Mühlenverein strebt Sanierung des Galerieholländers an

Erhält Mühle Labbus noch 2017 eine Kappe?

Sprachen am Mittwoch über die Planungen der Sanierung des Galerieholländers: Aileen (r.) und Helmut Hansing (l.) mit Melanie Röper vor der Kappe der Mühle Labbus. - Foto: Schlotmann

Sulingen - Seit Mai 2013 ist die Mühle Labbus kopflos. Mitarbeiter einer Firma aus Rahden hatten die Kappe des denkmalgeschützten Galerieholländers abgetragen.

Die Planungen des Mühlenvereins, das inoffizielle Wahrzeichens im Osten der Stadt zu sanieren und in drei Bauabschnitten wieder gangbar zu machen, sollen jetzt Fahrt aufnehmen. Vorsitzender Helmut Hansing spricht von einer Investition in Höhe von 250.000 Euro, die dem Verein ins Haus stehe. 

„Nach bisherigen Schätzungen.“ Ein Sachverständiger habe ein Leistungsverzeichnis erstellt. „Konkrete Zahlen können wir erst nennen, wenn uns die Angebote für die einzelnen Gewerke vorliegen.“

Am Sonntag wollen die Mitglieder des Mühlenvereins ihr Vorhaben während des Frühlingsfestes der Initiative Sulingen vorstellen. Den Mitarbeitern des Amtes für regionale Landesentwicklung und den Beigeordneten des Verwaltungsausschusses der Stadt Sulingen liegen die Planungen bereits vor. 

„Und sind nach meinen Einschätzungen positiv aufgenommen worden“, sagt Helmut Hansing. „Jetzt warten wir auf die Bewilligungen.“ Er und Vorstandskollegen, zweiter Vorsitzender Henrich Röper, Schriftführerin Aileen Hansing, erste Müllerin Melanie Röper und Kassenwart Ulrich Heppner, wissen, dass das Gangbarmachen der Mühle ohne öffentliche Zuwendungen nur schwerlich zu realisieren sein wird. „Die Arbeit der Hände unserer doch inzwischen zahlreichen ehrenamtlichen Helfer wird da nicht ausreichen; zumindest nicht für die jetzt folgenden größeren Bauabschnitte.“

Mitarbeiter einer Firma aus Rahden hatten die Kappe des denkmalgeschützten Galerieholländers 2013 abgetragen. -

Der Abnahme der Kappe vor nahezu vier Jahren waren die der Flügel und der Galerie vorausgegangen.

17.000 Euro habe der Verein bisher aus Eigenmitteln finanziert; handwerkliche Eigenleistungen nicht mit eingerechnet. Akquiriert habe man die Eigenmittel über Veranstaltungen wie den Mühlensonntag, Vereinsbeiträge sowie durch Spenden; etwa für Führungen oder Hochzeiten, die in der Mühle durchgeführt werden.

Beantragt habe der Verein über das Amt für regionale Landesentwicklung Zuwendungen für den ersten Bauabschnitt, die die Europäische Union und der Bund zur Entwicklung des ländlich strukturierten Raumes zur Verfügung stellt. „Im besten Fall sind das 50 Prozent“, rechnet Hansing vor. Kalkuliert der Verein für den ersten Abschnitt mit Investitionskosten in Höhe von 100.000 Euro, sind für den zweiten noch einmal die gleiche Summe und für den dritten 40.000 bis 50.000 Euro vorgesehen.

Mühlenverein Labbus braucht mehr Geld 

Aktuell verfügt der Verein laut Helmut Hansing über Eigenmittel in Höhe von 20.000 Euro. Fließen 50.000 Euro Fördermittel in Bauabschnitt eins, bliebe noch eine Unterdeckung in Höhe von 30.000 Euro. „Deswegen sind wir zur Stadt gegangen“, erklärt der Vorsitzende.

Der erste Bauabschnitt umfasst die Sanierung der Kappe, die Vorbereitung des Gebäudes für die Aufnahme und das Aufbringen selbst.

In Bauabschnitt zwei haben die Planer das Aufarbeiten und die Installation der Flügel sowie das Anbringen der Galerie zusammengefasst, im Dritten die Restauration des so genannten gehenden Werkes zusammengefasst, also die Technik im Inneren der Mühle. Helmut Hansing mit Blick auf den dritten Bauabschnitt: „Da kann man sicherlich wieder mehr selbst machen.“

Wichtig sei den drei ausgebildeten Freiwilligen Müllern des Vereins, neben Aileen und Helmut Hansing auch Melanie Röper, die Mühle möglichst authentisch wieder herzustellen. Aileen Hansing: „Wir wollen den Besuchern den gesamten Weg, vom Korn bis zum Brot praktisch, aufzeigen. Die Arbeitsschritte sind hier hervorragend nachzuvollziehen.“

Im Auge habe man, noch in diesem Jahr mit den Arbeiten beginnen zu können. Aber: „Letztendlich hängt alles von der Finanzierung ab.“ - oti

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