Neue Lieder im Repertoire 

Sängerinnen des Chores „Sonett“ feiern Zehnjähriges 

Die Sängerinnen von „Sonett“ bewiesen ein sicheres Gefühl für Text, Melodie, Rhythmus und Dynamik. - Fotos: Kurth-Schumacher

Gross Lessen - Von Martina Kurth-Schumacher. Trotz zehnjähriger Bühnenerfahrung stellte sich bei den „Sonetten“ im Vorfeld des Wochenendes Lampenfieber ein: Die beiden „Jubiläumskonzerte“, auf die sich die 18 Sängerinnen mit zahlreichen Extra-Proben vorbereitet hatten, gehörten wohl zu den größten Herausforderungen ihrer noch jungen Chorgeschichte.

„Schön, dass ihr unseren Geburtstag mit uns feiert“, begrüßte Corinna Schwarze das Publikum am Samstagabend im Groß Lessener Gasthaus Husmann. Ein Viertel der Lieder – ein abendfüllendes Programm aus Schlagern, Gassenhauern, Filmmusik und Klassikern – brachte „Sonett“ erstmals zu Gehör, weitere Songs waren auch den treuen Fans weitgehend unbekannt.

„Für Frauen ist das kein Problem“, schmetterten die Sängerinnen zum Auftakt des Konzerts. Der Hymne auf das weibliche Geschlecht à la Max Raabe folgte der Hit von Bruno Mars „Count on me“. Herzlicher Applaus des Publikums, zufriedene Miene von Chorleiterin Ludmilla Powelkin – die Aufregung legte sich nach dem ersten Set.

„Sonett“ zeigte ein sicheres Gefühl für Text, Melodie, Rhythmus und Dynamik. Anspruchsvoll etwa „You’ll be in my heart“ aus dem Musical Tarzan oder „Ex’s & Oh’s“, eine musikalisch-heitere Rückschau auf verlassene Liebhaber (Elle King). Für Freunde des plattdeutschen Liedguts gab es „Dat du min Leevsten büst“, in der Rubrik „Schlager“ fanden „Atemlos“ (Helene Fischer) oder „Ich war noch niemals in New York“ (Udo Jürgens) Einzug in das Programm. Begleitet wurde „Sonett“ auf dem Piano im Wechsel von Larissa Legostaev und Torsten Wolle.

Der Kinderchor „Lucky Kids“ (Leitung: Ludmilla Powelkin) gratulierte den „lieben sonetten Leuten“ musikalisch. Ihre guten Wünsche überbrachten sie mit dem umgetexteten Lied „Schön ist es, auf der Welt zu sein“. Bei „Lollipop“ und dem „Mäuse-Rock’n’Roll“ sprang der Funke über: Die „Lucky Kids“ vermittelten die Freude an Musik und Gesang, die zum Mitmachen animierte. Auch Chorleiterin Ludmilla Powelkin band das Publikum ein: Sie ermunterte zu kollektiven Stimmübungen nach der Komposition „Die Moldau“ von Friedrich Smetana.

Der Kinderchor „Lucky Kids“ gratulierte den „lieben sonetten Leuten“ musikalisch zum zehnjährigen Bestehen.

„In jeder Frau steckt ein Stück Hefe“, sang das siebenköpfige Organisationsteam passend zur Publikumsfrage: „Wie viel Gewicht bringen wir ,18 Sonetten‘ mit Chorleiterin Ludmilla Powelkin und unseren beiden Keyboardern auf die Waage und wie alt sind wir zusammen?“ Für die (fast) richtige Beantwortung der Schätzfragen (1 680 Kilogramm und 1 026 Jahre), die der Chor am Samstag und Sonntag seinem Publikum stellte, erhielten Friedhelm Hartkamp und Michael von Freden Sekt und Süßes.

Letzterem war es zu verdanken, dass „Sonett“ am Sonntag mit dem Lied „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen eine vierte Zugabe gewährte.

Insgesamt feierten 200 Gäste mit „Sonett“ den „runden Geburtstag“. „Wir können sehr zufrieden sein mit unserem Jubiläumswochenende“, sagte Vorsitzende Corinna Schwarze. Die Bilanz gilt auch für die zehnjährige Geschichte des Chores, in dem neue Mitglieder nach wie vor sehr willkommen sind.

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