Videopremiere im Sulinger „Nachtwerk“

Unterstützung für Gastronomie per Musikvideo

Band, Darsteller und Mitwirkende im „Nachtwerk“.
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Band, Darsteller und Mitwirkende präsentierten das Video zu „Alle, für niemand“ im „Nachtwerk“.

Musiker haben es nicht leicht in diesen Wochen, aber das gilt für die Gastronomie ebenso. Aus einem Videodreh, der als Unterstützung für eine junge Band gedacht war, wurde daher kurzerhand eine Hilfe für die beteiligten Lokale.

  • Video zum Song „Allein, für niemand“ wird am 2. April veröffentlicht
  • Band „Metachemie“ spendet Erlöse aus Download und Streaming
  • Open Air im Sommer im „Nachtwerk“ in Planung

Sulingen – Laute Rockklänge waren am Samstag in der Sulinger Diskothek „Nachtwerk“zu hören. Der Grund dafür war allerdings keine illegale Party, sondern eine Pressevorführung des Musikvideos zum Song „Allein, für niemand“ der Band „Metachemie“.

Den Anstoß zum Projekt gab Marco Buhrmester, selbstständiger Videograph aus Hille. Ihm sei Anfang Februar ein Videoprojekt ausgefallen, berichtet er, und stattdessen habe er den dafür geplanten Zeitraum nutzen wollen, um eine junge, motivierte Band mit einem Videodreh zu unterstützen, denn „die Zeit ist gerade für Künstler sehr schwer.“

Eine Aufnahme von den Dreharbeiten im „Nachtwerk“.

Seinem Aufruf folgte Viktor „Wick“ Wanitzek, Sänger der Band „Metachemie“. Die Band bestehe offiziell seit 2015, aber habe zuletzt pausiert. Erst Anfang dieses Jahres hätten er und Gitarrist Ryan Schwarze die Gruppe wieder aufleben lassen, verstärkt um Gitarrist Jarle Daum und Bassist Michel Möller. Die Musik sei schwer zu kategorisieren, so Viktor Wanitzek, Hardrock mit kunstvollen Tempo- und Tonartwechseln, aber dank eingängiger Hooklines sehr zugänglich. „Unser Label sagt: Ihr seid scheiße, aber sehr speziell“, lacht der Sänger.

Als Drehorte stellten sich neben dem „Nachtwerk“ auch der „Life Musikpark“ in Ströhen, die „Musikbox“ in Minden und die „Marktschänke“ in Rahden zur Verfügung. Vor allem der Dreh im „Nachtwerk“ sei toll gewesen, lobt Marco Buhrmester, denn Geschäftsführer Riyad Al-Ghoul habe zwei seiner Mitarbeiter abgestellt, die das Team den ganzen Tag betreuten – „sie haben sich rührend um uns gekümmert.“ Zuvor war für die Arbeit an den einzelnen Drehorten jeweils ein eigenes Hygienekonzept erarbeitet worden, und dabei hätten die Städte Minden und Rahden sowie der Landkreis Diepholz ganz unbürokratisch den Planungen zugestimmt.

Für die Dreharbeiten wurde unter anderem der große Tanzbereich im „Nachtwerk“ hergerichtet.

Unterstützung für das Vorhaben gab es zudem von befreundeten Musikern, DJs, Tänzerinnen und Unternehmen, die sich damit auch in den Dienst der guten Sache stellten, denn sowohl Marco Buhrmester als auch „Metachemie“ tragen selbst die Kosten des Projekts, während die Einnahmen aus der Songveröffentlichung den vier beteiligten Gastronomiebetrieben zugutekommen sollen. „Sie haben aktuell eine schlechte Zeit, aber haben uns trotzdem bei sich aufgenommen“, betont Viktor Wanitzek. Marco Buhrmester und seinem Team seien sie „unendlich dankbar, diese tolle Erfahrung wird uns niemand nehmen können.“

Am 2. April soll der Song bei YouTube auf dem Kanal „Wick! …von Metachemie“ veröffentlicht werden und parallel dazu auf allen gängigen Musik- und Streamingportalen als Single erscheinen. Zwei Wochen zuvor soll es bereits ältere Songs und bislang unveröffentlichtes Material von „Metachemie“ zum Download geben.

Open Air im „Nachtwerk“ geplant

Weil der Großteil der Dreharbeiten im „Nachtwerk“ ausgeführt wurde, planen die beteiligten Künstler hier noch eine weitere Aktion: Sobald die Pandemie-Lage es zulässt, soll eine Open Air-Veranstaltung geben, für die neben „Metachemie“ und den mitwirkenden Musikern und DJs auch die befreundete Band „Synthmarine“ zugesagt hat.

Für Riyad Al-Ghoul ist die Unterstützung – trotz der eigenen schwierigen Lage – keine große Sache: „In der Corona-Zeit hilft einer dem anderen, denn es sind für alle schwierige Zeiten.“

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