Dritter von vier Schulungsbausteinen

Medienscouts mit Tatendrang

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Entwickelt hat das Konzept der freiberufliche Medienpädagoge Jens Wiemken aus Vechta.

Sulingen - Charleen Käss, Vanessa Kahl, Leon Barnieck und Nick Powelkin, Schülerinnen und Schüler der Carl-Prüter-Oberschule Sulingen, geben sich voller Tatendrang: „Wir werden auch Sprechstunden anbieten“, verspricht Vanessa. Die jungen Damen und Herren lassen sich gemeinsam mit den Lehrkräften Sarina Kirhan und Emine Seyhan Yildiz zu Medienscouts ausbilden – und wollen in Zukunft ihren Mitschülerinnen und Mitschülern bei allen Fragen der sicheren Nutzung des Internets und von Social Media-Kanälen zur Seite stehen.

Gestützt wird die von der Landesmedienanstalt initiierte Ausbildung vom Verein „n-21: Schulen in Niedersachsen online“ mit Hilfe des Kultusministeriums. Entwickelt hat das Konzept der freiberufliche Medienpädagoge Jens Wiemken aus Vechta.

Die ganztägige Schulung an der Carl-Prüter-Oberschule in Sulingen am Montag war der dritte von vier Bausteinen des Konzeptes. Sarina Kirhan: „Angefangen haben wir mit einem Vorgespräch unter uns Lehrkräften. Dann folgte ein Workshop in Brinkum und jetzt der hier in Sulingen.“ Jens Wiemken: „Für das zweite Schulhalbjahr planen wir ein weiteres Treffen, um Entwicklungen zu diskutieren und das Projekt in Gänze zu evaluieren.“

Neben denen der Carl-Prüter-Oberschule in Sulingen sind auch Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der Oberschule Schwaförden, des Gymnasiums Syke und der KGS Stuhr-Brinkum an dem Projekt beteiligt.

Neben denen von der Carl-Prüter-Oberschule in Sulingen sind auch Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der Oberschule Schwaförden, des Gymnasiums Syke und der KGS Stuhr-Brinkum beteiligt. Medienpädagoge Wiemken sieht seine Hauptaufgabe darin, den Medienscouts das nötige Handwerkszeug für ihre zukünftige Arbeit mit an die Hand zu geben; daneben Grundlagen der Nutzung des Internets und von Social Media. Tiefer in die Kanäle einzusteigen, mache wenig Sinn: „Die Entwicklung der verschiedenen Angebote ist einfach zu rasant.“ Wichtig sei, dass die Medienscouts in den Schulen nicht als Internetpolizei oder Wächter, sondern als Partner der Schülerinnen und Schüler verstanden werden. „Es geht darum, zu beraten – und zu sensibilisieren.“

Wie das in der Praxis aussehen kann, diskutierten die Schülerinnen und Schüler am Montag. Sprechstunden in den Schulen, mit kreativen Sprüchen aufgepeppte Warnhinweise, das Angebot eines PC-Führerscheins für Fünftklässer, LAN-Partys auch für Lehrer und Eltern – „der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt“, befand Moderator Wiemken. In Richtung der Schülerinnen und Schüler: „Und wenn ihr in den Projekten Fehler macht, dann kann man daraus nur lernen. Hauptsache ihr macht.“

Sarina Kirhan und Emine Seyhan Yildiz sind mit der bisherigen Entwicklung des Projektes zufrieden. Kirhan: „Wichtig scheint mir, dass man den Schülerinnen und Schülern nicht die Nutzung des Internets vermiest, sondern, dass man ihnen Begleitung anbietet.“

Der Bedarf an Beratungsressourcen ist für die beiden Lehrkräfte unstrittig. Sarina Kirhan: „Früher haben sich die Schüler auf dem Schulhof gerangelt, heute machen sie das im Internet.“ „Diese Fälle kennt man“, ergänzt Emine Seyhan Yildiz.

Kirhan und Seyhan Yildiz wollen die zukünftigen Medienscouts der Carl-Prüter-Oberschule nach besten Kräften unterstützen; nicht nur bei der Gestaltung der Sprechstunden. Die Schülerinnen und Schüler selbst sehen dem Projekt zuversichtlich entgegen: „Spannend“, sagt Leon, „weil man dabei auch selbst eine Menge lernt“. Vanessa: „Es ist schön, wenn man helfen kann.“ Nick: „Im Internet weiß man nie, ob man sich wirklich mit einem Zwölf- oder vielleicht doch mit einem 32-Jährigen unterhält.“ Charleen: „Ich glaube schon, dass gerade auch unsere jüngeren Mitschüler Hilfe brauchen.“ 

oti

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