Kein Hinweis auf Grundwasserbeeinträchtigung

Leitungsleck in Barenburg: Nassöl tritt in Maisfeld aus

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Die durch den Bodenabtrag entstandene Grube wird derzeit im Bereich des Lecks vertieft, um es freizulegen und zu untersuchen.

Barenburg - Ein Leck an einer Nassölleitung der „ExxonMobil Production Deutschland“ in Barenburg wurde am Freitag festgestellt: „Einer ersten Einschätzung zufolge sind rund 500 Liter Nassöl in einem Maisfeld ausgetreten“, heißt es dazu in einer Mitteilung des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) vom Dienstag.

Und weiter: „Der einzige sich in der Nähe befindende Graben wurde visuell begutachtet und ist durch die Leckage nicht betroffen. Hinweise auf eine Beeinträchtigung des Grundwassers sind derzeit nicht zu erkennen.“

Landwirt hat das Problem erkannt und sofort gehandelt

„Wir hatten Glück im Unglück“, stellt Andreas Gobi, Betriebsleiter der „ExxonMobil“ in Barenburg, am Dienstagnachmittag am Ort der Havarie in einem Maisfeld an der Straße Dillenmoor fest. „Der Landwirt, der das Feld bewirtschaftet, hat die austretende Flüssigkeit entdeckt und uns sofort verständigt.“ Das Nassöl – es besteht aus 98 Prozent Lagerstättenwasser und zwei Prozent Rohlöl – gelangte offenbar nicht in den Graben, breitete sich parallel dazu am Maisfeldrand aus.

Noch am Freitag informierte „ExxonMobil“ das LBEG, das sofort die Ermittlungen zur Schadensursache aufnahm. In der Mitteilung des Landesamtes heißt es: „Das Unternehmen hat direkt nach der Schadensfeststellung Sofortmaßnahmen eingeleitet, die betroffene Leitung wurde außer Betrieb genommen, die Flüssigkeit abgesaugt. Die auf den Ackerboden ausgelaufenen Nassölmengen wurden über einen Saugwagen aufgenommen, die Restmengen über Bodenabtrag beseitigt sowie die betroffenen Bodenflächen noch am selben Tag durch Bodenabtrag – circa 15 Zentimeter tief – gesäubert. Der auf der Oberfläche kontaminierte Boden wurde abgetragen und in einem Container aufgenommen.“ 

Korrosion als Ursache vermutet

Das genaue Ausmaß des Schadens werde von einem Fachgutachter ermittelt, der ein entsprechendes Sanierungskonzept erstellen und die Sanierungsarbeiten begleiten werde. „Das Konzept ist dem LBEG vorzulegen. Nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen wird dem LBEG der schriftliche fachgutachterliche Nachweis über den Sanierungserfolg vorgelegt.“

Der Bodenabtrag sei bereits fachgutachterlich untersucht und als saniert freigegeben worden, teilt Klaus Torp, Pressesprecher von „ExxonMobil“, am Dienstag auf Anfrage der Redaktion mit. „Aktuell wird die Grube im Bereich der Leckage vertieft, um das Leck freizulegen, das dann von Experten und Fachgutachtern untersucht wird.“ Die Ursache für den Leitungsschaden sei noch nicht bekannt.

Die Nassölleitung Barenburg 38 besteht in diesem Bereich aus Stahl, erläutert Andreas Gobi: „Ich vermute Korrosion als Ursache. Allerdings werden die Leitungen alle zwei Jahre geprüft – diese zuletzt im März 2016.“

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