Austausch der  Klärschlammentwässerung

Wasserversorger Sulinger Land investiert 400.000 Euro

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Die Zentrifugentrommel, Herzstück der alten Anlage, hängt schon mal „in den Seilen“ (links Mitarbeiter Stephan Emker, rechts Abwassermeister Heiko Schlamann).

Sulingen - Etwa eineinhalb Tonnen schwer ist die Zentrifugentrommel, die da am Deckenlaufkran hängt, schätzt Abwassermeister Heiko Schlamann. Sie ist das Herzstück der Klärschlammtrocknungsanlage im Sulinger Klärwerk, die es – mit Motor, Gestell, Förderband et cetera – auf vier Tonnen bringt. Und nach 26 Jahren im Einsatz ausgedient hat: In den Austausch gegen ein neues leistungsfähigeres System investiert die Wasserversorgung Sulinger Land rund 400 000 Euro.

„Klärschlamm besteht zum größten Teil aus Bakterien aus dem Belebungsbecken“, erläutert Heiko Schlamann. Ein Teil des Schlamms wird von Landwirten als organischer Dünger auf den Feldern ausgebracht. Damit könnte allerdings, durch die Novelle der Klärschlammverordnung, im Jahr 2024 Schluss sein. 

Mobiles System sichert Übergangszeit

„Ein anderer Teil geht an die ,hanseWasser‘ in Bremen, die den enthaltenen Kohlstoffanteil nutzt und Faulgas als Energiequelle gewinnt.“ Dadurch reduziere sich das Gewicht des Klärschlamms um etwa ein Drittel. Auch die Wasserversorgung Sulinger Land möchte dieses Verfahren nutzen, für rund 2,4 Millionen Euro soll ein Faulturm mit Blockheizkraftwerk entstehen. Und die Klärschlammentwässerung? „Da die Entsorgung immer teurer wird, ist es umso wichtiger, möglichst viel Flüssigkeit aus dem Schlamm zu bekommen“, stellt der Abwassermeister fest. „Da ist die alte Anlage nicht mehr leistungsfähig genug. Sie hat zwischen 18 und 19 Prozent Trockensubstanz geschafft, die neue wird es auf 23 bis 24 Prozent bringen. Und sie arbeitet energieeffizienter.“

Nach vorbereitenden Arbeiten macht das Team des Klärwerks am Montag „ernst“ mit dem Abbau der Klärschlammentwässerungsanlage, deren Teile im Container für die Altmetallverwertung landen: „Wir haben die Anlage in der vergangenen Woche länger laufen lassen, und in der kommenden Wochen bekommen wir ein mobiles System für die Übergangszeit“, erläutert Heiko Schlamann.

Für die neue Klärschlammentwässerung von der Firma Hiller aus dem bayerischen Vilsbiburg müssen noch neue Fundamente im Hallenboden geschaffen werden. Sie soll bis Ende Oktober montiert sein und im November in den Probebetrieb gehen, nennt Schlamann den Zeitplan. Sie verfügt über ausreichend Kapazitäten, auch die Klärschlämme aus den Abwasserwerken in Ehrenburg und Kirchdorf aufzunehmen, denen bislang nicht die Flüssigkeit entzogen wurde. Theoretisch könnte die Anlage auch Klärschlamm aus der Samtgemeinde Siedenburg entwässern, falls diese irgendwann ihren Abwasserbetrieb der Wasserversorgung Sulinger Land übertragen will.

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