Agrarfachschüler verkaufen Honig und legen Bienenweide an

Fleißig für die Bienen

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Die „Bienenhelfer“ der Fachschulklasse F1A: Steffen Hormann, Hergen Stolle, Marcel Noske, Lasse Bösche, Marvin Nordholz, Jonas Hillmann, Nils Wessel, Timo Sauer, Björn Fahrenholz, Jorgen Popiolek, Cedric Plenge, Daniel Tebelmann, Sabrina Windhorst, Kersten Nordbruch, Julian Speckmann, Jan Nietfeld (von links; nicht auf dem

Sulingen - Von der Gänsemast bis zu einer Partyveranstaltung reichen die Ideen, die die Schüler der Einjährigen Fachschule Agrarwirtschaft am Berufsbildungszentrum (BBZ) Dr. Jürgen Ulderup in Sulingen für ihr Marketingprojekt gesammelt hatten. Die Wahl fiel auf die Aktion „Bienenhelfer“: Unter diesem Label und mit ihrem Gruppenbild auf dem selbst gestalteten Etikett wollen sie jetzt auf Weihnachts- und Wochenmärkten Honig aus der Region vermarkten – und mit dem Erlös im Frühjahr eine ein Hektar große Fläche als „Bienenweide“ bepflanzen.

Als bereits ausgebildete Landwirte – und nach dem Fachschuljahr dann hoffentlich staatlich geprüfte Wirtschafter – wissen die Schüler genau um die Bedeutung der Honigbienen, die rund ein Drittel der als Nahrungsmittel angebauten Pflanzen bestäuben. Und man habe eine große Verantwortung gegenüber den Bienen und Imkern, da die Landwirtschaft einer der größten Nektarlieferanten ist. „Wir als Landwirte können allerdings nichts dafür, dass es den Bienen seit längerem nicht gut geht“, stellt Andre Riechers fest. „Viele Völker sind von der Varroamilbe befallen, das führt zu verkrüppelten Flügeln und Gliedmaßen.“ Um ihr Wissen über die Imkerei und den Bienenschutz zu vertiefen – und auch ihre Kunden über die Zusammenhänge aufklären zu können – besuchte die Klasse F1A mit ihrer Marketing-Lehrerin Friederike Schierholz die Erlebnis-Imkerei Hanking in Hemsloh.

Einhundert Kilogramm Honig haben die Fachschüler von den Imkern Frank Melloh (Klein Lessen) und Heinrich Schierholz (Schierholz) bezogen und auf knapp 400 Gläser à 250 Gramm verteilt, die sie zum Preis von 4,50 Euro pro Stück veräußern wollen. Als Frühtracht, wobei es sich zum größten Teil um Rapshonig handelt. Pro verkauftem Glas garantieren die Schüler, im kommenden Frühjahr auf einer Fläche von zehn Quadratmetern auf der künftigen Bienenweide eine große Vielfalt an Kräutern und Blumen anzusäen, die den Bienen Nektar liefern soll. Die Bienenweide entsteht auf dem Betrieb der Familie von Fachschüler Steffen Hormann in Huddestorf (Landkreis Nienburg), Imker aus der Region sollen dort künftig die Stöcke ihrer Völker aufstellen können. „Dadurch wollen wir einen besseren Kontakt zwischen uns Landwirten und den Imkern herstellen, von dem beide Seiten einen Nutzen haben“, heißt es in der Projektbeschreibung der „Bienenhelfer“.

Der Verkauf beginnt am kommenden Wochenende auf dem Weihnachtsmarkt in Barnstorf. Auch auf dem in Rehden wollen die jungen Landwirte mit ihrem Stand vertreten sein, ferner auf den Wochenmärkten in Nienburg, Rahden und Sulingen. Auf dem Sulinger Wochenmarkt bieten die „Bienenhelfer“ ab dem 5. Dezember jeweils samstags ihren Honig an – so lange der Vorrat reicht. Angestrebtes Ziel ist, die Ware spätestens bis Weihnachten komplett verkauft zu haben.

Wer ein Glas Honig vorbestellen möchte, erreicht die „Bienenhelfer“ unter Tel. 0170/1200905.

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