Anbau am Feuerwehrhaus Lindern

Mehr Platz für die Einsatzkräfte

Das Feuerwehrhaus in Lindern.
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Der neue Anbau am Feuerwehrhaus in Lindern.

Lindern – Noch findet sich Baumaterial im Inneren, doch genutzt wird der Anbau bereits: Die Erweiterung des Feuerwehrhauses Lindern ist weitgehend abgeschlossen.

Geplant gewesen sei eigentlich nur ein zusätzlicher Lagerraum, erinnert Ortsbrandmeister Dirk Mohrmann bei einer Begehung des Gebäudes. Vor allem für die Materialien der Jugendfeuerwehr, aber auch für die speziellen Gerätschaften der Ortsfeuerwehr für Öleinsätze sei Platz benötigt worden, denn bisher sei das alles auf verschiedene Scheunen im Ort verteilt gewesen.

Im Laufe der Zeit erweiterte man die Planungen aber den aktuellen Standards entsprechend. So ist der Lagerraum mit einem Rolltor ausgestattet und so groß bemessen, dass er auch ein zweites Fahrzeug für die Ortsfeuerwehr beherbergen könnte. In der vorhandenen Fahrzeughalle ist nun auch mehr Raum, denn die Einsatzkräfte – laut Dirk Mohrmann 46 Aktive, davon elf Damen – erhielten im Anbau getrennte Umkleiden mit Duschen sowie Toiletten. Damit müssen sie sich nicht länger hinter dem Fahrzeug umziehen. Die allgemeinen Anforderungen hätten sich verändert, erklärt der Ortsbrandmeister, denn es sei üblich, dass nach einem Einsatz geduscht werden kann – und die verschmutzte Einsatzkleidung müsse auch niemand mehr nach Hause mitnehmen.

In einem der neuen Umkleideräume: Projektleiterin Claudia Miklis, Bürgermeister Dirk Rauschkolb und Ortsbrandmeister Dirk Mohrmann (von links).

Darüber hinaus entstand ein kleiner Raum als „Kommandozentrale“. Im Außenbereich wurde der Hauptparkplatz an die Stirnseite des Gebäudes verlegt, wodurch nun mehr Stellplätze zur Verfügung stehen. Dafür hätten zwei Bäume weichen müssen, stellt Dirk Mohrmann fest, aber für sie sei bereits Ersatz gepflanzt worden. Ebenfalls erneuert wurde die Terrasse. Insgesamt wuchs das Feuerwehrhaus um rund 140 Quadratmeter Nutzfläche.

Begonnen hatten die Arbeiten bereits im November 2019, doch „durch Corona wurden wir sehr ausgebremst“, berichtet der Ortsbrandmeister. Bei den Eigenleistungen, etwa bei den Malerarbeiten, den Vorbereitungen des Baugrunds oder bei Pflasterarbeiten, sei das schwierig gewesen, weil nicht viele Helfer gleichzeitig hätten vor Ort sein dürfen. Auch bei den Firmen habe es Verzögerungen gegeben. „Gerade unsere Jüngeren waren schon etwas ungeduldig.“

Zwei ausgemusterte Hydranten dienen als optische Abgrenzung des Parkplatzes, eine Hecke soll noch hinzukommen.

Kleinere Arbeiten seien noch zu erledigen, beispielsweise fehle noch eine Tür für einen Lagerraum unter dem Dach. „Wir haben jetzt viel mehr Möglichkeiten“, freut sich der Dirk Mohrmann – so könne beispielsweise die Jugendfeuerwehr in einem Teil des Gebäudes ihren Dienst noch beenden, während die Ortsfeuerwehr ihren Dienst schon in einem anderen Teil beginne.

Der Anbau sei so ausgeführt worden, wie er von der Feuerwehr beantragt wurde, so Bürgermeister Dirk Rauschkolb, „und er scheint sich schon positiv bemerkbar zu machen.“ Schön sei auch, wie harmonisch er sich an den Bestand anschließe: „Er fällt nicht als Neubau auf.“

Überdachung für die Terrasse folgt in Kürze

Aktuell prüfe sie die letzten Schlussrechnungen, sagt Claudia Miklis aus dem Team Bautechnik der Sulinger Stadtverwaltung. Den geplanten Ansatz von 200 000 Euro werde man etwas überschreiten, denn vor allem zum Ende hin hätten sich bereits die gestiegenen Baustoffpreise ausgewirkt.

Unabhängig vom Anbau wird in Kürze weiter am Feuerwehrhaus gebaut: Das Material für die geplante Terrassenüberdachung sei bereits da, meldet Dirk Mohrmann, voraussichtlich Anfang August werde sie aufgebaut.

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