Schwergewicht als Krönung

Wasserversorgung in Sulingen-Hassel: Brunnen fit für weitere 50 Jahre

Per Autokran wurde am Dienstag das Brunnenkopfbauwerk in Hassel aufgesetzt. Fotos: Günter Frenkler
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Per Autokran wurde am Dienstag das Brunnenkopfbauwerk in Hassel aufgesetzt.

Seit November arbeitet die Wasserversorgung Sulinger Land an der Erneuerung des Trinkwasserbrunnens in Hassel. Dienstag wurde das Brunnenkopfbauwerk aufgesetzt.

Sulingen – Seit November arbeitet die Wasserversorgung Sulinger Land an der Erneuerung des Trinkwasserbrunnens 7 in Hassel, und nun hat die Maßnahme einen wichtigen Schritt genommen: Am Dienstag wurde per Autokran das sogenannte Brunnenkopfbauwerk aufgesetzt.

Dieses rund 25 Tonnen schwere Betonkonstrukt beherbergt künftig die Pumpe, die auf dem Brunnenkopf platziert wird. Noch etwa vier Wochen werde es, das entsprechende Wetter vorausgesetzt, bis zum Abschluss der Arbeiten dauern, schätzt Günter Frenkler, bei der Wasserversorgung zuständig für Wasserförderung und Wasserwerke.

Investitionsvolumen mehr als 200.000 Euro

Bei der regelmäßigen Kontrolle der Brunnenanlage sei festgestellt worden, dass die bestehende Installation aus dem Jahr 1972 in keinem guten Zustand mehr gewesen sei; insbesondere der aus einem Schichtholz bestehende Aufbau sei schadhaft gewesen. Daher habe man die Entscheidung getroffen, diesen Brunnen zu überbohren.

Dafür sei das alte Bauwerk mittels eines in einem Stahlrohr hinabgeführten Greifers ausgebaggert worden bis in eine Tiefe von 40 Metern, wo die Tonlage beginne.

Der alte Brunnen wurde vorab mit einem Greifer ausgebaggert.

Parallel dazu habe man eine Aufschlussbohrung als Trockenbohrung vorgenommen. Damit könne einerseits möglichst genau die Platzierung des Filters für den neuen Brunnen geplant werden, und andererseits seien so die tatsächlichen Bodenverhältnisse ermittelt worden, anhand derer Größe und Schüttung des Filters berechnet werden.

Im Anschluss wurde der neue Filter aus Edelstahl-Wickeldraht eingebracht, gefüllt mit in Handarbeit verdichtetem Quarzkies. Darüber ist nun ein PVC-Rohr angebracht, durch welches das Wasser nach oben befördert wird. Es endet im Brunnenkopfbauwerk, wo noch der Brunnenkopf einzubetonieren ist. Die Erneuerung koste rund 200. 000 Euro.

Förderung aus bis zu 35 Metern Tiefe

Mit diesem Brunnen fördere man Trinkwasser aus einer Tiefe von 25 bis 35 Metern, und er sei ausgelegt für eine Fördermenge von 100 Kubikmeter pro Stunde, so Frenkler. Insgesamt verfügt die Wasserversorgung für das Wasserwerk Sulingen über sechs Brunnen mit einer Leistung zwischen 50 und 100 Kubikmeter pro Stunde, für das Wasserwerk Schwaförden über vier Brunnen mit jeweils circa 100 Kubikmeter pro Stunde und für das Wasserwerk Kirchdorf über vier Brunnen mit 40 bis 100 Kubikmeter pro Stunde. Alle Brunnen überprüfe man regelmäßig, und alle vier bis acht Jahre reinige man sie von Eisen- und Mangan-Verockerungen. Ein festgelegtes Reinigungsintervall gebe es nicht: „Jede Anlage reagiert unterschiedlich.“ Aufwendige Erneuerungen wie derzeit in Hassel seien jedoch selten: 2006 habe man den Brunnen Hassel 5 überbohrt, und im Winter 2018 / 2019 sei der aus dem Jahr 1969 stammende Brunnen Kirchdorf 3 erneuert worden. Auf eine ähnlich lange Lebensdauer hoffe man auch bei dem neuen Brunnen in Hassel. 

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