste Familienfreizeit des neuen Projektes „Ankerzeit“ wirbt Pastorin Juliane Worbs. © Bartels

Sulingen – Seit 2014 ist Pastorin Juliane Worbs in Sulingen als Seelsorgerin tätig. Das bleibt sie auch weiterhin, aber zusätzlich hat sie ein neues Aufgabengebiet: Sie betreut für den evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Grafschaft Diepholz das Projekt „Ankerzeit“.

Die Kirchenkreissynode hat eine zunächst auf sechs Jahre angelegte Projektstelle geschaffen für die Arbeit mit jungen Erwachsenen und digitalen Begegnungsräumen. Eine Beschreibung, die im Alltag etwas holprig ist, daher der Name „Ankerzeit“. Unter Corona sei da schon viel passiert, berichtet die Pastorin: Für den Kirchenkreis habe sie einen Instagramkanal und einen Facebookauftritt angelegt, beides unter dem Namen „Wir Leben Glauben“, außerdem hätten auch verschiedene Formen von Online-Gottesdiensten stattgefunden. Das soll fortgeführt werden, denn „die Kirche will da sein, wo die Menschen sind – und damit auch in den digitalen Medien ansprechbar sein.“

Damit solle aber nicht nur geworben werden für Aktionen und Veranstaltungen der Kirche. Es sei auch eine Möglichkeit, um in aller Offenheit Fragen stellen zu können: „Es geht um einen selbst, um das, was einen beschäftigt. Und darum, welche Rolle Gott in meinem Leben spielt“, erläutert Juliane Worbs. Es könne über Gott und die Welt geredet werden, aber es sei auch Raum für konkrete Fragen, beispielsweise zur Taufe, zur Hochzeit, zum Segen oder zum Gebet.

Die Arbeit geschieht aber nicht nur in der digitalen Welt, sondern auch mit Angeboten vor Ort. Die erste gemeinsame Aktion werde am Sonntag, 5. März, ein Gottesdienst in der Kuppendorfer Heide sein in Form eines Spaziergangs mit mehreren Stationen.

Für die Zeit vom 14. bis 16. April plant die Pastorin eine Familienfreizeit unter dem Motto „Inseltage“. Ziel sei auf Spiekeroog ein mitten in den Dünen am Strand gelegener Jugendhof der Landeskirche Hannover. Zum Programm gehöre das Erkunden der Insel sowie Zeit zum Spielen und Erzählen. „Wir wollen in der Weite Kräfte sammeln und die Seele zur Ruhe kommen lassen.“ Hier seien noch Plätze verfügbar, Fragen dazu beantworte sie gerne auf Anfrage per E-Mail (juliane.worbs@evlka.de).

Die weiteren Planungen sehen eine Veranstaltung im Kirchenkreis im Rahmen der bundesweit gefeierten Tauffeste am 24. Juni vor, Klostertage vom 26. bis 30. Juli im Kloster Bursfelde bei Hannoversch Münden in Zusammenarbeit mit dem Landesjugendpfarramt Oldenburg sowie, vom 17. bis 19. November, erneute Inseltage auf Spiekeroog – dann auch für Einzelpersonen.

Vieles sei aber noch gar nicht festgelegt: „Es ist alles noch im Werden.“ Sie habe zwar schon viele Ideen, aber sie sei offen für andere Anregungen, auch in Hinblick auf mögliche Kooperationen. „Der Vorteil an einer Projektstelle ist: Ich kann ganz in Ruhe überlegen, was jetzt wichtig ist.“ Derzeit gehe es vor allem auch darum, Kontakte herzustellen und ein Netzwerk zu schaffen. Generell sei das Ziel: „Wir wollen Kirche so gestalten, dass sie ein Ort ist, wo man gerne Zeit verbringt und sich einbringt.“

Aktuell ist Juliane Worbs alleine zuständig für die „Ankerzeit“ – mit einer halben Stelle, während sie mit einer halben Stelle weiterhin ihren Seelsorgebezirk in Sulingen betreut. Ab September erhält sie Verstärkung durch Diakonin Sina Bramlage, die dann mit einer Drittelstelle dem Projekt zugeordnet wird, aber überwiegend im Kreisjugenddienst des Kirchenkreises beschäftigt ist.

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