Zuwendung der Fernsehlotterie

Haus am Suletal treibt die Quartiersbildung voran

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Stellen das Projekt vor: Wohnbereichsleiterin Gisela Wegner, Hanna Albers, Claus-Henning Bruns, Gunnar Griese, die zukünftige Pflegedienstleiterin Katharina Roßbach und Joachim von der Osten (von links).

Sulingen - Mitarbeiter der Haus am Suletal GmbH treiben das Projekt „Leben im Quartier in Sulingen“ voran; nicht zuletzt mit Unterstützung der Deutschen Fernsehlotterie. Laut Joachim von der Osten von der Diakonischen Altenhilfe Leine-Mittelweser, Träger der Senioreneinrichtung an der Sulinger Memelstraße, unterstützt die Fernsehlotterie das Vorhaben mit einer Zuwendung in Höhe von gut 100 .000 Euro.

Nach von der Osten in der Form eines Personalkostenzuschusses: Geplant sei die zunächst auf die Dauer von drei Jahren befristete Einstellung eines Sozialpädagogen beziehungsweise eines Sozialarbeiters, der die sozialen Netze im Quartier in einem Radius von zwei Kilometern rund um die Senioreneinrichtung stärken soll – und damit die Kultur des Miteinanders. Das übergeordnete Ziel: „Die Stabilisierung der Lebensbedingungen der älteren Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers“, erklärt von der Osten.

Laut Hanna Albers, scheidende Pflegedienstleiterin der Senioreneinrichtung, hatten die Mitarbeiter des Hauses am Sueletal die Idee einer Quartiersentwicklung bereits von drei bis vier Jahren geboren. „Nach einem Kontakt zur Beratungsgesellschaft Karla Kämmer“, so Albers. „Wir haben damals schon festgestellt, dass wir uns ständig den sich wandelnden Bedürfnissen der Bewohner anpassen müssen.“ Seitdem habe man immer wieder an dem Konzept gefeilt. Das Quartier umfasse demnach „wesentlich mehr“, als die Einrichtung. Albers: „Dazu gehört auch das betreute Wohnen, die Tagespflege, die ambulante Pflege.“

Versorgungskette mit kürzesten Wegen anbieten

Gunnar Griese, für die Immobilienverwaltung zuständiger Mitarbeiter der Diakonischen Altenhilfe: „Ziel ist, dass man für die Senioren die unterschiedlichsten Angebote vorhalten kann. Kurzum: Wir wollen im Verbund die ganze Versorgungskette mit kürzesten Wegen anbieten; aber auch den Austausch zwischen den unterschiedlichen Einrichtungen fördern. Wir suchen den ganzheitlichen Ansatz.“

Einrichtungsleiter Claus-Henning Bruns: „Der zukünftige Quartiersmanager soll die Vernetzungen herstellen und das Konzept begleiten, so dass das, was bisher in Papierform vorliegt, auch umgesetzt werde kann; sprich die Angebote des Quartiers auch an den Bedarfen der Menschen ausgerichtet werden.“

Befragung der Bewohner

Vorausgegangen war der Antragstellung eine Befragung der Bewohner des Hauses am Suletal und bereits bestehender externer Netzwerkpartner sowie zum Teil auch von Nachbarn.

Konkret nachgefragt werden demnach unter anderem eine Optimierung der Parkanlagen der Einrichtung, auch zur Nutzung durch Demenzkranke, Fahrangebote für Senioren, öffentliche Veranstaltungen mit wechselnden Schwerpunktthemen – sowie eine grundsätzliche Öffnung des Hauses für Gäste aus der Stadt und dem Umland. „Eben auch zur Förderung der sozialen Netzwerke“, sagt Hanna Albers.

Optimale Versorgungsstruktur 

Claus-Henning Bruns zur Befristung der Stelle: „Langfristig soll das Projekt durch die beteiligten Einrichtungen beziehungsweise die Menschen, die dieses Projekt in Anspruch nehmen, nachhaltig weitergeführt werden. Wir wollen in den kommenden drei Jahren das Projekt so anschieben, dass es sich nachher selbst befruchtet.“ Die Zielsetzung des gesamten Quatier-Vorhabens sei nicht verhandelbar: „Es geht uns darum, dass die Menschen hier vor Ort eine optimale Versorgungsstruktur vorfinden.“

oti

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