Kerstin Friedrichs stellt im Fachwerkhaus am Meierdamm aus

Maritime Kunst statt trübes Novembergrau

Kerstin Friedrichs lädt ein zur Ausstellung ins Fachwerkhaus am Meierdamm.
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Kerstin Friedrichs lädt ein zur Ausstellung ins Fachwerkhaus am Meierdamm.

Sulingen – Der November, das soll eine Abstimmung ergeben haben, sei der unbeliebteste, verkündete ein Radiosender. Grau, trüb, früh dunkel: Warum nicht auf Reisen gehen an die See, an den Strand? Warum dann nicht in die Ausstellung von Kerstin Friedrichs aus Liebenau gehen, die an den Sonntagen 7., 14. und 21. November, jeweils von 14 bis 18 Uhr, ihre Bilder von Amrum im Fachwerkhaus am Meierdamm zeigt?

In den zurückliegenden Jahren hat sie die in Norddorf, dem nördlichen Dorf auf der nordfriesischen Insel Amrum, wiederholt gezeigt. Beim Aufhängen der Bilder bleibt Zeit für „Inselgespräche“ – immer im Blick: Die Szenen, die Kerstin Friedrichs einfängt. Fotorealistisch die einen, detailreich ausgearbeitete Momentaufnahmen die anderen. Wenn da jemand im Bild sitzt, dann kommt er einfach mal mit rauf, künstlerische Freiheit, auch Fremde und Freunde zu zeichnen. Tusche in die Hand und los: Feinste Striche in ungezählter Zahl ergeben ein Meisterwerk. „Ich könnte stundenlang Taue zeichnen. Das ist wie Meditation“, sagt Friedrichs.

Wie das geht und wie Kerstin Friedrichs, viele Jahre zweite Vorsitzende des Vereins „Kunst in der Provinz“ und auch heute noch im Vorstand aktiv, Motive findet, beantwortet sie gerne vor Ort. Sie malt, genießt die Sonntage im Fachwerkhaus: „Ich male, höre Musik, genieße die gemütliche Atmosphäre.“

Friedrichs ist nach 2015 wieder in Sulingen mit Amrum-Bildern, es sind neue dabei, und alte, die neue Farbe bekommen haben. Das heißt, erstmals Farbe, weil ein farbliches Element die Bildkomposition stärkt, sie intensiver macht, den Blick des Betrachters eher anzieht – hat die Künstlerin entschieden. „Ich habe festgestellt, dass das Publikum eher Bilder mit Farbe bevorzugt“, erklärt Friedrichs, warum sie weniger rein schwarz-weiße Tuschezeichnungen fertigt, sondern diese um zum Thema passende Aquarellfarben ergänzt.

Neu dabei sind die Seekarten, die Kerstin Friedrichs als Hintergrund auf Aquarellpapier kopiert und anschließend farbige Motive daraufsetzt – ein besonderer maritimer Effekt. Die Bilder sind oft im kleinen quadratischen Format, Motive, die Friedrichs, oft genug im schönsten Café auf Amrum sitzend, gezeichnet hat, direkt vor Ort auf eine MDF-Platte und anschließend koloriert. Vorzugsweise sind die Formate eher klein gehalten, in 30 mal 40 oder 30 mal 50 Zentimetern eingefangen – und erinnern dennoch an die Weite, den Blick bis zum Horizont.

Für Sonntag, 21. November, 15 Uhr, ist eine Finissage geplant.

Von Sylvia Wendt

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