Jahrmarkt für den 25. bis 27. Mai geplant

Ein Mega-Volksfest für Sulingen

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Mit dem „Rock-Express“ ist Albert Dormeier beim Kirchdorfer Herbstmarkt vertreten – der Großveranstaltung hält die Familie des Bassumers bereits seit 99 Jahren die Treue. 

Sulingen - Vier Männer frieren sich am Mittwochmorgen halb die Ohren ab, als sie das Informa-Gelände am Hasseler Weg abschreiten und gedanklich durchspielen, wie sich hier acht oder neun Großfahrgeschäfte, dazu kleinere Kinderkarussells und eine Fülle von Imbissbuden am besten platzieren lassen. Albert Dormeier aus Bassum und seine Schaustellerkollegen Jürgen Schädel (Lauenau), Willy Wimmert (Nienburg) und Timo von Halle (Aurich) planen Großes: „Wir wollen den Sulingern ein Mega-Volksfest bieten.“ Und das soll auch der Name des Jahrmarktes von Freitag bis Sonntag, 25. bis 27. Mai, also am Wochenende nach Pfingsten, sein.

Von den beiden großen Jahrmärkten des Mittelzentrums im Frühjahr und Herbst weiß die heutige Jugend nur vom Hörensagen, wurden sie doch „um die Jahrtausendwende“ zu Grabe getragen – wann genau, haben die Schausteller nicht mehr auf dem Schirm. Sie erinnern sich aber noch, dass es mehrere Orts- und Terminwechsel gab. Die hätten sich nicht positiv auf die Besucherresonanz ausgewirkt. „Wir sind der Meinung: Eine Kirmes fehlt in der Stadt. Die vermissen viele“, weiß Albert Dormeier, der oft in der Region unterwegs ist, zum Beispiel alljährlich zu den Beschickern des Kirchdorfer Herbstmarktes zählt. „Ich bin die Blitzbahn“, sagt er lachend, meint damit den „Rock-Express“. 

Einen der einstigen Sulinger Märkte wieder aufleben zu lassen, schied schon aufgrund des ausgewählten Wochenendes aus: „Eine Woche nach Pfingsten gibt es meines Wissens nicht ganz viele Veranstaltungen in der Gegend“, begründet Albert Dormeier die Entscheidung. Auch gehe es um eine andere Dimension, „es werden mindestens doppelt so viele Geschäfte wie früher hier aufgebaut.“ An die Tradition des Marktrundgangs mit den Honoratioren der Stadt zur Eröffnung anzuknüpfen, kann er sich allerdings gut vorstellen.

Die Schausteller Jürgen Schädel, Willy Wimmert, Albert Dormeier und Timo von Halle (von links) organisieren auf dem Informa-Gelände das „Mega-Volksfest“.

Die Genehmigungsanträge bei der Stadtverwaltung seien gestellt, „und ich gehe davon aus, dass es grünes Licht gibt.“ Was die Schausteller noch auf dem Zettel haben, sind Gespräche, um für ihr Vorhaben zu werben und Unterstützung zu suchen. „Wir wollen auf jeden Fall gerne mit der Stadt und mit der Initiative Sulingen zusammenarbeiten“, betont Willy Wimmert. Auch, um ein Rahmenprogramm zu gestalten, „vielleicht eine Ausstellung der örtlichen Autohändler“, nennt Albert Dormeier ein Beispiel. 

Oder Livemusik im Festzelt? „Nein“, antwortet er energisch. „Wir wollen ein Familien-Volksfest, sehen es als eine Art reisenden Freizeitpark. Ein großes Bewirtungszelt, mit ,Sauferei ohne Ende‘, wird es nicht geben“, unterstreicht der Bassumer. Gelegenheit, mit Freunden und Bekannten – auch überdacht und im Sitzen – einen Schoppen zu trinken, würden die Bewirtungsgeschäfte aber natürlich bieten. Das kulinarische Angebot umfasst „das ganze Paket“, versichert Timo von Halle, „von Fischbrötchen über Bratwurst bis zu Zuckerwatte und Waffeln.“ Der Auricher weiß aus Erfahrung, dass das geplante Konzept für den Jahrmarkt funktionieren kann: „Dieses Programm ist 2012 in ähnlicher Form in Ostfriesland erfolgreich gelaufen.“

Das erste „Mega-Volksfest“ in Sulingen ist ein Versuchsballon, bestätigen die Schausteller – und wenn der platzt, also die Resonanz zu wünschen übrig lässt? „Dann kann es sein, dass wir damit künftig im Wechsel von Ort zu Ort in der Region wandern, zum Beispiel nach Twistringen“, nennt Albert Dormeier Plan B. - ab

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