Förderbescheide für die Kreise Diepholz und Nienburg

Minister kommt als früher „Weihnachtsmann“

+
Der stellvertretende Landrat Diepholz, Ulf Schmidt, Landwirtschaftsminister Christian Meyer, Landesbeauftragte des Amtes für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, Karin Beckmann, Frank Mayland-Quellenhorst, Anja und Bernhard Schubert, allgemein stellvertretende Bürgermeister von Uchte, Christian Sander, Landtagsabgerodneter Grant Hendrik Tonne und Bürgermeister von Rehden, Hartmut Bloch, vor der Alten Bürgermeisterei.

Sulingen - Von Julia Kreykenbohm. Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb brachte es ganz gut auf den Punkt. „Wenn der Minister kommt, ist das ein Pfund. Und wenn er etwas mitbringt, ist das sogar noch besser.“ Und Landwirtschaftsminister Christian Meyer hatte etwas mitgebracht, nämlich Förderbescheide für sechs ausgewählte Projekte mit einem Volumen von insgesamt 1,4 Millionen Euro. Mit diesen Geschenken im Gepäck gab er am Mittwoch in der Alten Bürgermeisterei ein bisschen den verfrühten „Weihnachtsmann“.

Die Vertreter der Projekte konnten also die finanzielle Unterstützung aus den Händen des Ministers persönlich entgegennehmen. Diese Projekte sind unterschiedlich, doch haben alle ein gemeinsames Ziel: Das dörfliche Leben soll lebenswert bleiben oder wieder werden. „Doch all die Fördergelder bringen die Region nicht voran, wenn es keine Bürger gibt, die sich engagieren“, erklärte die Landesbeauftragte des Amtes für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, Karin Beckmann. Es sind Bürger, die die Augen aufmachen, sich umschauen, erkennen, was fehlt oder besser sein könnte, sich Gedanken machen – und dann anpacken, sich mit Behörden auseinandersetzen und Anträge stellen.

Zu diesen Bürgern gehören unter anderem Anja und Bernhard Schubert, die das Kinderheim „Kleine Strolche“ in Asendorf leiten. Weil sie so stark ausgebucht sind, möchten sie gern ein neues Gebäude für Säuglinge und Babys errichten, in dem auch Verwaltungs- und Begegnungsräume untergebracht sind. „Wir haben von den Behörden soviel Zuspruch bekommen, das war toll“, schwärmt Bernhard Schubert. „Da kommen wir nächstes Jahr gern wieder.“

Auch Frank Mayland-Quellhorst aus Uchte im Kreis Nienburg hatte Grund zum Strahlen. Er und seine Familie betreiben den historischen „Hof Frien“. Dort wurden Gebäude, die für die Landwirtschaft nicht mehr genutzt werden können, umgebaut. So entstand unter anderem ein Hofladen und Ferienwohnungen. Nun soll eine Scheune zu einer Spiel- und Veranstaltungsscheue werden. Darin sollen unter anderem Kinder auf spielerische Weise das Leben auf dem Bauernhof kennenlernen. „Das ist eine tolle Investition“, meinte Meyer, während er die blaue Mappe mit dem Bescheid überreichte. „Da komme ich vielleicht auch mal vorbei.“

Landesweit sind zum Stichtag am 15. Februar 880 Anträge gestellt worden. „Niedersachsen hat so viel Fördermittel wie nie zu vergeben“, sagte Meyer und warb: „Ich will am Ende das Geld nicht zurückgeben müssen. Darum stellen Sie Anträge.“

Mehr zum Thema:

G7-Gipfel: Scheitern in letzter Minute verhindert

G7-Gipfel: Scheitern in letzter Minute verhindert

Räikkönen düpiert Vettel mit Fahrt auf die Pole

Räikkönen düpiert Vettel mit Fahrt auf die Pole

Sommerwetter in Deutschland: Ansturm auf Freibäder und Seen

Sommerwetter in Deutschland: Ansturm auf Freibäder und Seen

Wie Jäger mit Drohnen Rehkitze vor dem sicheren Tod retten

Wie Jäger mit Drohnen Rehkitze vor dem sicheren Tod retten

Meistgelesene Artikel

Landarztpraxis in Twistringen droht die Insolvenz

Landarztpraxis in Twistringen droht die Insolvenz

Sportpark-Feuer: Jugendstrafen mit Bewährung 

Sportpark-Feuer: Jugendstrafen mit Bewährung 

Seit Wochen Ebbe im eigenen Postkasten

Seit Wochen Ebbe im eigenen Postkasten

In Seckenhausen endet die Ära der Friseurfamilie Weingartz

In Seckenhausen endet die Ära der Friseurfamilie Weingartz

Kommentare