Musik-Camp der Kreismusikschule in Sulingen aufgeschlagen/ 90 Lehrer, Helfer und „Techniker“ betreuen 260 Kinder

Tagträume, Visionen und Phantasien

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In den Musizierphasen erarbeiten die Jugendlichen mit Musiklehrern gemeinsame Beiträge. Rechts oben im Bild: Organisatorin Claudia Bauer und Musikschuldirektor Uwe Wegert.

Sulingen - Von Anke Seidel. Tagträume der besonderen Art erleben zurzeit 260 Jungen und Mädchen buchstäblich nach Noten. Mit ihren Instrumenten gestalten sie Visionen und Phantasien auf ihre eigene Weise. Und welcher Song könnte besser zu diesem Thema passen als John Lennons „Imagine“?

Genau der erklang gestern während einer der Musizierphasen. Diese Phasen sind das Rückgrat des mittlerweile 29. Camps der Kreismusikschule. Darin erarbeiten Jungen und Mädchen im Alter zwischen acht und 14 Jahren Lieder und gestalten Beiträge zum Thema – zweimal am Tag. Unterhaltung und Überraschungen haben einen großen Stellenwert im Programm. So warteten nicht wenige Teilnehmer gestern gespannt auf den „Überraschungsabend“.

Heute gastiert die Band „Vortex“ beim Discoabend, und der vierte Camp-Tag am Sonnabend endet mit einem „Bunten Abend“. Zuvor zeigen die Teilnehmer in einem gemeinsam gestalteten Nachmittags-Programm, was sie während des Camps erarbeitet haben – sowohl nach Noten als auch mit viel Handarbeit. Denn Kostüme und eine bunte Kulisse gehören traditionell dazu.

90 Lehrer, Helfer und „Techniker“ betreuen die Kinder – ein eingespieltes Team. Denn für viele ist es Ehrensache, am Musik-Camp mitzuwirken. „Die Helfer kommen aus ganz Deutschland angereist“, freut sich Claudia Bauer, die gemeinsam mit Jörg Raming und Gilles Geu die Camp-Leitung hat.

Ihre Zelte hat die Kreismusikschule diesmal an der Carl-Prüter-Schule in Sulingen aufgeschlagen. Für den neuen Musikschuldirektor Uwe Wegert ist es das erste Camp. Fasziniert blickt er über die kleine Zeltstadt und auf die ausgelassenen Teilnehmer, die das Sommerwetter genießen: „Das ist ein System, das einfach läuft“, freut er sich über den reibungslosen Ablauf. Genauso gut läuft die Kooperation mit der Sulinger Schulleitung und den Hausmeistern. Darüber freut sich besonders Gilles Geu: „Der Hausmeister ist tiefenentspannt.“

Handys sind während des Camps übrigens verboten. Und halten sich alle Kinder daran? „Ausnahmen bestätigen die Regel“, antwortet Claudia Bauer.

Die Organisatoren haben das Camp bewusst in sechs „Höfe“ eingeteilt – Zeltgruppen, die so klangvolle Namen tragen wie „Planet der Träume“, „Die Traumfabrik“, „Schattenwelt“, „Sandmann und Co. KG“, „Nimmerland“ und „Kampf der Träume“.

Aus insgesamt 39 Zelten besteht das Camp. In jedem sind in der Regel sieben Kinder mit ihrer Gruppenleitung untergebracht. Klar, dass jedes Zelt seinen eigenen Namen hat.

„Schlafmützen“, Traumtänzer“ oder „Schlafwandler“ gehören zu den Zelten der Mädchen, „Krokodil“, „Käpt‘n Hook“ oder „Peter Pan“ stehen für Zelte der Jungen.

Eines haben aber alle Camp-Teilnehmer gemeinsam: Sie wollen am fünften und letzten Camp-Tag ihren Eltern zeigen, was sie in Sulingen gemeinsam erarbeitet und einstudiert haben: Bei der traditionellen Abschlussveranstaltung am Sonntag, dem Finale.

Dass es im kommenden Jahr eine Neuauflage geben wird, ist für die Beteiligten selbstverständlich. „Nächstes Jahr haben wir unser 30. Camp“, freut sich Musikschullehrer Thomas Schwenen schon jetzt.

Kreismusikschul-Camp in Sulingen

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