Zwei Projekte in Planung

Mehr Aufenthaltsqualität schaffen für Sulingen dank Förderprogramm

Mehrere Wohnmobile parken kreuz und quer auf einem Stellplatz.
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Die Parkflächen auf dem Wohnmobilstellplatz in Sulingen sind für viele moderne Modelle zu klein. Die Folge: Die Fahrzeuge blockieren mehrere Plätze auf einmal.

Sulingen – Eine freudige Nachricht erreichte nun die Sulinger Stadtverwaltung: Das Mittelzentrum erhält aus dem Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt!“ eine Förderung in Höhe von 345.000 Euro.

Das Land Niedersachsen, insbesondere Birgit Honé als Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, habe gemeinsam mit den Ämtern für regionale Landesentwicklung intensiv mit der EU verhandelt für dieses Förderprogramm, mit dem die coronabedingten Veränderungen für die Innenstädte abgefedert werden sollen, lobt Wiebke Blohm, Leiterin des Teams Bauplanung und Bauordnung im Fachbereich Bauen, Planung und Ordnung der Stadtverwaltung.

Sulingen erhielt – ebenso wie die Städte Diepholz und Twistringen – die Zusage für eine Fördersumme von 345.000 Euro. Das sei eine Förderung für 90 Prozent der jeweiligen Projektkosten, ergänzt Fachbereichsleiter Andreas Nordloh, bei zehn Prozent Eigenanteil.

Zwei Projekte in Planung

Jetzt beginnt laut Wiebke Blohm die zweite Stufe: Demnach müssen bis zum 31. März des kommenden Jahres Anträge für konkrete Projekte gestellt werden, die dann bis zum 31. März 2023 vollständig abgewickelt sein müssen. „Wir haben aber den Willen, die Anträge weit vor dem 31. März einzureichen, um dann auch loslegen zu können.“ Ab dem 18. Oktober könnten Unterlagen eingereicht werden, und die „NBank“ werde die Anträge zeitnah bewilligen.

Zwei Projekte hat die Verwaltung dafür vorbereitet: Unter der Überschrift „Stärkung der Haupteinkaufsstraße“ soll die Lange Straße einheitlich mit Stadtmobiliar gestaltet werden, wie es mit dem Arbeitskreis „Tapetenwechsel“ erarbeitet wurde (wir berichteten). „Wir wollen die Aufenthaltsqualität nachhaltig verbessern“, führt Wiebke Blohm aus, denn nicht zuletzt Corona habe gezeigt, dass gerade die Außenbereiche für den Aufenthalt wichtig sind. Mit dem vorgesehenen Mobiliar könne das attraktiv und nachhaltig, weil relativ vandalismussicher, gestaltet werden. Geplant seien unter anderem mehr Sitzbänke und, unter dem Stichwort Fahrradstraße, auch zusätzliche Anlehnbügel für Fahrräder. Vielleicht könne auch noch eine Ladestation für E-Bikes installiert werden, fügt Andreas Nordloh hinzu, aber: „Wir können nicht alle Wünsche und Ideen erfüllen, manches müssen wir auch verschieben.“

Beide Vorhaben sollen die Lange Straße stärken

Als zweites Projekt sei die Umgestaltung des Wohnmobilstellplatzes am Stadtsee in Vorbereitung. Die vorhandenen Stellplätze wolle man großzügiger gestalten, angepasst an die Maße moderner Wohnmobile, außerdem sollen sie deutlicher von den Auto-Stellplätzen getrennt werden. Zudem solle die Anlage aufgewertet werden durch Anpflanzungen und Sitzmöbel, führt Wiebke Blohm aus. Zur Abstimmung habe man Wohnmobilisten befragt. Der Platz werde geschätzt, mit den kurzen Wegen zur Innenstadt und mit der Nähe zum „Kleinod“ Stadtsee. „Wir stärken mit den beiden Projekten die ganze Lange Straße“, ist sie sich sicher, denn mit der Aufwertung des Wohnmobilstellplatzes erhöhe sich die Verweildauer der Besucher in der Innenstadt, was auch den Geschäften und Gastronomiebetrieben zugutekomme. Die Detailplanung erfolge aber erst anhand der Beratungen in den Gremien.

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Von der Projektsumme seien 120.000 Euro für die Lange Straße vorgesehen, der übrige Betrag bleibe für den Wohnmobilstellplatz, so Andreas Nordloh. Der Stadtrat müsse per Beschluss signalisieren, dass er das Geld für die Projekte bereitstellt, damit die „NBank“ die Auszahlung bewillige.

Umgestaltung des Bereichs um den Froschbrunnen verzögert sich

In den vergangenen Jahren sei, zusammen mit dem Arbeitskreis „Tapetenwechsel“, viel konzeptionelle Arbeit geleistet worden, beispielsweise auch mit dem Beleuchtungskonzept, sagt Wiebke Blohm. Deswegen habe man sich diesmal für eine Investivmaßnahme entschieden, die auch über den 31. März 2023 hinaus strahle.

Beim Sonderprogramm für „Modellprojekte zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen“, für das sich die Stadt ebenfalls erfolgreich beworben hatte mit einem Vorhaben zur Umgestaltung des Bereichs rund um den Froschbrunnen (wir berichteten), gibt es dagegen inzwischen Verzögerungen. Man habe erst kürzlich erfahren, dass der Antrag für die zweite Stufe des Verfahrens nicht vor dem ersten Quartal 2022 gestellt werden könne, berichtet die Teamleiterin, „daran arbeiten wir jetzt.“

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