Mehr Kommunikation und Transparenz

Mitgliederversammlung der Lebenshilfe stellt sich hinter Vorstand

Nach der Jahreshauptversammlung: Annette Lüneburg, Interimsgeschäftsführerin der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz (Dritte von links), mit den Vorstandsmitgliedern Marcel Scharrelmann, Piet Hirtler, Torsten Freyer, Tanja Günnemann, Georg Fricke, Heinfried Bordewisch und Gerald Schmidt (von links).
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Nach der Jahreshauptversammlung: Annette Lüneburg, Interimsgeschäftsführerin der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz (Dritte von links), mit den Vorstandsmitgliedern Marcel Scharrelmann, Piet Hirtler, Torsten Freyer, Tanja Günnemann, Georg Fricke, Heinfried Bordewisch und Gerald Schmidt (von links).

Sulingen – Klares Votum: Montagabend bestätigten die gut 40 Teilnehmenden der Mitgliederversammlung des Vereins Lebenshilfe Grafschaft Diepholz einstimmig den siebenköpfigen Vorstand für weitere drei Jahre im Amt. Die Aufgabenverteilung untereinander regeln der bisherige Vorsitzende Piet Hirtler, dessen bisheriger Stellvertreter Torsten Freyer und Finanzverantwortlicher Heinfried Bordewisch sowie die Vorstände Tanja Günnemann, Georg Fricke, Marcel Scharrelmann und Gerald Schmidt unter sich. Die konstituierende Sitzung ist für Mittwoch, 1. Dezember, geplant.

Neben dem Rechenschaftsbericht des Vorstandes und dem Kassenbericht dominierten Beratungen zur strategischen Ausrichtung der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz gGmbH die Versammlung im Restaurant Dahlskamp in Nordsulingen. Gesprächsbedarf sahen die Teilnehmenden genauso im Bereich Kommunikation zwischen Gesellschaft und Verein.

Annette Lüneburg, Geschäftsführerin der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland GmbH (PLSW), die laut Unterstützungsvertrag seit Ende September und nach derzeitigem Stand der Beratungen bis Sommer kommenden Jahres das operative Geschäft der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz gGmbH führt, erinnerte an die Gründung des Vereins Lebenshilfe Grafschaft Diepholz. Ins Leben gerufen worden war der Verein vor 55 Jahren durch Hannelore Krause als Elterninitiative. Auch wenn das eigentliche Wirken der Lebenshilfe zwischenzeitlich in eine als gemeinnützig anerkannte Gesellschaft übertragen worden ist, dürfe der Wunsch der Eltern und damit des Vereins als einzigem Gesellschafter der gGmbH, an zukunftsweisenden Entscheidungen beteiligt und umfassend informiert zu werden, nicht vernachlässigt werden. „Vielleicht ist das in jüngster Vergangenheit etwas zu kurz geraten“, räumte Lüneburg ein.

Vorstand und die inzwischen über 500 Mitarbeitende zählende Gesellschaft hätten sich bereits auf den Weg gemacht, Lösungen zu erarbeiten. Piet Hirtler bestätigte das. Der Vorsitzende sprach von einer Rückkehr zu mehr Transparenz und gegenseitiger Wertschätzung, die man sich beiderseits von dem Prozess erhoffe.

Etwaigen Befürchtungen, dass der Verein Lebenshilfe Grafschaft Diepholz eine Fusion mit der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland anstrebt, entkräfteten Vereinsvorsitzender Hirtler und die PLSW-Geschäftsführerin am Montagabend erneut. „Das entspricht auch nicht den Ansinnen der PLSW-Gesellschafter“, so Lüneburg.

Vielmehr seien aus dem Unterstützungsvertrag der Kooperationspartner konkrete Vorhaben abzuleiten. Exemplarisch nannte Hirtler die „Großbaustelle“ Wohnheim Schwafördener Weg in Sulingen. „Wichtig ist uns, die Bewohnerinnen und Bewohner beziehungsweise deren Eltern in den Prozess eines Um- oder Neubaus mitzunehmen.“ Einem ersten Treffen folge laut Annette Lüneburg bereits am 9. Dezember ein zweites.

Dass Verein und Gesellschaft finanziell auf „gesunden Füßen stehen“ und für Zukunftsaufgaben gewappnet sind, hatte Michael Sackmann von der „Jantzen, Sackmann & Partner“-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft attestiert. Mit einem jeweils „uneingeschränkten Bestätigungsvermerk“, erklärte der Diplom-Kaufmann.

Inklusives Wohnprojekt für Diepholz?

In seinen Jahresberichten für die Jahre 2020 und 2021 war Vorsitzender Hirtler eingangs unter anderem auf die Eröffnung des Neubaus der Kindertagesstätte am Müntepark in Diepholz, den Abschluss des Umbaus der Qualifizierung in Rehden sowie die Eröffnung des Neubaus der Kindertagesstätte Pusteblume in Sulingen eingegangen. Nicht zuletzt sprach er vom Bezug des inklusiven Wohnprojektes am Schwafördener Weg in Sulingen schon im Juni vergangenen Jahres: „Die Schaffung einer solchen Anlage wünschen wir uns auch für die Kreisstadt Diepholz.“

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