„Mega-Volksfest“ eröffnet

Der Markt ist in der Stadt

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Testeten schon am Freitagnachmittag das Angebot des „Mega-Volksfestes“: Die Sulingerin Shari Kastens (23) und Denise Rosenthal aus Affinghausen (23; von links).

Sulingen - Der Markt ist in der Stadt: Pünktlich um 14 Uhr eröffneten am Freitag auf dem Informa-Gelände am Hasseler Weg Albert Dormeier und Schausteller-Kollegen das „Mega-Volksfest“. „Die Leute wissen, dass wir in der Stadt sind“, freute sich Dormeier am frühen Nachmittag. Und: „Wir haben den Eindruck, der ein oder andere hat auf uns gewartet.“

Wie lange die Schausteller einen Bogen um das Mittelzentrum gemacht hatten, vermag Dormeier, der gemeinsam mit Willy Wimmert und Timo van Halle die Berufskollegen motiviert hatte, sich an dem Markt zu beteiligen, nicht zu sagen. Aber: „Wir sind immer gerne nach Sulingen gekommen“, erinnert der 72-jährige Ludwig Landwehrmann, der nach Jahren der Abstinenz wieder einen Süßwarenstand nach Sulingen entsandt hat.

Albert Dormeier spricht von 22 Schausteller-Familien, die bis einschließlich Sonntag am Hasseler Weg campieren und an nahezu 50 Geschäften ihre Gäste empfangen; darunter gleich mehrere Groß- und Kinderfahrgeschäfte, jede Menge Verpflegungs- und Animationsstände. Statt eines Festzeltes gibt es mehrere – zum Teil auch überdachte – Ausschankbetriebe.

Viele der Schausteller haben einen Bezug zu Sulingen. „Mein Ur-Großvater, Willi Fischer, hat schon 1904 hier gestanden“, versichert Albert Dormeier. Laut Willi Wimmert hätten dessen Eltern schon 1974 Märkte in Sulingen beschickt. Das erste Mal in Sulingen stellen sich unter anderem der Hamburger Andreas Grimmer und Timo von Halle aus Aurich vor. Sie alle waren dem Ruf Dormeiers gefolgt.

Viel Programm Sonnabend und Sonntag

Nach dem Eröffnungstag warten noch heute, Sonnabend (14 bis 23 Uhr) und morgen, Sonntag (12 bis 21 Uhr), viele Kontakte und Kurzweil auf die Besucher.

„Mega-Volksfest“ auf dem Informa-Gelände

 © S. Wendt
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Die 14-jährige Sarah Pawlowski erkundete bereits am frühen Freitagnachmittag das Marktgelände. „Cool“, sagte sie nach dem ersten Rundgang. „Tolle Fahrgeschäfte. Ich bin sicherlich heute nicht das letzte Mal hier.“ Die Affinghäuserin Denise Rosenthal (23) hatte sich mit Shari Kastens (23) in Sulingen verabredet. „Wir haben gesagt, wir gucken mal vorbei und essen hier was. Bei dem guten Wetter bietet sich ein Marktbesuch förmlich an. Das ist nett, weil übersichtlich.“ Shari Kastens: „Man findet sich auf jeden Fall wieder, wenn man sich mal verliert.“

„Mega-Volksfest 2019“ noch nicht bestätigt

Stimmen von Marktbesuchern, die sich Albert Dormeier interessiert angehört hat. „Wir sind jetzt das erste Mal in dieser Zusammensetzung hier und gucken auch gleich, was wir eventuell beim nächsten Mal besser machen können.“ Ein „Mega-Volksfest 2019“ im Mittelzentrum ist bereits beschlossene Sache? Dormeier: „Nein, wir setzen uns im Herbst mit den Vertretern aus dem Rathaus zusammen und überlegen gemeinsam, ob das Sinn macht und wo wir noch etwas ändern müssen, um möglichst viele Leute bei einer Neuauflage anzusprechen.“

Dass die Gastgeber schon in diesem Jahr versuchen, verschiedene Gruppen anzusprechen, beweist ein Blick auf das Programm: Nach der Markteröffnung und dem Brillantfeuerwerk am Freitag beginnt am Sonnabend um 20 Uhr die „Ladies Night“, während der die Schausteller alle Frauen mit Blumen begrüßen.

Sonntag von 13 bis 15 Uhr ist „Schlagermittag“; mit etwas leiserer Musik und Sonderpreisen speziell für Großeltern mit ihren Enkeln. 

oti

Kommentar zum „Mega-Volksfest“

Von Carsten Schlotmann
Die Gemeinde frohlockt

Dass die Schausteller-Vertreter Willy Wimmert, Albert Dormeier und Timo von Halle bei der Präsentation ihrer Idee, in Sulingen wieder einen Jahrmarkt

zu etablieren, im März ihre Kehlen nicht zu voll genommen hatten, ließen sie die Besucher des „Mega-Volksfestes“ bereits am Freitagnachmittag spüren. „Wir haben den Eindruck, der ein oder andere hat auf uns gewartet“, gab Albert Dormeier beim Eröffnungsrundgang Eindrücke preis, die er und seine

Berufskollegen schon an den Vortagen im Mittelzentrum gesammelt hatten. Und tatsächlich: die Gemeinde frohlockt auf allen Kanälen. Die Angehörigen der 22 beteiligten Schausteller-Familien haben ihren Beitrag geleistet, die Wiedergeburt der Sulinger Märkte einzuleiten. Ob sie zukünftig, nach Jahren der Abstinenz, wieder das Mittelzentrum in ihre Reisepläne aufnehmen, hängt nicht zuletzt von der Besucher-Resonanz ab.

Schon allein die Bemühungen von Willy Wimmert, Albert Dormeier und Timo von Halle verdienen einen Besuch des Informa-Geländes. Man sieht sich.

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