Passanten melden auffälligen Hund

Feuerwehren suchen vermeintlich vermisste Person im Suletal

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Feuerwehrleute suchen die Wasserfläche im Nördlichen Suletal nach einer vermissten Person ab.

Das auffällige Verhalten eines Hundes sorgte in der Nacht zu Sonntag für einen Einsatz der Rettungskräfte. Es wurde umgehend eine Personensuche eingeleitet. Später stellte sich heraus, das der Hund entlaufen war. 

Sulingen – Die Mitarbeiter der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises Diepholz hatten die Retter gegen 1.20 Uhr an die Wasserfläche im Naherholungsgebiet Nördliches Suletal beordert. Eine vermisste Person war gemeldet worden. Eine Fehleinschätzung, wie sich erst später herausstellen sollte.

Beteiligt an dem Einsatz waren die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Sulingen und die der Ortsfeuerwehr Barenburg sowie die Mitarbeiter des Rettungsdienstes und Beamte des Polizeikommissariates in Sulingen.

Passanten alarmieren Einsatzkräfte

Passanten hatten den Notruf abgesetzt, nachdem sie einen Hund im Bereich des Suletals entdeckt hatten. Nach Schilderung von Augenzeugen sei das einem Kampfhund ähnelnde Tier auch noch nach Eintreffen der Einsatzkräfte immer wieder suchend am Ufer des Sees hin und her gelaufen, immer wieder ins Wasser gesprungen und habe dabei gebellt. „Der Verdacht, dass das Tier Herrchen oder Frauchen im Wasser suchen würde, lag nahe“, erklärte ein Sprecher des Polizeikommissariates in Sulingen am Sonntagmittag auf Anfrage.

Sulingens stellvertretender Ortsbrandmeister Christian Brünjes gehörte zu den ersten Einsatzkräften, die im Bereich des Naherholungsgebietes eintrafen.

Personensuche mit Wärmebildkamera und Booten

Brünjes forderte zur Unterstützung die Ortsfeuerwehr Barenburg an, später auch Kräfte des Ortsverbandes Sulingen des Technischen Hilfswerks, die nicht mehr zum Einsatz kamen. Ortsfeuerwehr Barenburg und Technisches Hilfswerk verfügen über Boote, deren Besatzungen bei der Suche nach der vermissten Person helfen sollten. „Eingesetzt haben wir auch unsere Wärmebildkamera“, erklärt Brünjes.

Auffälliger Hund war entlaufen

Parallel dazu suchten Polizeibeamte die Besitzer gemeldeter auffälliger Hunde im Stadtgebiet auf. An einer Adresse trafen sie sie die Besitzer des Tieres an, das sich zu diesem Zeitpunkt noch am Stadtsee aufhielt.

Der Hund habe eine hohe Affinität zu Wasser und sei entlaufen, hieß es. Eine von den Besitzern selbst eingeleitete Suche sei erfolglos verlaufen.

Die Beamten informierten die Einsatzkräfte an der Wasserfläche im Suletal. Sie stellten die Suche dann ein.

Besitzer hätten Hund als vermisst melden sollen

„Der Einsatz wäre vermeidbar gewesen“, hieß es Sonntag aus dem Kreis der Einsatzkräfte, „wenn die Hundebesitzer die Polizei über das Verschwinden des Tiers informiert hätten.“ 30 ehrenamtliche Helfer waren in der Nacht im Nördlichen Suletal im Einsatz.

Sensibilisiert worden waren Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst durch einen Vorfall am Samstag am Silbersee bei Stuhr. Zwei Besucher des Sees hatten einen elfjährigen Jungen als vermisst gemeldet. Der Elfjährige wurde nach 20 Minuten durch Taucher aus dem See gerettet, verstarb aber am späten Abend.   

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