Veranstalter zahlten zuletzt nur noch drauf

Fehlendes Interesse: Mofarallye ist Geschichte

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Der motorsportliche Wettkampf mit Spaßfaktor auf dem Clubgelände in Vorwohlde gehört der Vergangenheit an.

Sulingen - Lediglich eine Veranstaltung ist auf der Homepage des MC Samhain für 2017 genannt, die Sommerparty am 5. August. Was ist mit der Mofarallye auf dem Vereinsgelände im Sulinger Ortsteil Vorwohlde? „Die gibt es nicht mehr“, bestätigt Michael Drohn vom Vorstand des Motorrad Clubs am Freitag auf Anfrage der Redaktion. Als Grund nennt er den Rückgang der Zuschauerzahlen, „in den vergangenen vier Jahren haben wir bei der Veranstaltung immer draufgelegt.“

Seit Ende der 90er Jahre lieferten sich, im Mai oder Juni, Hobbymotorsportler mit knatternden Zweirädern Rennen, bei denen es vor allem um den Spaß und um die gemeinsame Party mit den Zuschauern ging. Zuletzt im Juli 2016. Die Zahl der Teilnehmer ist laut Drohn relativ konstant geblieben, und das Event mit Kultcharakter hatte viele Fans. Worauf ist der Besucherrückgang zurückzuführen? „Das liegt am ,Handy-Syndrom‘ “, sagt Michael Drohn. „Die Leute gucken um 13 Uhr auf ihr Smartphone, sehen, dass es um 17 Uhr wahrscheinlich regnet – und bleiben zu Hause. Früher war es so: Wenn es angefangen hat zu regnen, ist man einfach ins Festzelt gegangen und hat ein Bier mehr getrunken.“

Er selbst habe 17 Jahre „gemacht und getan“, um die Mofarallye zu organisieren, „ich habe keine Lust mehr“, bekennt Drohn. Er war Präsident des Motorrad Clubs, „den ,Titel‘ habe ich vor zwei Jahren zurückgegeben.“ Klinkenputzen, um Sponsoren zu finden gehörte zu den umfangreichen Vorbereitungen, allerdings finanzierten die Mitglieder (aktuell 22) die Veranstaltung in den letzten Jahren fast im Alleingang. „Der Verein stand immer dahinter“, betont Michael Drohn. Auch Neues wurde ausprobiert, um die Mofarallye für die Zuschauer attraktiver zu machen. Von 2009 bis 2012 gab es das „Gardenpulling“, ein Kräftemessen der Aufsitzrasenmäher. 

Den ausgeklügelten Bremswagen, den die Gartentraktoren dabei möglichst weit zu ziehen hatten – bei stetig steigendem Widerstand durch mobile Gewichte im Gefährt – baute Heinrich Hackmann aus Schwaförden, dessen Sohn Henning die Idee für den Wettbewerb hatte. Der Bremswagen existiert noch: „Wir haben überlegt, ob wir zum Vatertag mal Feuerwehrteams auf den Plan rufen, die sich im Ziehen des Bremswagens messen. Oder ein Tauziehen über dem Wasserloch an unserem Gelände, so ähnlich wie das in Groß Lessen über die Kleine Aue. Aber es braucht immer einen ziemlichen Vorlauf, wenn man so etwas mit einem richtigen Festzelt aufziehen will – in diesem Jahr gibt es nur unsere Sommerparty.“

Was bleibt Michael Drohn von den Mofarallyes in Erinnerung? „Wir haben schöne Feste gefeiert, teilweise mit 500, 600 Gästen, da brauchten wir schon Parkeinweiser. Teams reisten sogar aus Bremerhaven, Hamburg und den neuen Bundesländern an. Ich habe viele Leute bei den Mofarallyes kennengelernt.“

 ab

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