Herbstfest der „Initiative“

Verkaufsoffener Sonntag in Sulingen leidet unter Dauerregen

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Herbstfest 2019 der Initiative Sulingen: Regenschirm und Regenjacke gehörten zur Standardausrüstung der Besucher der Innenstadt. 

Für Sonntag hatte die Initiative Sulingen zum Herbstfest nach Sulingen gebeten. Die Aussteller im Freien litten unter Dauerregen.

Sulingen – Des einen Freud, des anderen Leid: Frohlockte der eine oder andere Landwirt der Region am Sonntag ob der Niederschläge, dieSturmtief „Mortimer“ dem Mittelzentrum bescherte, war die Stimmung bei den Outdoor-Ausstellern der Sulinger Innenstadt schon kurz nach Beginn des Herbstfestes mit verkaufsoffenem Sonntag auf dem Tiefpunkt angekommen. „Wir rücken ab“, meldete Volker Fischer, Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Sulingen, knapp drei Stunden nach Veranstaltungsbeginn. 

Die Gastgeber der „Initiative Sulingen“ hatten einmal mehr örtliche Vereine und Verbände aufgefordert, die Veranstaltung als Plattform zu nutzen, um sich und ihre Angebote vorzustellen. „Initiative“-Vorsitzender Philipp Leymann: „Das Herbstfest ist nicht nur eine Veranstaltung für den Handel, sondern für alle Gruppen, die sich für Sulingen engagieren. Wir wollen ein Abbild der Stadt zeigen.“ Leymann mit Blick auf die Witterung: „Die örtlichen Händler, mit denen ich gesprochen habe, sind nicht unzufrieden. Leid tut es mir um die, die heute mit ihren Angeboten draußen stehen; dazu gehören neben Schaustellern und fliegenden Händlern eben auch Vereine und Einrichtungen der Stadt.“

Herbstfest in Sulingen

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Die wissen das Angebot der „Initiative“, Herbst- und Frühlingsfeste als Plattform der Eigenwerbung zu nutzen, zu schätzen. Stefan Winkelmann, Vorsitzender des Vereins „SSH Suchtselbsthilfe Sulinger Land und Freunde“: „Wir wollen nicht nur über uns, sondern vor allem über das Thema Sucht informieren; in allen Facetten.“ Unter anderem mit einem Ratespiel lockten die Mitglieder des eingetragenen Vereins an ihren Stand. „Wir nehmen nicht nur Betroffene auf, sondern auch Angehörige und andere Interessierte“, erklärte Winkelmann. Das Interesse an der Arbeit der Suchtselbsthilfe hielt sich am Sonntag in Grenzen. Aber: „Das Wetter schreckt uns nicht ab“, sagte der Vorsitzende. Und: „Wir kommen wieder.“

Gelassenheit trotz Regens und Wind strahlte genauso Stefan Meyer, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Sulingen, aus: „Wir weichen auf, aber nicht vom Platz.“ Zeitweise seien „ordentlich Leute unterwegs.“ Er, Meyer, begrüße, dass die „Initiative“ örtliche Vereine und Verbände einlade, sich an den Frühlings- und Herbstfesten zu beteiligen. „Wir wollen ansprechbar sein; nicht nur zu den Wahlen.“

„Plattformen für Engagement anbieten“

162 Mitglieder zähle der Stadtverband aktuell. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung dürften auch die Parteien den Bereich der Mitgliedergewinnung nicht aus dem Blick lassen: „Aktionen wie Friday for Future zeigen, dass die Leute bereit sind, sich zu engagieren. Aufgabe der Parteien ist, zu zeigen, dass sie dafür Plattformen bieten.“

Uwe Overhoff von den Freien Wählern Sulingen sieht das ähnlich: „Wir wollen den Leuten zeigen, dass es uns gibt. Wir wollen mit ihnenins Gespräch kommen.“ Bei Dauerregen am Sonntag kein leichtes Unterfangen. Aktuell zähle die Wählergemeinschaft gut 20 Mitglieder. Gerne nehme man noch welche auf; mit Ausnahme von extrem links und extrem rechts jeder politischen Richtung. Overhoff: „Wir wollen über die Diskussion zu Zielen kommen, die wir später im Stadtrat umsetzen. Dabei ist uns Vielfalt wichtig.“

Feuerwehr wirbt für aktiven Dienst

Die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Sulingen hatten sich Sonntag in Begleitung der Mitglieder der Jugendfeuerwehr und des Fördervereins im westlichen Teil der Langen Straße platziert. Ortsbrandmeister Fischer mit Blick auf die Jugendfeuerwehrmitglieder: „Die waren schon nach zwei Stunden klitschnass. Dann haben wir irgendwann gesagt: Das hat keinen Zweck mehr.“

Ziel der Präsenz der Ortsfeuerwehr in der Innenstadt war, für den aktiven Dienst, aber auch für Mitgliedschaften in der Jugendfeuerwehr und im Förderverein zu werben. Die Feuerwehrleute hatten neben verschiedenen Einsatzfahrzeugen auch jede Menge Informationen, etwa auf Stellwänden, aufgefahren. Volker Fischer mit Blick auf die Witterung: „Schade, eigentlich. Das nächste Mal gerne wieder.“  

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