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Musikduo „Arrested Amtsbrüder“ hat viele neue Lieder „im Koffer“

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Von: Martina Kurth-Schumacher

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Aufregender Auftakt für die „Arrested Amtsbrüder“ Rainer Wölk (rechts) und Uli Preuss (Mitte), hier mit Manni Kehr, beim ersten Konzert nach der pandemiebedingten Pause in der Heiligenloher Kirche.
Aufregender Auftakt für die „Arrested Amtsbrüder“ Rainer Wölk (rechts) und Uli Preuss (Mitte), hier mit Manni Kehr, beim ersten Konzert nach der pandemiebedingten Pause in der Heiligenloher Kirche. © Privat

Sulinger Land – Sie vermissen ihr Publikum, und die Zuhörer vermissen sie: Die „Arrested Amtsbrüder“, Uli Preuss (Sulingen) und Rainer Wölk (Heiligenloh), haben normalerweise jährlich 20 Auftrittstermine in ihrem Kalender verbucht, coronabedingt reduzierten sich diese auf maximal eine Handvoll. Das Schicksal teilen sie mit vielen anderen Künstlern, für etliche waren die letzten Monate ein finanzielles Desaster.

„Zum Glück hat es uns persönlich wirtschaftlich nicht umgehauen, da wir nebenberuflich Musik machen“, sagt Uli Preuss. Die Einnahmen seien eigentlich nur ein positiver Nebeneffekt, ergänzt Rainer Wölk: „Es geht uns nicht in erster Linie ums Geldverdienen, sondern um den Spaß an dem, was wir tun. Und um das Feedback der Leute. Vor allem das hat gefehlt.“ Musik ist Teil ihres Lebens – ein Hobby, dem sie seit 28 Jahren gemeinsam frönen. „Wir haben richtig Lust dazu, sonst hätten wir es nie so lange zusammen ausgehalten“, offenbaren die „Amtsbrüder“, die sich eine hohe Professionalität auf Fahne geschrieben haben. Für ihre Auftritte bereiten sie sich intensiv vor, wählen für jeden Anlass passende Lieder aus, arrangieren Songs neu oder versehen sie mit eigenen Texten.

Ihre regelmäßigen Treffen hätten sie auch in Corona-Zeiten beibehalten, aber meist ohne die Instrumente rauszuholen, sagt Rainer Wölk. Uli Preuss nickt: „Ja, das war ganz schön frustig: Auf Dauer ist es keine Perspektive, nur Kaffee zu trinken.“ Im Herbst letzten Jahres seien sie mit sich selbst ins Gericht gegangen und hätten sich ein striktes Probenprogramm verordnet. Ihren „alten Schwung“ fanden sie wieder, inzwischen haben sie viele neue Lieder „im Koffer“.

Weitere Impulse ergaben sich durch die Zusammenarbeit mit Manni Kehr aus Münster. „Wir beiden haben in den späten 1980er Jahren zusammen Musik gemacht und in der Corona-Zeit festgestellt, dass wir immer noch gut zusammenpassen. Auch zu dritt“, sagt Uli Preuss. Die drei Stimmen harmonieren, Manni Kehr bringt sich außerdem auf hohem Niveau in die Instrumentalbegleitung ein.

Inzwischen haben die „Arrested Amtsbrüder“ und ihr „Oberschließer“ an langen Probenwochenenden rund 30 Lieder passend für ihr Trio arrangiert – mit Piano, Gitarre, Mandoline, Akkordeon, Geige, Mandola, Flöten, Kazoo und dreistimmigem Gesang. Der „dritte Mann“ brachte eigene Ideen mit, entsprechend hat sich das Repertoire um weitere Facetten erweitert.

Uli Preuss (67), Rainer Wölk (72) und Manni Kehr (67) sind nicht nur „leidenschaftliche Rentner“, sondern auch ambitionierte Musiker. Ihre Bühnenpremiere als Trio hatten sie vor kurzem in der Kirche in Heiligenloh. „Die vielen positiven Rückmeldungen motivieren uns“, betonen die „Amtsbrüder“, die nach wie vor als Duo in der Region zwischen Bremen, Minden, Nienburg und Diepholz Termine wahrnehmen wollen, wo sie seit Jahrzehnten einen guten Namen haben. Am Herzen liegt ihnen aber auch ihr Projekt mit „Oberschließer Manni“. Uli Preuss: „Wir freuen uns, dass es schon erste Anfragen von Kleinkunst-Veranstaltern gibt.“

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