Mehr Behandlungsmöglichkeiten für Notfälle

Zentrale Notaufnahme in der Klinik Sulingen geht in Betrieb

Klinikmanager Lukas Mählmann, Pflegedienstleiter Kai Klapproth, Leiter der Pflege Paul Zaleski und Tobias Baumbach, Leitender Arzt der ZNA (von links) stehen um ein Bett in einem Behandlungsraum.
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In einem der neuen Behandlungsräume (von links): Klinikmanager Lukas Mählmann, Pflegedienstleiter Kai Klapproth, Leiter der Pflege Paul Zaleski und Tobias Baumbach, Leitender Arzt der ZNA.

Sulingen – „Sehr zufrieden“ mit seinem neuen Reich zeigt sich Tobias Baumbach: Der Mediziner ist nicht nur Oberarzt der Unfallchirurgie der Klinik Sulingen, sondern nun auch leitender Arzt der neuen Zentralen Notaufnahme (ZNA) am Standort.

Sei es bisher so gewesen, dass im Erdgeschoss die chirurgische Ambulanz untergebracht gewesen sei und die internistischen Patienten auf Station 1 im ersten Obergeschoss aufgenommen wurden, sei die ZNA für alle Notfälle die Anlaufstelle. Für Spezialsprechstunden und geplante Behandlungen aus den Bereichen Orthopädie, Wirbelsäulen- und Unfallchirurgie gebe es dagegen im zweiten Obergeschoss einen neuen Trakt. Der große Vorteil der ZNA sei, dass nun alle dazugehörigen Räume in einem Trakt lägen und die Labore für schnelle Tests, sowohl für die Notfallversorgung als auch im Vorgriff auf Operationen, zentral in einem Raum untergebracht seien. Durch die Zusammenführung sei die ZNA formell eine eigene Abteilung, was sie „effizienter und schlagkräftiger“ mache. „Wir sorgen so für schnellere Abläufe.“ Zudem gebe es mit 13 Mitarbeitern in der ZNA und sieben für die Spezialsprechstunden nun auch mehr Personal.

Bisher waren in dem rund 400 Quadratmeter großen Bereich zwei reguläre Behandlungsräume vorhanden, und zwei weitere waren provisorisch aus Büros und Lagerräumen hergerichtet worden. Nun gibt dagegen sechs Behandlungsräume, wovon einer so eingerichtet ist, dass dort Patienten, die aus medizinischen Gründen von anderen abgesondert werden müssen, untergebracht werden können.

Von der Anmeldung der ZNA aus kann Paul Zaleski die Patienten im Wartezimmer im Auge behalten.

Der Weg für Notfallpatienten führt nun von der Pforte zum Wartezimmer mit Anmeldung, wo sie einer Pflegekraft ihre Beschwerden schildern. Anhand dieser Schilderung wird eine Triagierung vorgenommen, das heißt, es wird festgelegt, innerhalb welchen Zeitraums eine Behandlung erfolgen muss und ob eventuell Patienten mit dringenderen Beschwerden vorgezogen werden müssen. „Damit setzen wir gesetzliche Vorgaben um“, betont Baumbach. Neu ist, dass über ein Fenster die Mitarbeiter in der Anmeldung den Zustand der Patienten im Wartezimmer jederzeit im Blick behalten können.

Anschließend geht es weiter in den sogenannten Triageraum, wo einerseits Blutdruck, Motorik und anderes überprüft werde und andererseits auch schon die erste Wundversorgung stattfinden könne, erläutert Paul Zaleski, Leitender Pfleger der ZNA. Für weitergehende Maßnahmen stehen die Behandlungsräume bereit sowie der Schockraum, der umfangreich ausgestattet ist. Er ist, ebenso wie der Hubschrauberlandeplatz, mit erforderlich für die Zertifizierung durch das Traumanetzwerk der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. „Das ist für ein Haus dieser Größe schon außergewöhnlich“, so Baumbach.

Im Schockraum der ZNA: Paul Zaleski (links) und Tobias Baumbach.

Die Planungen für den Umbau hätten bereits vor Corona begonnen, sagt Lukas Mählmann, Klinikmanager für die Standorte Diepholz und Sulingen, und ab Mai seien die Sprechstunden verlegt worden, sodass die neuen Prozesse noch in den alten Räumen hätten geübt werden können. Mitte November hätten die eigentlichen Bauarbeiten begonnen, und nun würden die Räume nacheinander in Betrieb genommen; Mitte Januar solle der Bau für circa 100 000 Euro abgeschlossen sein. „Die Mitarbeiter sind froh, dass es jetzt so ist“, so Mählmann, „sie haben viel Initiative ergriffen und hatten Spaß daran, es als Team mitzugestalten.“ Er als Manager habe wenig damit zu tun gehabt, was immer ein gutes Zeichen sei. „Besonders stolz sind wir darauf, dass das Mobiliar weitestgehend aus vorhandenem Material aus dem Klinikverbund stammt“, ergänzt Baumbach, „das ist die Leistung von Paul Zaleski.“ Der gibt das Lob weiter an den Tischler – „der hat sich wirklich Mühe gegeben, alles wie neu aussehen zu lassen.“

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